Read Asiatische Philosophie: Schopenhauer und Buddhismus (Interkulturelle Bibliothek) by Tuan Tran Online

asiatische-philosophie-schopenhauer-und-buddhismus-interkulturelle-bibliothek

F r Arthur Schopenhauer 1788 1860 ist die Philosophie kein Glasperlenspiel weniger privilegierter Geisteswissenschaftler f r ihn ist sie ein universales Mittel, mit dem sich jeder Mensch aus seinem Leiden befreien kann Vor allem im Buddhismus sah Schopenhauer eine willkommende Best tigung seiner Willensphilosophie und vor allem seiner Leidensauffassung Dieser Band versucht m gliche Parallelen zwischen der Schopenhauerschen Philosophie und dem Buddhismus aufzuzeigen und sie anschlie end kritisch zu beurteilen Anhand von sieben Punkten wird systematisch in der Schopenhauerschen Philosophie nach buddhistischen Elementen gesucht Dabei wird stets die Frage gestellt, inwiefern Schopenhauers Philosophie als eine asiatische Philosophie bezeichnet werden kann....

Title : Asiatische Philosophie: Schopenhauer und Buddhismus (Interkulturelle Bibliothek)
Author :
Rating :
ISBN : 3883091871
ISBN13 : 978-3883091877
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Traugott Bautz Auflage 1., 18 Januar 2007
Number of Pages : 130 Seiten
File Size : 995 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Asiatische Philosophie: Schopenhauer und Buddhismus (Interkulturelle Bibliothek) Reviews

  • Markus Henn
    2018-10-30 10:19

    Leben ist Leiden: zu dieser Erkenntnis trägt nicht nur das Leben selbst bei, sondern auch viele Weise wurden und werden nicht müde, sie zu vertiefen und zu verbreiten. Buddha und Schopenhauer zählen dazu, sogar zu den Eifrigsten. Deshalb liegt es nahe, sie gemeinsam zu betrachten, und dies tut Tuan Tran in seinem Werk Asiatische Philosophie. Schopenhauer und Buddhismus", erschienen in der Reihe Interkulturelle Bibliothek". Zu Beginn wird eine kurze und klare Übersicht über das Leben und die Lehre Buddhas gegeben, die später für jeden, der nicht schon kundig ist, als gute Orientierungshilfe dienen kann. Es folgt eine Kurzbiographie Schopenhauers und ein paar Worte zur Rezeptionsgeschichte des Buddhismus in Europa. Hier wird darauf hingewiesen, dass sich eine wissenschaftliche Rezeption, die auch die verschiedenen Entwicklungsstufen des Buddhismus erfasst, erst wirklich nach und dank des Wegbereiters" (Tran) Schopenhauer entwickelte. Dieser selbst stützte sich somit auf ein unvollständiges Bild des Buddhismus, was aber weder den Einsichten noch der großen Begeisterung Schopenhauers für den Buddhismus besonders im Weg stand. Im Hauptteil des Buches wurden anschließend die Lehren des Buddhismus systematisch mit denen Schopenhauers verglichen. Als Vergleichspunkte wählt Tran die Auffassungen von Diesseits (Sansara oder die Welt als Wille und Vorstellung) und Jenseits, das Leiden, die Ethik, die Erlösung und das Nichts.Tran zeigt, dass sich in beiden Lehren viele gleiche Elemente finden (ergo: buddhistische Elemente in Schopenhauers Philosophie). Tran belegt dabei nicht nur die Gleichheit einzelner Elemente, sondern sogar die Wesensgleichheit beider Lehren: Beide gehen von der Leidhaftigkeit des Lebens aus und versuchen, einen Weg der Erlösung von diesem Leiden zu weisen. Bei Buddha ist dieser pragmatische Kern unbestreitbar. Doch auch Schopenhauer, eigentlich stärker der Metaphysik verbunden, hat in Trans Lesart die Erlösung als letztes Anliegen und so wird aus dem Metaphysiker schließlich ein ethisch motivierter Erlösungsprediger. Ob Schopenhauer damit zuviel Ethik nachgesagt wird, sei dahingestellt - ihm selbst hätte es wahrscheinlich geschmeichelt.Die Reihe, in der das Buch erscheint, legt die Frage nahe, ob Buddha und Schopenhauer eine interkulturelle (richtiger wäre: akulturelle) Lehre bieten. Es gibt auf dem heutigen Stand der Welt sicherlich kein dringenderes philosophisches Anliegen als eine Lehre, die alle Menschen auf der Welt teilen könnten, die nicht nur die Kulturen verbindet, sondern sie überwindet. Dass Buddha und Schopenhauer hierzu etwas beitragen können, wird in Trans Buch zweimal am Rande deutlich, müsste aber - in einem anderen Buch? - näher behandelt werden. Dies schmälert aber nicht den Wert dieses Bandes, der als Einführung in zwei oder besser eine bedeutende philosophische Lehre empfohlen werden kann.