Read Una finestra vistalago by Andrea Vitali Online

Title : Una finestra vistalago
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ISBN : 8811687047
ISBN13 : 978-8811687047
Format Type : Hardback
Language : Italienisch
Publisher : Garzanti Libri 1 Oktober 2014
Number of Pages : 507 Pages
File Size : 989 KB
Status : Available For Download
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Una finestra vistalago Reviews

  • Bibliofilo
    2018-10-22 08:42

    Zuallererst ist zu sagen, dass der Roman - obgleich er an einem realen Ort spielt und somit den Besucher der norditalienischen Seen ansprechen kann - nichts mit den Lokalkrimis gemein hat, welche allein vom Lokalkolorit leben. Vielmehr wird mit unzähligen (und anfangs etwas verwirrenden) Verstrickungen von Einzelschicksalen nicht ohne Augenzwinkern ein absolut glaubwürdiges Gemälde einer Dorfgemeinschaft in der italienischen Provinz der 50er, 60er und 70er-Jahre geschaffen, indem mit viel Witz Historie, Politik, Ambitionen und Schicksale der Einwohner eines Orts am Comer See zusammengefasst werden. In seiner Menschlichkeit, der Gekonntheit der Wiedergabe der italienischen Seele" sowie in den Verweisen, was Italien in den Jahren bewegt hat, erinnert das Buch etwas an die Erzählungen von Guareschi um Don Camillo und Peppone.Hier spielt die Rolle des Katalysators jedoch nicht der urige Dorfpfarrer, sondern der Gemeindearzt, der gleichzeitig auch der lokalen Sektion der Kommunistischen Partei vorsteht. In der Figur des Dott. Tornabuoni - dessen Namen übersetzt soviel wie wieder gut geworden" bedeutet (ein Hinweis auf seine persönliche Geschichte) - fügen die verschiedenen Erzählstränge zu einem Ganzen zusammen, obwohl der Roman nicht so sehr von ihm, sondern von den Dorfbewohnern handelt, die um Dott. Tornabuoni kreisen: so lernt man u.a. Eraldo Bonomi (ital. Gutmensch") den Arbeiter und lokalen Vertreter der sozialistischen Partei PSIUP mit seinen Eheproblemen kennen , den rachsüchtigen Jagd- und Fischereiaufseher mit dem unangenehmen Namen Benito Vitali, die zwei Töchter des Industriellen Ing. Perdicane und viele mehr kennen. Das wirklich gewinnende am Buch sind genau diese Figuren, die - unabhängig davon, ob sie im Zentrum oder am Rande der Handlung vorgestellt werden (wie der aufgrund seines Glasauges Biglia" genannte Kioskbesitzer) - einen liebevollen Gesamteindruck des Lebens in der Provinz zu jener Zeit vermitteln. So entsteht ein liebevolles und kollektives Bild eines Orts (ähnlich wie So zärtlich war Suleyken" eines Lenz) vermittelt.Trotz dieses Augenzwinkerns", des Wohlwollens und der Frische mit der der Stoff erzählt wird, fehlt dem Buch nicht die Tiefe. In kurzen Kapiteln Leichtigkeit, Witz und süffisantem Stil angenehm zu lesen.