Read Psycho, 5 Audio-CDs by Robert Bloch Online

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Marion Crane hat ihren Chef um 40.000 Dollar erleichtert und muss fliehen Auf der Suche nach einer Unterkunft f r die Nacht st t sie auf ein verlassenes Hotel, das der seltsame Norman Bates und seine Mutter betreiben Das traute Heim wird schnell zur t dlichen Falle Mary wird unter der Dusche erstochen Als Privatdetektiv Arbogast, Marys Verlobter und ihre Schwester auf der Suche nach der Gefl chteten in Bates Hotel landen, ahnen sie, dass hier mysteri se Dinge vor sich gehen.Die grandiose Romanvorlage zu Hitchcocks erfolgreichstem Film erstmals in einer schaurig spannenden Lesung mit Matthias Brandt....

Title : Psycho, 5 Audio-CDs
Author :
Rating :
ISBN : 3898139751
ISBN13 : 978-3898139755
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : DAV 24 April 2010
Number of Pages : 482 Pages
File Size : 885 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Psycho, 5 Audio-CDs Reviews

  • Peter Wacker
    2019-01-31 16:37

    Ich schätze die Werke von Robert Bloch sehr! Als Horrorschriftsteller im Fahrwasser H.P. Lovecrafts war Bloch großartig, aber auch als Autor psychologischer Kriminalstücken, wie etwa "Der Schal" oder halt "Psycho"! - Die Handlung des Romans "Psycho" sollte hinlänglich bekannt sein, vor allem da der Film ja berühmter ist als die literarische Vorlage! Nun: das Hörbuch! Die Aufmachung des Hörbuchs ist sehr gelungen. Das kleine Booklet ist interessant und kurzweilig zu lesen, aber vor allem muss dem Hörbuch 5 von 5 Punkten gegeben werden, da Matthias Brandt den Roman einfach gigantisch vorträgt. Bereits der Einstieg im Bates Wohnzimmer während der Regennacht ist mehr als fesselnd! Brandt liest nicht nur, er achtet in seinem Vortrag auf die kleinsten Nuancen aus Paranoia, Wahnsinn und Spannung und so schafft er es eine Atmosphäre zu erzeugen, die man als Kino im Kopf bezeichnen könnte und dabei wird der Hörer feststellen, die literarische Vorlage ist besser als der Hitchcock-Film! Ich habe das gesamte Hörbuch an einem Stück durchgehört, obwohl ich die Story kannte, einfach weil es so gut, so in seinen Banne ziehend gelesen ist!!!

  • RUMBURAK
    2019-02-16 10:23

    "Psycho" ist Hitchcocks bekanntester und vielleicht für das Kino nachhaltigster Film.Stellt er doch mit dem ebenfalls neue, tabubrechende Wege gehenden "Peeping Tom" eine Zäsur in der Geschichte des Horrorfilms dar. Zum ersten Mal wurde so eklatant das Entsetzen , die schockartige Verstörung nicht von übernatürlichen Monstern, wahnsinnigen Wissenschaftlern oder blutsaugenden Dämonen der Nacht verkörpert, sondern die verquere, unheimliche und schizophrene Psyche eines sympathisch und galant schüchternen jungen Mannes ist es ,die bis heute verunsichert."Psycho" brachte den Horror in unsere Wohnstuben, auch zum ersten Mal durch die Verbindung von produzierender Fernsehanstalt und Kinofilmstudio.Der freundliche Nachbar neben an ist es nun, der uns tödlich gefährlich werden kann.Viel furchterregender als jedes alte Universal- oder Hammer-Film Monster."Psycho" markiert wie kein anderer Film die Schnittstelle zwischen viktorianischem altem Horror (das spukhafte Bates-Haus, die mumifizierte Mutter), sowie dem modernen Horror der psychischen Deformation, der graphischen Gewalt, der sexuell-freudianischen Störungen.Nie vorher wurde in einer Spirale nach unten Ehebruch, Diebstahl, sexuelle Begierde, Mord, Schizophrenie so in Bildern thematisiert.Vom Schnitt, Zuschauermanipulation, Thematik beeinflusste er die Nouvelle vague, den Slasher Film und endlose weitere Filmgenres.Doch ganz vergessen wird dabei der Mann der "Psycho" schrieb.Der Autor Robert Bloch hatte zeitlebens damit zu kämpfen, daß seine erdachte Geschichte ein Hitchcock-Klassiker wurde, er aber trotz großartiger und zahlreicher anderer makaberer Werke weitgehend in Vergessenheit geriet. Hitchcock ,ganz der Egomane, der nie davor zurückschreckte, für seine Visionen alles und jeden zu opfern, kaufte sämtliche gedruckten Exemplare von Blochs "Psycho" vor dem Filmstart auf, um nur ja den Überraschungseffekt bei seinem Film nicht zu gefährden. Was blieb war Hitchcocks Meisterwerk, von Bloch war nicht mehr die Rede.Und tatsächlich hat Hitchcock die Grundgeschichte um einige Umdrehungen raffinierter angelegt.Er machte die Sekretärin Marion Crane von Anfang bis zur 45. Minute zur Hauptdarstellerin, ließ das Publikum ob seiner tatsächlichen Storywendungen vollkommen im Dunkeln.Da ist Robert Blochs Vorlage, die schon auf der ersten Seite Norman Bates als Hauptfigur einführt etwas mehr den konventionellen Spielregeln verpflichtet. Auch ist sein Norman ein behäbiger, schwitzender und auch äußerlich kindlich, unattraktiver Mann, während Hitchcock das Grauen potenziert in dem Anthony Perkins natürlich auch von seiner Statur sehr vertrauenerweckend, sportlich und gutaussehend ist. So sollte man sich bei dieser Lesung also schnellstmöglich von den Darstellern des Films geistig lösen. Denn auch Robert Blochs Roman überzeugt mit dem ein oder anderen anders gelagerten Schwerpunkt auf ganzer Linie. Selten wurde man von der Geschichte und dem hervoragenden Leser Matthias Brandt so schnell in eine Stimmung hineingezogen. Er weiß die richtigen Akzente zu setzen, die Luft knistert und wir sind gefangen von seiner Simme, seinem Erzähltempo. Eigentlich sollte man diese knapp sechs Stunden am Stück hören, um sich nicht aus dieser Atmosphäre herausreißen zu lassen. Also lieber Interessent, nicht geeignet für Autofahrten oder Nebentätigkeiten.Ziehen Sie die Vorhänge vor, stellen Sie ein Glas Rotwein bereit und hören Sie einfach der raunenden Stimme zu...Die Regentropfen trommeln gegen die Fenster des alten Hauses. Bates sitzt in seinem Sessel und liest gerade ein Buch über bizarre, menschliche Opferriten bei den Inkas. Diese häuteten ihre Opfer und benutzten den Torso als Trommel, als Klanginstrument,... da plötzlich schreckt er von seiner Lektüre hoch. Hat nicht eben seine Mutter nach ihm gerufen? Jetzt bemerkt er, er hat die Beleuchtung des Motels vergessen.Abgelegen und verlassen ist es seitdem die neue Strasse gebaut wurde.Und nun hört er auch ein Auto.Eine junge Sekretärin auf der Flucht wird sich in sein Schattenreich verirren........"....und da, da ist... Sie wissen schon... das Badezimmer..."

  • Helga Kurz
    2019-02-03 11:17

    Sowie Mary das dicke, bebrillte Gesicht sah und die leise, zaghafte Stimme hörte, war ihr Entschluss gefasst. Hier konnte sie unbesorgt übernachten.Ein krasser Fall von Fehleinschätzung! Wenige Stunden später wird Janet Leigh als Marion Crane, im Buch Mary, in der bekanntesten Duschszene der Filmgeschichte erstochen. Die Frage stellt sich sofort: Kann man Psycho überhaupt lesen (oder wie in diesem Fall als ungekürztes Hörbuch hören) ohne den Film aus dem Kopf zu bekommen? Nein, kann man nicht. Lohnt es sich dann überhaupt, dieses Buch, dem der Film dann doch sehr nahe bleibt, überhaupt in die Hand zu nehmen? Unbedingt! Es ist unter verschiedenen Aspekten interessant, sich damit zu beschäftigen. Was sofort abweichend auffällt, ist das Äußere von Norman Bates. Aus dem im Buch beschriebenen dicken und in seiner Art abstoßenden Sonderling (der ein Doppelgänger des Buchhändlers Kimmel in Highsmith’ „Der Stümper“ sein könnte) wird im Film ein schlanker, jungenhafter, gut aussehender und fast sympathisch wirkender Psychopath, der für immer mit dem Äußeren von Anthony Perkins verbunden bleiben wird. Übrigens hätte Hitchcock, dem man auch so manche absonderlichen Charakterzüge nachsagt, durchaus die Buchfigur selbst perfekt verkörpern können. Der aber wollte, auch im Interesse des kommerziellen Erfolgs seines Films, einen zwielichtigen Beau. Glattes Kino auf der Schwelle zu den 1960er Jahren eben, heute würde man vielleicht anders entscheiden (und nur noch sehr wenig, wenn überhaupt irgendetwas, der Fantasie des Publikums überlassen). Aber damals hielt man das Kinopublikum noch weitgehend für unmündig, da war vor allem der Moralkodex noch so streng, so dass eine typische erotisch-unerotische Hitchcockblondine im gepanzerten BH und die zum ersten Mal überhaupt im Film zu sehende geöffnete Toilette mit Spülung hart an der Grenze des Skandals entlangschürfte. Alles durfte angedeutet, nichts gezeigt werden. Die Einblicke in die Psyche des Mörders in der Schärfe, wie sie der Autor Bloch bot, wollte und durfte (Zensur) man dem Kinobesucher damals noch nicht zumuten. Schizophrenie, multiple Persönlichkeiten, inzestuöse Beziehungen und andere in dieses Raster passende, nur hinter vorgehaltener Hand erwähnten Dinge waren in die Häuslichkeit der Küchenpsychologie noch nicht vorgedrungen und Mary wurde unter der Dusche auch nicht erstochen, sondern… Ansonsten ist diese Szene weniger spektakulär als die im Film.Robert Bloch war ein beliebter Autor von Sciencefiction- und Horrorgeschichten, der viel geschrieben hat. In Erinnerung bleibt er, wenn überhaupt, als der Mann, der „Psycho“ ersann und wie es die Legende will, diese Geschichte in nur sechs Wochen zu Papier brachte. Angeregt dazu wurde er 1957 durch einen Zeitungsartikel über einen perversen Serienmörder, derselbe, der auch Thomas Harris zur Figur des Kannibalen in „Das Schweigen der Lämmer“ inspirierte. Lesend oder hörend ist man empfänglicher für Details, und so ist das (Hör)buch eine aufschlussreiche Zeitreise in die 1960er und eigentlich auch noch 1950er Jahre, die nicht nur die verlogene Moral Hollywoods aufblitzen lässt, sondern auch das Ideal des guten weißen ländlichen Amerikas entlang der Highways, die bereits dabei waren, ihre Bedeutung an die Interstates zu verlieren, aber den Status der Legende noch lange nicht erreicht hatten. An so einer Straße liegt das noch nicht einmal so sehr heruntergekommene Motel der Bates und dahinter das Wohnhaus, auch wesentlich weniger spektakulär als das im Film, wo es eher einem viktorianischen Herrenhaus nacheifert. Diese liebevoll aufgebaute Szenerie nebst so dickleibigem wie gutmütigem Sheriff, der sonntags mit seiner so unscheinbaren wie mildtätigen Frau die Messe besucht, weit und breit keiner mit scharfen Zügen und verspiegelter Brille, vertieft nicht nur die Abgründe der Geschichte, sie sagt darüber hinaus eine Menge über ein Frauenbild aus, von dem wir annehmen, dass wir das gründlich hinter uns gebracht haben. Heilige oder Hure, ehrbare Mutter, Ehefrau, Hausfrau oder Schlampe, dazwischen die Zwitterfrauen, die sich ein eigenes Leben in ehrbaren, allerdings stets männerunterordnenden Berufen erkämpfen, die Suche nach Mister Right dabei aber niemals aus den Augen lassend. Mary ist so eine Frau, eine Sekretärin, der mit knapp Dreißig bereits das Schreckgespenst der alten Jungfer im Nacken sitzt. Das ist der Hauptauslöser für ihren Diebstahl, dem Autor und Regisseur freilich der Reinheit wegen die baldige Reue und leider durch äußerst bedauerliche Folgen der Tat vereitelte Umkehr beigemischt haben. In der ländlichen Idylle müht sich ihr Freund, ein kleiner, ehrbarer Ladenbesitzer an einer der zahllosen Main Streets Amerikas damit ab, die Schulden seines Vaters abzuarbeiten, damit er heiraten und ein respektabler Ernährer seiner künftigen Familie werden kann mit Hausfrau Mary als Mutter seiner Kinder. Die aber trifft auf Bates und vorbei ist dieser Traum; ein neuer wird in der Gestalt von Marys Schwester nur angedeutet, wenn auch die Ausflüchte, die sich ihr Freund schon alsbald zurechtschustert, sehr dafür sprechen. Im Mittelpunkt steht das Dunkle, das Schreckliche, das das alltägliche Gesicht von Norman Bates trägt und die Idylle unaufhaltsam zur Hölle schickt. Ein interessantes Buch seiner Zeit, ein mit angenehmer und gekonnt intonierter Stimme von Matthias Brandt vorgetragenes Werk, das mit seiner vordergründigen Unaufgeregtheit geschickt das Verbrechen und seine Begleitumstände kontrastiert. In diesem Fall kann man getrost auf das Hörbuch ausweichen, ohne dass man etwas versäumt. Das Buch selbst wird jedoch immer von einem solitären Filmkunstwerk überlagert werden. Hitchcock ließ übrigens vor der Premiere alle verfügbaren Exemplare des Romans aufkaufen. „Wer wissen will, wer der Mörder ist, soll ins Kino gehen.“ Noch ein Schlaglicht auf eine Zeit, die unendlich weit zurückzuliegen scheint. Erstaunlich bleibt auch in unserer abgeklärten Zeit, warum Hitchcock für keinen seiner Filme jemals einen Oskar bekam. Das macht für dieses Mal nicht den Regisseur, wohl aber den Preis suspekt.