Read Die Wut wächst: Politik braucht Prinzipien by Oskar Lafontaine Online

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Die Globalisierung schafft einen Wohlstand, der die Reichen reicher und die Armen rmer macht, statt dem Wohle der ganzen Welt zu dienen Oskar Lafontaine kritisiert die deutsche und die internationale Politik, die diese Tendenzen noch verstrkt anstatt ihnen entgegenzuwirken Faktenreich und leidenschaftlich attackiert er Unternehmen, die den hchsten Renditen hinterherjagen, ohne sich um die Umwelt und die Menschen zu kmmern die Finanzmrkte, die Billionen um den Erdball schleudern, sowie IWF, WHO und Weltbank, die alle auf die Menschen in der Dritten Welt wenig Rcksicht nehmen auerdem die USA, die immer skrupelloser ihre militrische und konomische Vormachtstellung zur Durchsetzung eigener Interessen nutzen.Die Entwicklungen, vor denen er warnt Entfesselung der Finanzmrkte, Privatisierungswahn, Militarisierung der deutschen Politik, neue Kriege und wachsende Verarmung als Ursache von Terrorismus und Flucht, sowie das Erstarken rechtspopulistischer Parteien sind mittlerweile Realitt Im Vorwort zur jetzt erscheinenden Neuausgabe seines zum Bestseller gewordenen politischen Manifestes schreibt Oskar Lafontaine daher zu Recht Der Titel des im Jahre 2002 geschriebenen Buches Die Wut wchst Politik braucht Prinzipien war rckblickend nicht falsch gewhlt.Das Gesetz des Marktes und das Recht des Strkeren, so Lafontaine, knnen nicht die Maxime fr unsere Zukunft sein wir brauchen eine Politik fr eine gerechtere Welt....

Title : Die Wut wächst: Politik braucht Prinzipien
Author :
Rating :
ISBN : B01N9CV8IO
ISBN13 : -
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Nomen Verlag Auflage 1 1 Dezember 2016
Number of Pages : 282 Pages
File Size : 595 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die Wut wächst: Politik braucht Prinzipien Reviews

  • Trotz alledem!
    2018-11-09 16:37

    Dieses Buch fiel mir zufällig beim Stöbern bei Amazon ins Auge. Da der Titel „Die Wut wächst“ ja wirklich sehr aktuell klingt, habe ich das Buch gleich gekauft und gelesen.Die schlechten Bewertungen für die Erstauflage der Taschenbuchausgabe von 2003 kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, vielmehr kann ich mich den positiven Bewertungen für die bis auf Kleinigkeiten identische gebundene Ausgabe von 2002 (die damals von Amazon noch nicht zusammen mit dem Taschenbuch angeboten wurde, wie es heute der Fall ist) nur anschließen.So schreibt zum Beispiel Amazon Customer: „Hervorragend! … Endlich schreibt mal wieder jemand was konstruktiv- kritisches zur Politik.“ Und Christoph Hohler ergänzt: „Dass sich Lafontaine damit nicht populär macht, ist klar. Wahrheit allerdings war noch nie gut gelitten, geschweige denn populär.“ B. Hentschel fügt am 29. Juni 2002 hinzu: „Das Buch ist in seiner Schärfe und mitreißenden Anklage zweifellos brillant und absolut überzeugend. … Lafontaine betreibt nicht einfach nur linke Propaganda oder eine Abrechnung mit Schröder, Fischer und Scharping (wie in „Das Herz schlägt links"). Nein, er zeigt deutlich auf die Mißstände dieser doch so kleinen Welt und erinnert an Ideen, die er selbst einst zur Lösung zumindest einiger Probleme (Tobin-Steuer auf Börsenspekulationsgewinne) eingebracht hatte. … Die Wut wächst. Es wird ja auch verständlich, warum. Doch was dann? … Wo bleibt der Gründungsaufruf für eine neue USPD (Unabhängige Sozialdemokratische Partei Deutschlands) - vielleicht zusammen mit Gysi?“ Diese Frage von B. Hentschel hatte sich ja dann mit der Gründung der Partei DIE LINKE erledigt.Nach meiner Einschätzung spricht dieses Buch exemplarisch und für jeden verständlich alle Probleme der heutigen „globalisierten“ Welt an. Auch wenn seit dem ersten Erscheinen knapp 14 Jahre vergangen sind, ist es keineswegs veraltet, sondern genauso aktuell wie damals, da sich qualitativ an all diesen Problemen überhaupt nichts geändert hat. Daher freue ich mich, dass dieser Bestseller von 2002 jetzt neu aufgelegt wurde, zeigt er doch auf, was passiert, wenn die Maßnahmen, die Lafontaine schon in der damaligen Erstausgabe dringend forderte, nicht umgesetzt werden. So heißt es oben in der Amazon-Ankündigung dieses Buches zu Recht: „Die Entwicklungen, vor denen er (Lafontaine) warnt ‒ Entfesselung der Finanzmärkte, Privatisierungswahn, Militarisierung der deutschen Politik, neue Kriege und wachsende Verarmung als Ursache von Terrorismus und Flucht, sowie das Erstarken rechtspopulistischer Parteien ‒ sind mittlerweile Realität.“Fazit:Eine so umfassende kritische Analyse aller globalen Probleme mit Ansätzen zu ihrer Behebung habe ich bisher noch in keinem Buch gefunden. Sehr gute Ergänzungslektüre zu Lafontaines Buch bieten Chomskys (wobei dieser sich schwerpunktmäßig mit der Politik der USA beschäftigt) neuestes Buch  und sein Hauptwerk . Daher kann ich nur empfehlen: Alle 3 unbedingt lesen!!!

  • Carl Schweizer
    2018-10-20 16:51

    Folgende Ausgabe ist unleserlich. Unsauber gedruckt. Inhaltlich packt Lafontaine sehr viel zusammen ohne fundierte Beschreibung. Nächstes Mal bitte einen guten Druck anliefern lassen.

  • Platin, Björn
    2018-11-08 09:46

    Oskar Lafontaine ergreift mit seiner Streitschrift das Wort gegen die herrschende Politik des Neoliberalismus, gegen Krieg und die Zerstörung der natürlichen Grundlagen des Lebens auf der Erde. Lesenswert - auch und gerade im Wahljahr 2017.

  • Otto Lidenbrock
    2018-10-28 16:40

    Genau genommen, schlägt das menschliche Herz gar nicht links, sondern eher in der Mitte, aber das nur am Rande.Oskar Lafontaine will mit diesem Buch die politische "Linke" in Deutschland aufrütteln, will sie aus ihrer Lethargie reißen, damit sie wieder ein Gegengewicht bilden kann, ein Gegenwicht zu imperialistischer Außenpolitik und Demontage des Sozialstaats.Um die Orientierungslosigkeit der linken Politiker deutlich zu machen, werden die außen- und innenpolitischen Entscheidungen der Regierung Schröder seit Lafontaines Abgang 1999 an den Pranger gestellt, insbesondere die opportunistische Haltung zur amerikanischen Außenpolitik und der immer deutlicher werdende Neoliberalismus in der Wirtschafts- und Sozialpolitik.Dabei wirft er dem linken Flügel der SPD vor, nur noch als Handlanger von Schröders und Blairs "Neuer Mitte" zu fungieren und keine eigenen Akzente mehr zu setzen.In der ersten Hälfte des Buches setzt sich Lafontaine mit den USA außeinander, die in seinen Augen schamlos ihre wirtschaftlichen Interessen durch "Indianerkriege" durchsetzen wollen.Der so postulierte "Kampf gegen den Terror" sei im Grunde genommen nichts anderes, als die Sicherung der Ölvorkommen für die amerikanische Wirtschaft. Die aktuelle Politik der USA im Nahen Osten werde den Terror nicht beseitigen, sondern eher verschärfen. Angeprangert werden ebenso Amerikas Rolle als führender Waffenexporteur in der Welt sowie die Missachtungen des Völkerrechts und der Völkergemeinschaft. Auch IWF, Weltbank und WTO bekommen als "verlängerter Arm der Wall Street" ihr Fett weg.Dieser Teil des Buches erzählt im Grunde genommen wenig Neues und lässt den Leser etwas ratlos zurück.Die zweite Hälfte des Buches beschäftigt sich mit dem Aufgang des Neoliberalismus in der SPD.Aus einer Partei des sozialen Ausgleichs sei klammheimlich eine Partei geworden, die im Grunde nur noch den Interessen der Wirtschaft diene, insbesondere den Interessen des Großkapitals. Unter dem Deckmantel Marktwirtschaft würde der Weg für die "Starken" der Gesellschaft freigemacht, während die Interessen der "Schwachen" zunehmend ins Abseits gerieten.Die Maximen des Neoliberalismus "Privatisierung, Deregulierung und Flexibilisierung" dienten einzig und allein dazu, Macht und Reichtum in den Händen weniger zu konzentrieren.Insgesamt ist dieser Teil des Buches wesentlich interessanter und hebt sich wohltuend vom täglichen journalistischen Einerlei der Tageszeitungen ab, ohne allerdings vollständig zu überzeugen.Mich hat das Buch ein wenig enttäuscht. Es enthält zwar eine Menge Anklagen, jedoch werden im Grunde nur Symptome aufgezählt. Über die Ursachen lässt sich Oskar Lafontaine nicht weiter aus, auch fehlen handfeste Lösungsvorschläge.Leider stellt auch er das Dogma des ewigen Wirtschaftswachstums nicht in Frage, auch bei ihm lautet die Lösung "wir brauchen mehr Wirtschaftswachstum".Das in seinen Augen dieses Wachstum nicht neoliberalistisch auf der Angebotsseite, sondern keynesianisch auf der Nachfrageseite entstehen soll, ändert daran nichts.Auch wenn durch die Schließung von Steuerschlupflöchern und Kapitalfluchtmöglichkeiten bei gleichzeitiger Besteuerung von Vermögen, Gewinnen, Zinsen und Spekulationsgewinnen die Verteilung der Wirtschaftsleistung wieder ein wenig gerechter werden sollte: An der grundsätzlichen Einsicht, daß die Wirtschaftsleistung nicht mit exponentiellen Raten bis ins Unendliche wachsen kann, ändert das nichts.Hier hätte ich mir eine grundsätzliche Kritik am kapitalistischen Wirtschaftssystem gewünscht.Durch die ständig wachsenden Ansprüche des Kapitals auf leistungsfreie Einkommen aus Zins und Zinseszins ist dieses System auf ein ständiges Wachstum der Wirtschaftsleistung angewiesen, damit es nicht zum Zusammenbruch kommt. Die reale Wirtschaft in einer endlichen Welt ist hierzu aber nicht in der Lage, das Ende des Systems unvermeidlich.Wer sich diesbezüglich informieren möchte, dem sei das Buch "Die blinden Flecken der Ökonomie" von Bernd Senf empfohlen.

  • Michael Schweitz
    2018-11-12 15:56

    Dieses Buch voller Allgemeinheiten und Allgemeinplätze hätte Herr Lafontaine sich besser verkniffen - was nicht bedeutet, daß ich seine Meinung im Grundsatz nicht teile. Aber man kommt den Ursachen der Krise, in der wir uns befinden, nicht auf die Spur, indem man auf 270 Seiten jedes, aber auch wirklich jedes tagespolitische Thema, das sich nur denken läßt, im Vorbeigehen anreißt und mit der Gebärde des Gerechtigkeitsfanatikers ein paar simple Verbesserungsvorschläge macht, die auf Grund der realen Verteilung der Macht und dem bekannten Desinteresse an einer Politik, die dem Menschen dient, Luftschlösser bleiben müssen. Politische Entwicklungen werden durch „wachsende Wut" kaum beeinflußt; sonst würden sie beliebigen Stimmungslagen angepaßt werden. Nein, die Problemstellungen sind verzwickter, die Lösungen diffiziler, als Lafontaine sie darstellt. Und somit führt sein Buch nicht über das hinaus, was wir ohnehin schon wissen; man muß es nicht lesen und erst recht nicht besitzen.

  • Markus Breuer
    2018-10-26 12:37

    Das Buch ist eine Polemik gegen freie Wechselkurse, freien Kapitalverkehr,freie Notenbanken, die WTO, den IWF etc. Es fehlt nur die Polemik gegen freie Wahlen. Lafontaine fordert eine Weltplanwirtschaftsbehörde, die alle Wechselkurse fixieren soll - ökonomischer Grössenwahn.