Read Genesis, Schöpfung und Evolution.: Beiträge zur Auslegung und Bedeutung des ersten Buchs der Bibel by Junker Reinhard Online

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Die Frage nach der Historizitt der biblischen Urgeschichte und insbesondere des ersten Menschenpaares ist fr den christlichen Glauben von auerordentlicher Bedeutung Denn es geht hier um Grundfragen der Menschheit ebenso wie um das Verstndnis der ganzen Bibel, da auch das Neue Testament vielfach Bezug auf die Genesis nimmt In diesem Sammelband zeigen sechs Autoren in theologisch fundierten Untersuchungen, dass und warum es sachgem ist, an der Historizitt der biblischen Texte festzuhalten Alles andere htte massive Folgen fr unser Menschen und Gottesbild Die gut verstndlich geschriebenen Texte richten sich auch an Nicht Theologen....

Title : Genesis, Schöpfung und Evolution.: Beiträge zur Auslegung und Bedeutung des ersten Buchs der Bibel
Author :
Rating :
ISBN : B01CEZJWRK
ISBN13 : -
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : SCM H nssler Auflage 1 23 Februar 2016
Number of Pages : 387 Pages
File Size : 579 KB
Status : Available For Download
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Genesis, Schöpfung und Evolution.: Beiträge zur Auslegung und Bedeutung des ersten Buchs der Bibel Reviews

  • André Lannoo
    2018-12-26 12:21

    Es war nicht ganz was ich erwartet hätte, aber sehr gutes Buch über Genesis 1 und 2 (Mose 1 + 2).Ziemlich technisch aber noch gut zu lesen für Laien. Beschränkt sich an den Tekst der Bibel, versucht zu verstehen was gemeind wurde. Empflehlungswert. Ich bin dabei Darwinismus und Evolution zu untersuchen: es fällt mi,h leichter Mose 1,2 zu glauben als Darwin.

  • Roman Nies
    2019-01-11 10:14

    Bei dem Buch handelt es sich um eine Sammlung von Schriften, die erörtern wollen, ob das, was im ersten Buch der Bibel -auch „Genesis“ genannt- steht, stimmen kann. Was sagen die Theologen und die Naturwissenschaftler dazu? Man bemerkt beim Durchlesen schnell, dass es schon innerhalb der beiden Forschungs- und Erkenntnisrichtungen Uneinigkeit gibt. Die Autoren bevorzugen die wörtliche Auslegung der Bibel und belegen eindrucksvoll, warum sie mehr Sinn macht als alles andere. Überraschenderweise gibt es auch gute naturwissenschaftliche Gründe dafür.Junker kann man bescheinigen, dass er als Herausgeber eine hochinteressante Textzusammenstellung präsentiert, bei der die relevanten Für -und Wider-Argumente zu den einzelnen Thesen vorgestellt werden. Gab es Adam und Eva? Gab es den Sündenfall? Gab es die Sintflut? Glaubensfragen sind oft auch zugleich Grundsatzfragen. In den ersten Kapiteln der Bibel häufen sich die Grundsatzfragen, denn hier hat, wenn die Bibel recht hat, die Geschichte der Menschheit auf diesem Planeten begonnen und hier sind Weichen gestellt worden, wie die Menschheitsgeschichte weiter verlaufen würde. Und dass wir mehr als nur mittelbar davon betroffen sein könnten, ergibt sich schlüssig aus dem, was die Bibel zB im Römerbrief sagt. Hier wird die Verbindung zum ersten Menschenpaar hergestellt und in einen heilsgeschichtlichen Kontext mit Gottes Plan mit den Menschen gestellt. Paulus redet hier davon, dass die Sünde Adams durch die Sündlosigkeit Jesu aufgehoben worden ist. Hätte es Adam nicht gegeben, wäre diese Kette von Ursache des Unheils zu Folge des Heils gar nicht existent und die gesamte Theologie fiele in sich zusammen. Ob die Bibel glaubwürdig ist, entscheidet sich hier! Auch Jesus selbst bestätigt die Richtigkeit der Urgeschichte, da er sich wiederholt darauf beruft. Und wenn Jesus von sich selber sagte, dass Er die Wahrheit sei, muss auch das, was Er über die Urgeschichte bezeugt, wahr sein, sonst hat Er schlicht die Unwahrheit gesagt. Ob die Urgeschichte sich so zugetragen hat, wie sie in den ersten Kapiteln der Bibel steht, ist also von fundamentaler Wichtigkeit. Dies haben die Autoren deutlich herausgearbeitet. Dass sie dabei nicht zu Kirchenkritikern werden, ist bemerkenswert, denn diese übernehmen meist unkritisch, was die Wissenschaftler allzu gern als wahr und wirklich verkaufen.Es wurde oft darauf hingewiesen, dass es für die Existenz Gottes, Seine Schöpfung, Sein Heils- und Gerichtshandeln keine direkten „Beweise" gebe. Die gibt es deshalb nicht, heißt es, weil nicht naturwissenschaftlich nachprüfbar oder messbar ist, was nicht zur physikalischen Welt, also der Welt, die wir messen können, dazugehört. Dabei wird nicht berücksichtigt, dass es vieles gibt, was existiert, ohne dass es naturwissenschaftlich nachprüfbar oder messbar ist, dazu gehören alle geistigen Phänomene, wie z.B. Liebe, Zorn, Sprache, Semantik usw. Und tatsächlich, Gottes Pläne, Vorhaben und Handeln sind - biblisch gesehen - dem unsichtbaren Bereich zuzuordnen, wie Gott selbst. Gott greift auf die physikalische Welt zu, die Er ja auch in Existenz und Leben berufen hat, aber die physikalische Welt kann umgekehrt nicht auf Ihn zugreifen. Das ist diese Kluft, die man grob gleichsetzen kann mit der Kluft zwischen Leben und Nichtleben, zwischen Materie und Geist. Naturalistische Ideen der Gleichsetzung oder Emergenz dieser Begriffspaare haben sich als unhaltbar erwiesen. Daher muss man beachten, dass die physikalische Welt von der geistigen Welt zu unterscheiden ist.Es wäre für diese Sichtweise des „naturalistischen" Atheismus also förderlich, wenn es „tatsächlich" keine Beweise gäbe, dass Gott die Welt erschaffen hat. Und tatsächlich: man hätte es den Wahrheitsforschern von Anfang an sagen können: Kein Lebewesen, kein Molekül trägt die Aufschrift „made by God". Und so ist es auch mit dem Sündenfall, mit dem laut Bibel der Tod erst in die Schöpfung gekommen ist. Der Tod kommt einfach, ob man will oder nicht, und er stellt sich nicht vor: „originated by Adam". Und die Sintflut? Zwar gibt es untrügliche Beweise großer erdgeschichtlicher Katastrophen von Ausmaßen, wie sie schon lange nicht mehr seit Menschengedenken beobachtet werden, was man als Beweis betrachten muss, dass die Zeiten früher andere waren. Aber es gibt keine sintflutartigen Hinterlassenschaften, die die Aufschrift haben, dass sie zur Originalsintflut „survived by Noah" gehören. Man müsste also aus biblischer Sicht argumentieren: da zwar die sichtbare Welt aus der unsichtbaren Welt erschaffen worden ist, aber nicht auf diese zurückzuführen ist, ist auch zu erwarten, dass das Handeln Gottes nach der Erschaffung von Himmel und Erde nach dem gleichen Modus abläuft, d.h. es bleibt nicht direkt im physikalischen Sinn ablesbar. Gott ist ein verborgener Gott, weil Seine Verborgenheit zu Seinem Heilskonzept dazugehört. Gottes Verborgenheit verhält sich zu Seiner Schöpfung etwa so wie der Abstand der Sonne zur Erde. Ein Näherkommen bringt zu schnell zu viel Hitze. Was verhindert einen Himmelskörper daran zu verglühen? Wenn er selber eine Sonne ist. Und so kann auch ein Mensch unvorbereitet die Nähe Gottes nicht ertragen.Gott ist unsichtbar und Seine Werke sind oft nur an ihren Wirkungen sichtbar. Welches der „Wunder", die in der Bibel beschrieben sind, sind heute noch sichtbar? Der Durchmarsch Israels durchs Schilfmeer beim Auszug aus Ägypten? Man weiß nicht einmal, wo genau er stattgefunden hat! Die Totenerweckung des Lazarus? Der ist dann doch noch irgendwann gestorben und alle Augenzeugen sind längst tot. Wenn die Ereignisse um die Sintflut irgendwie wunderbar waren, wäre es also auch nicht wunderlich, wenn man heute nichts mehr davon sehen könnte.Zwar korreliert das physisch Hinterlassene im Zeitstrahl auf irgend eine Weise mit der geistigen Verursachung, aber in welcher Weise das geschieht, muss unablesbar bleiben für jeden, der sich innerhalb des Verursachten befindet. Um im Vergleich zu bleiben: Lebewesen setzen sich jedenfalls aus Molekülen zusammen. Aber wenn man die Moleküle getrennt hat und zusammensetzt, bekommt man nur ein totes Lebewesen. So jedenfalls der momentane Befund. Diese Aussage ist naturwissenschaftlich korrekt. Ebenso unphysikalisch verhält es sich mit dem Geist. Gedanken sind nicht identisch mit den Hirnströmen. Würde man alle Gehirnstrukturen korrekt zusammenbauen, hätte man als Ergebnis keinen Geist und kein Bewusstsein. Und übrigens auch kein Leben. Insoweit ist das Deckengemälde in der Sixtinischen Kapelle im Vatikan, wo Gott Adam lebendig macht, so zu deuten, dass der Moment wiedergegeben ist, nachdem Gott Adam bereits berührt hat, denn Adam hat geöffnete Augen. Der Glaube, dass Leben oder Geist aus Materie entstehen, ist epistemologisch und naturwissenschaftlich nicht haltbar. Er widerspricht der Vernunft und der Lebenserfahrung. Theorien, die gegen Vernunft, Lebenserfahrung und die Ergebnisse des Messbaren sprechen, sollten skeptisch betrachtet werden. Der christliche Glauben ist „naturwissenschaftlich" nicht als wahr zu beweisen, da sogar selbst das „Wahrsein" sich der wissenschaftlichen Überprüfung entzieht.Die Autoren weisen vor allem auch auf theologische Missverständnisse und Fehlschlüsse hin. Da mit dem Sündenfall laut Bibel der Tod in die Schöpfung gekommen ist, können Lebewesen also nur danach als fossile Formen in Schichten zurückgeblieben sein. In dieser Zeit muss es zu großen erdgeschichtlichen Katastrophen gekommen sein. Eine davon ist in der Bibel klar bezeugt. Das war die Sintflut.Eine weitere Katastrophe, die noch dazu das Potential hat, über einen längeren Zeitraum als die Sintflut ihre Spuren auf der Erdoberfläche hinterlassen zu haben, bezeugt die Bibel ebenfalls. Interessanterweise übergehen das die meisten Bibelausleger, wenn sie sich nicht die Frage stellen, ob die Vertreibung aus dem Garten Eden nach dem Sündenfall Adams und Evas, mit dem Einbruch des Todes und Zerfalls infolge der fluchwürdigen Sünde der ersten Menschen nicht mehr zur Folge hatte, als dass Adam im Schweiße seines Angesichts den bald oder sollte man sagen „ur-plötzlich" mit Unkraut sprießende Acker bebauen musste. Vorher hat sich die Natur selber gepflegt und erhalten, ab sofort wucherte der Wildwuchs. „ur-plötzlich" hatte Gott innerhalb der sechs Tage die Schöpfung in die Existenz gerufen. Und „ur-plötzlich" beginnt mit dem Abfall von Gott der Zerfall. Dieses Wort von Gott, dass Adam im Falle der Sünde sterben würde, bedeutet genau dieses: ab jetzt ist alles im Zerfall begriffen. Die Schöpfung hängt am Schicksal des Menschen behauptet die Bibel. Die Entropie ist am Werk, würde ein Physiker sagen. Es ist naturwissenschaftlich längst erwiesen: der Zerfall ist das Normale, nicht die Ordnung oder gar die Höherentwicklung von einer geringen zu einer höheren Ordnung. Die Bibel widerspricht nicht nur nicht den naturwissenschaftlichen Fakten, sie liefert auch noch die Begründung für sie!Sollte das keine dramatischen Auswirkungen auf die Schöpfung gehabt haben, was Adam tat? Das was gut war, wurde ungut! Das was heil und ganz war, wurde unheil und unvollständig. Fehler schlichen sich ein, Todeswesen, Naturzerstörung, Naturkatastrophen, die Welt geriet aus dem Ruder. Tatsächlich, die Welt hat sich nicht von einem ungeordneten Materiehaufen zu Ordnung entwickelt. Die Naturgesetze sprechen dagegen. Sie besagen, dass alles zerfällt, wenn es nicht durch Ordnung, die bereits da ist, zusammengehalten und aufgebaut wird. Das entspricht ganz unserer Alltagserfahrung. Das ist deshalb so, weil unsere Welt so angelegt ist. Sie ist so konzipiert, sie funktioniert so.So wie Adam nach seiner Sünde zu sterben angefangen hat, - seitdem beginnt bereits mit der Zeugung des Menschen, seine Lebensuhr abzulaufen -, so hat er die restliche Schöpfung, die ihm untertan sein sollte, auch mit herab gerissen. So berichtet es die Bibel und sie sagt auch, dass Gott sich wieder den Menschen zugewandt hat, um ihn und mit ihm auch die ganze Schöpfung wieder heil zu machen. Er hat sich zuerst einzelne als Segensträger ausgewählt: Abraham, dann ein ganzes Volk: Israel. Und dann hat Er Seinen eigenen Sohn geschickt und auf Golgatha ein Zeichen nicht nur Seines unbedingten Heilswillens in Bezug auf die Menschen gesetzt, sondern auch für die ganze Schöpfung (Röm 8,22-25). So jedenfalls die Aussage der Bibel, die erstaunlicherweise im Zeitraum ihrer Niederschrift über 1400 Jahre und verschiedener Autoren unverändert bei ihrer Sicht der Dinge bleibt.Auch wenn man es nicht wahr haben will, aber die naturwissenschaftlichen Fakten widersprechen dem Bericht der Bibel über die ersten paar Tausend Jahre der Menschheitsgeschichte nicht. Die Bibel berichtet, dass die Zeit zwischen Sündenfall und Sintflut in vielerlei Hinsicht eine katastrophale Zeit war. Da kam es aber vor allem zu einer Zunahme an Gottlosigkeit und Gräueltaten, was ja dann auch Gott den Anlass für die Sintflut war. Wenn also Adams Sünde den Verfall der Schöpfung ausgelöst hat, dann hat das Übermaß an Sünden durch Adams Nachfahren diesen Verfall nicht gestoppt, sondern eher noch beschleunigt. Die Umwelt reagiert ja heute auch auf die Umweltzerstörungen und den Naturmissbrauch durch die Menschen. Eine erneute Zunahme an Naturkatastrophen im 20. und 21. Jahrhundert, von dem auch viele Forscher sprechen, könnte aus biblischer Sicht auch mit dem zunehmenden Zerfall der Gottesfurcht unter den Menschen zusammenhängen. Wie damals, so auch heute. Geologen sagen, dass es auch sehr starke klimatische Veränderungen gab, Eiszeiten, Stürme, Trockenzeiten, Fluten, Verlandungen. Seit der Sintflut haben die Naturkatastrophen nur noch ein vergleichsweises Mini-Format. Der Umkehrschluss lautet, wenn die Naturkatastrophen wieder zunehmen, könnte das bedeuten, dass Gottes Gericht bereits vollstreckt wird, das die Bibel für die letzten Tage dieses Kosmos vorausgesagt hat.Wenn man die großen Katastrophen der urgeschichtlichen Zeit als Gerichtshandeln wertet, dann kann man anhand des geologischen Befunds tatsächlich einzelne Phasen und Orte ausmachen, die jeweils davon betroffen worden waren. Die Forscher haben fünf große Krisen, die mit Massenaussterben verbunden gewesen sein können, ausgemacht, in den Erdschichten des Ordovizium; Oberdevon, Perm/Trias; Trias/Jura und Kreide/Tertiär. Die kleine Biene Cretotrigona prisca hat sich erdreistet den Kometeneinschlag an der Kreide/Tertiär-Grenze zu überleben, weil man sie in Bernstein in älteren und jüngeren Schichten gefunden hat. Das bedeutet, dass auch ihre Umwelt überlebt hat. Aber wenn Menschen das erlebt haben sollten, wurde das nicht auch überliefert? Aus dem alten Babylonien und Alt-Griechenland kennt man mythologisch anmutenden kataklystischen Erzählungen über Weltbrände- und Weltüberflutungsszenarien. Den antiken Völkern war bekannt, dass die Welt der Urzeit eine sehr bewegte war, auch wenn die Überlieferung die Fakten entstellte. Der Autor der Genesis hätte das sensationserheischend übernehmen können. Aber bei der Genesis handelt es sich nicht um etwas, das einem Mythos auch nur ähnlich ist, denn berichtet wird nur, was berichtet werden soll, und das nüchtern und zutreffend. Ausgerechnet die babylonischen Geschichtsschreiber, die sich doch in einem Umfeld mit großer astronomischen Bildung befanden, rechneten mit viel größeren Zeiträumen der Urgeschichte als die hebräischen. Der Gott Israels spricht "Es werde!" und es steht da, ganz ohne Evolution, so ist es nicht nur im Buch Genesis, so geschieht es auch, nach dem Neuen Testament, wenn Jesus ein Wunder tut. Die Götterwelt Babyloniens ist dagegen auch nur ein Teil einer in großen Zeiträumen entstehenden und sich verändernden Schöpfung. Das hebräische und biblische Schöpfungs- und Weltbild ist wie ein bewusster Gegensatz zu dem sich gegen Gottes Realität verweigernden babylonischen Mythos, der über den Umweg der Kirchen, mithilfe des atheistischen Evolutionsdenkens wieder Eingang gefunden hat in die Denkweise der Menschen.Sogar Platon (427-347 v. Chr.) und Aristoteles (384-322 v. Chr.) wussten von solchen Weltkatastrophen durch Brand und Flut, die als zyklisch wiederkehrend verstanden wurden. Sogar von Schneefällen ist die Rede, was gut zu der Vorstellung von Eiszeiten passt. Auch in Altägypten kannte man diese Überlieferungen. Mose wuchs in Ägypten als Prinz auf. Selbstverständlich hatte er von seinen Lehrern über diese Katastrophen erfahren (Ap 7,22; 2 Mos 2,1-11). Warum hat er sie aber nicht in seinen Bericht über die Urzeit übernommen? Er war offenbar kein Sensationsreporter. Nach dem Glauben der alten Völker waren ja Götter in die geschichtlichen Ereignisse verwickelt. Mose wollte auf keinen Fall diesen Göttern Aufmerksamkeit schenken. Das zeigt sich auch am Schöpfungsbericht selbst. Sonne und Mond werden lediglich als physikalische Objekte, die Licht spenden, bezeichnet. Von wegen Sonnengott oder Mondgott wie es in allen altorientalen Völkern bekannt war! Die Sonne wird bei Mose noch nicht einmal als entscheidend für die Unterscheidung von Tag und Nacht genommen, was eigentlich „wissenschaftlich“ nach der babylonischen Wissenschaft oder der ägyptischen Wissenschaft seiner Tage gewesen wäre und heute noch von rückständigen Bibelkritikern so gesehen wird, obwohl die Wissenschaft längst weiß, dass das Licht eben nicht nur von der Sonne kommt. Die Sonne wurde nach der Bibel erst am vierten Schöpfungstag geschaffen und das Licht war vorher schon da, seit Gott gesprochen hatte: "Es werde Licht!" Und das widerspricht exakter Wissenschaft nicht, denn nicht die Sonne ist die Quelle des Lichts, sie ist allenfalls eine von vielen Lichtquellen, die nach 1 Mos 1,16 „große“ und „kleine“ Lichtkörper sind. Gott, der Schöpfer, ist die Quelle des Lichts! Es gibt Theologen, die behaupten die Schöpfungsgeschichte in der Genesis sei primitive Mythologie. Dabei haben sie nicht bemerkt, dass sie es sind, die der alten altbabylonischen Sichtweise folgen.Interessanterweise sagt die Bibel für das Ende der Menschheitsgeschichte ohne Gott ein ähnliches Szenario voraus wie vor und bei der Sintflut. Es fängt mit begrenzten Katastrophen an und am Ende gehen Himmel und Erde unter.Die Autoren stimmen darin überein: Wer an Jesus Christus glaubt, kann nicht so argumentieren wie Evolutionstheoretiker das tun. Für Jesus war die biblische Urgeschichte real. Er hat mehrmals mit der Urgeschichte argumentiert, um seine theologische Aussage zu stützen. Er lässt keinen Raum für Zweifel an der Richtigkeit der Genesis. Er bezeugt, dass es am Anfang Gott war, der die Menschen als Mann und Frau schuf (Mt 19,1-12). Damit ist klar, der Zufall und die Auslese können es nicht gewesen sein. Jesus benennt den erste Sohn Adams und bestätigt den Mord an ihm (Mt 23,35; vgl. Genesis 4,8). Und schließlich bestätigt er auch die Geschichte um Noah (Mt 24,38). Wer sagt, dass Jesus sich geirrt hat oder nicht die Wahrheit gesagt hat, kann nicht zugleich behaupten, dass er der Weg und die Wahrheit ist.Die Autoren zeigen zahlreiche Widersprüche der Mehrheitstheologie auf und verdeutlichen, der Glaube an eine theistische Evolution lässt sich ebenso wenig mit der Bibel und dem Glauben an Jesus Christus vereinbaren wie die Mythologisierung der Genesis. Man muss Farbe bekennen, entweder die Bibel meint, was sie sagt, oder sie ist auch nur ein Fabelbuch. Eines, allerdings, das in sich stimmig ist. Und das kann dann eigentlich nicht wahr sein.Wer an der Theologie zum Buch Genesis Interesse hat, sollte dieses Buch gelesen haben. Von jedem, der die Bibel ernst nimmt, kann es mit großem Gewinn studiert werden. Eine sinnvolle Investition auch gerade für Theologiestudenten.