Read Die nackte Elite: Sex, Liebe und Moral im Leben der Manager by Silvia Jelincic Online

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Geld, Macht und Stress wie wirkt sich dieser Mix auf das Liebesleben von M nnern aus Silvia Jelincic hat mit Top Managern vom Airline Chef bis zum hochkar tigen Unternehmensberater gesprochen und ein elektrisierendes Sittenbild zusammengetragen Ein Report ber Ehen ohne Zeit, Nobelbordells, ukrainische Lustknaben, ewige Geliebte und die Frage, wie Monogamie trotzdem funktionieren kann In verbl ffend offenen Interviews spricht die Wirtschafts Elite ber Obsessionen, Potenz und Moral Zu Wort meldet sich neben den Unternehmern etwa auch der extrem medienscheue Chef des Luxusbordells Babylon, Peter Bretterklieber Ein schwuler hochrangiger Gewerkschafter beschreibt seine Liebesbeziehung zu einem Stricher Die Psychoanalytikerin Rotraud Perner, eine prominente Klatschkolumnistin, ein Urologe und ein Moral Theologe steuern Fachwissen bei Dazu kommt die von der Autorin exklusiv f r dieses Buch durchgef hrte erste Umfrage zum prek ren Thema....

Title : Die nackte Elite: Sex, Liebe und Moral im Leben der Manager
Author :
Rating :
ISBN : 3990010077
ISBN13 : 978-3990010075
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Edition a Auflage 1., Aufl 30 Oktober 2008
Number of Pages : 471 Pages
File Size : 867 KB
Status : Available For Download
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Die nackte Elite: Sex, Liebe und Moral im Leben der Manager Reviews

  • M. Meyer
    2018-11-12 16:21

    Einige Magager und Psychologen und Bordellbesitzer erzählen, was sexuell so läuft. Der Wahrheitsgehalt der Statistiken ist aus meiner Sicht zweifelhaft, erhebt aber wohl auch keinen Anspruch auf die absolute Wahrheit. Wer spannende Enthüllungen und faszinierende Einblicke erwartet, wird enttäuscht.Es wird ausführlich ausgezeigt, dass Manager nicht immer treu sind und welche Angebote es im Internet oder Bordellen für diese Zeilgruppe gibt. Für eine langweile Zugfahrt eine kurzweilige Lektüre, das wars aber auch.

  • Christine Reiterer
    2018-11-10 17:16

    Das Buch bleibt sehr an der Oberfläche. Die Interviews bringen nichts neues und überraschendes. "Skandalös" ist lediglich das Interview von Gregor Ulrich Henckel Donnersmark mit dem Titel "Europa ist ein sterbender Kontinent" ("Europa muss christlich sein, oder es wird gar nicht mehr sein - das muss man realistisch sehen.") und seine bigotte Moralpredigt über mehr Christlichkeit in Unternehmen. Da sind mir die "unmoralischen" a la Christian Rainer um vieles lieber.Vollkommen daneben ist diese angeblich wissenschaftliche Auswertung einer Umfrage mit 63 Fragebögen und den geführten Interviews.Alles in allem, man muss das Buch nicht gelesen haben!

  • Mario Pf.
    2018-11-12 22:11

    Um die Ehre der Manager ist es besonders in wirtschaftlich unsicheren Zeiten nicht bestens bestellt. Und es werden Schuldige für die Kündigungen, Umsatzeinbrüche und Verluste in Millionenhöhe gesucht, was das Scheinwerferlicht gnadenlos auf jene Führungskräfte richtet, welche die kontroversen Entscheidungen getroffen haben. Dabei es ist es nur verständlich, wenn man versucht diese Personen zu verstehen und sich ein Bild von ihrer Persönlichkeit zu machen, natürlich in der Hoffnung etwas zu finden, was man ihnen ankreiden kann, einen untrüglichen Makel, der es erlaubt die größten Skandale als unvermeidbare Konsequenz eines Charakterfehlers zu deuten, der die Verursacher zumindest aus der Sicht findiger Verteidiger von ihrer Schuld entlastet, wenn es nicht gelingt Verfehlungen jemand anders anzulasten oder unbeeinflussbaren Faktoren zuzuschreiben."Ein Großteil der Manager zeigt pathologische Züge", sagt die Sexualtherapeutin und Psychoanalytikerin Rotraud Perner, aber auch der bekannte Kriminalpsychologe Thomas Müller hat seinerzeit in "Gierige Bestie" davon berichtet, dass es Psychopathen durchaus in Chefetagen schaffen können und nicht selten für den Zusammenbruch von Firmen verantwortlich sind. Aus der Sicht Müllers sind das allerdings weit weniger als jene 90% von denen der Besitzer von Österreichs exklusivstem Luxusbordell, dem Babylon, annimmt dass sie die Dienste professioneller Liebesdienerinnen in Anspruch nehmen. Eine zweifelhafte moralische Integrität steht der Karriere bekannterweise nicht im Wege, doch zugleich muss sie auch nicht bedeuten, dass man jemandem gleich die Kompetenz absprechen kann. Die Führungsrolle verlangt allerdings auch eine gewisse Vorbildwirkung, sei es nun ob man diese idealtypisch verkörpert oder zumindest den Anschein zu wahren versteht.Als gängiges Argument gegen jeden Angriff mit der Moralkeule muss das Argument herhalten, dass man hier genau zwischen Arbeit und Privatleben unterscheiden muss, letzteres gehe niemanden etwas an. Problematisch nur wenn erfolgreiche Geschäftsabschlüsse mit dem Kunden vielleicht noch auf Firmenkosten im Bordell gefeiert werden und die von manchem Manager gezogenen angeblichen Grenzen verschwimmen, besonders wenn der Job zum Lebensinhalt geworden ist.Zusammen mit Bernhard Salomon hat Silvia Jelincic Manager, Prostituierte, Psychologen, Bordellbetreiber und Journalisten interviewt um ein konturreiches Bild vom Sexualleben der Wirtschaftselite zu zeichnen. Die zugrundeliegende Intention des Buches mag es sein, schockieren zu wollen, doch die Perspektiven die geboten werden sind alles andere als einseitig und erlauben tiefe Einsichten in die Gedankenwelten jener Wirtschaftstreibenden die immer wieder am Prager stehen. Es ist eine irritierende Offenheit, die so mancher, wie der Babylon-Chef Peter Bretterklieber an den Tag legen (S. 82): "Wir sehen immer nur die schönen Fassaden der tausend Menschen, mit denen wir zu tun haben. Nehmen sie FIA-Präsident Max Mosley. Ich kenne ihn. Der alte Depp lässt sich doch tatsächlich von fünf Prostituierten in eine Privatwohnung locken. Er gehört wegen Blödheit bestraft. Ein New Yorker Oberstaatsanwalt flog als Großkunde eines Escort-Services auf, auch kirchliche Würdenträger sind betroffen. Wie lange sind Sie Journalist? Haben Sie nichts gelernt? Glauben Sie noch immer an das Gute?"An der Situation wie sie ist, gibt es nichts zu beschönigen, was auch kaum einer der Interviewten versucht. Für die einen ist die käufliche Befriedigung eine Möglichkeit sich abzureagieren, andere finden sogar Bordelle würden Ehen retten und manch einer weigert sich einfach an den Mythos Liebe zu glauben. Vergessen darf man bei so manch geschliffener Bemerkung dennoch nicht, die "Angeklagten" sind oft langjährig darin geübt ihre Version der Wahrheit zu verkaufen, es fällt ihnen daher nicht schwer diese Marketingstrategien auch auf sich selbst und das persönliche Sexualleben bzw. das der Kollegen anzuwenden. Diese teils arrogant wirkende Selbstbeweihräucherung und Geltungssucht verleiht so manchen Aussagen durchaus schalen Nachgeschmack.Was auch immer man von Diskussionen um den lockeren Umgang von Managern, Politikern und Würdenträgern mit ihrer Sexualität halten mag, "Die nackte Elite" bietet einen Einblick in die Szene und verschiedene Standpunkte. Ärgerlich kann dabei vor allem sein, wenn man an eine fehlerhafte Ausgabe des Buches gerät, wo die Seiten 193-208 und damit das gesamte Interview mit profil-Herausgeber Christian Rainer fehlen. Ebenso wird es manchen vielleicht ärgern dass die Grundintention des Werks darin besteht, moralische Verfehlungen aufzuzeigen, die von vielen in tröstlichem Halbwissen hingenommen werden. Der Grundtenor, der als unmoralisch hingestellten ist sich dabei verständlicherweise sehr ähnlich, denn jeder, der die Chance und Möglichkeit dazu hätte (vielleicht mit Ausnahme einiger weniger Moralapostel und Leuten mit anderen Problemen) würde sich solche Gelegenheiten nicht entgehen lassen.Fazit:Schonungslos offenherzige Interviews mit unterschiedlichen Standpunkten, nehmen dem Werk zwar nicht seine verständliche Voreingenommenheit, verleihen ihm allerdings einen einzigartigen Charakter.[Diese Rezension basiert auf einem kostenfreien Rezensionsexemplar]

  • Fuchs Werner T. Dr
    2018-11-24 22:27

    Josephine Mutzenbacher ist so wenig ein Meisterwerk der erotischen Literatur wie "Die nackte Elite" ein Höhepunkt des Recherchierjournalismus. Aber beide Bücher dümpeln auch nicht in den Niederungen billiger Machwerke, sondern sind gute Handwerkskunst. Ohne Doppelbedeutung. Seit in den Medien jeder und jede über seine persönliche Neigungen sprechen darf und soll, sind nur die ganz Naiven der Meinung, Sodom und Gomorra handle von einem menschlichen, lokalen und historischen Ausnahmestatus. Allerdings finde ich den Ansatz etwas merkwürdig, Manager als eigene Unterart der menschlichen Spezies zu sehen, als hätten Vertreter dieser Funktionsstufe einen anderen Hormonhaushalt und spezielle neuronale Verschaltungen. Da ich mich in einem solchen Denkmodell fremd fühle, stoßen mir auch viele Aussagen in diesem Buch auf. Bezeichnenderweise hören wie sie meist aus der therapeutischen Ecke, aus der die übrige Welt schnell pathologisch aussieht.Den vierzig Interviews durch drei Kapitel eine Ordnung zu geben, wäre nicht zwingend gewesen. Denn unter der Überschrift "Moral" finden sich ebenso Aspekte von "Sex", wie unter "Liebesdinge" Fragen der Moral auftauchen. Warum zum Schluss noch der obligate Psychologe mit der Auswertung einer Umfrage zu Worte kommen muss, verstehe ich überhaupt nicht, zumal seine Arbeit alles andere als repräsentativ und wissenschaftlich ist. Die langweilige Zahlenübersicht dient wohl auch mehr der Legitimation eines harmlosen Journalistenprojekts als dem Erkenntnisgewinn des Lesers. Unterhaltsamer und zuweilen spannender sind die Interviews. Wenig überraschend ist es, dass sich die anonymen Gesprächspartner tendenziell offener äußern als Manager, die mit vollen Namen und Bild zu ihren Meinungen stehen müssen. Bunte Vögel, Künstler und der Besitzer des Nobelbordells Babylon sind da die Ausnahmen. Von willkommener Eigenwerbung für die österreichische Puffkette kann natürlich nicht die Rede sein, werden solche Adressen ohnehin zwischen potenziellen Interessenten ausgetauscht.Bleibt die Frage, was abstinente und moralisch sattelfeste Leser von diesem Insiderbericht lernen können. Ohne mich dieser Gruppe sehr verbunden zu fühlen, halte ich den Erkenntnisgewinn für gering. Manager haben Triebe, Wünsche und Vorstellungen wie andere Männer auch. Aber um nicht gleich vom Bäcker und Telefoninstallateur erkannt zu werden und ihre nicht ganz gesellschaftskonformen Bedürfnisse standesgemäß befriedigen zu können, bezahlen sie in der Regel etwas mehr als Otto Normalfreier. Nur in den Rechtfertigungen ihres Tuns sind die dann mit dem gemeinen Volk wieder auf Augenhöhe. Den Puffbesuch durch Verweis auf ihr überdurchschnittliches Arbeitspensum und cleveres Zeitmanagement zu legitimieren, ist eher peinlich als originell. Da in der Karriereleiter von Frauen nach dem mittleren Kader oft die Sprossen fehlen, ist es nur logisch, dass in diesem Buch vor allem die Männer im Scheinwerferlicht stehen. Und wenn das Wort denen erteilt wird, die Managern das harte Berufsleben etwas leichter machen, erinnert man sich als Leser lieber an Bücher, in denen Callgirls die Hauptrolle erhalten haben. Zum Beispiel Jeannette Angellen und ihr Bericht "Callgirl: Meine lukrative Exkursion in das älteste Gewerbe der Welt."Mein Fazit: Wäre das Buch vor einigen Jahrzehnten erschienen, hätte es wohl für Furore gesorgt. Jetzt ist es einfach ein Bericht über Verhaltensmuster, die einige stören, andere verwundern und viele für ihr eigenes Wohlbefinden für unverzichtbar halten. Immerhin ist es der Journalistin Silvia Jelincic gelungen, einige Personen vors Mikrofon und die Kamera zu locken, die einen gewissen Prominentenstatus haben und sogar kluge sowie überraschende Statements zum Besten geben. Ob auch in Zukunft noch so viele Geschäftsessen in Nobelbordellen stattfinden werden, wage ich angesichts der wirtschaftlichen Turbulenz zu bezweifeln.