Read Wegweiser Kunst für München im öffentlichen Raum 1972-1997 by Petra Giloy-Hirtz Online

Title : Wegweiser Kunst für München im öffentlichen Raum 1972-1997
Author :
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ISBN : 3880349576
ISBN13 : 978-3880349575
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Hugendubel 1997
Number of Pages : 173 Pages
File Size : 896 KB
Status : Available For Download
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Wegweiser Kunst für München im öffentlichen Raum 1972-1997 Reviews

  • Thomas Emden-Weinert
    2018-11-12 10:38

    München ist die Skulpturhauptstadt Deutschlands, insbesondere wenn es um moderne Kunst geht. 70 der zahlreichen Kunstwerke stellt dieser Kunstführer, der auf Veranlassung zweier Stadträte entstand, jeweils auf einer Doppelseite mit durchweg sehr guten (allerdings etwas matt abgedruckten) Farbfotos vor.Die Auswahl zeigt nicht nur, wie viele bedeutende Künstler in München vertreten sind, so etwa Rudolf Belling, Max Bill, Jonathan Borofsky, Dan Flavin, Rupprecht Geiger, Erich Hauser, Bernhard Heiliger, Henry Moore, Ulrich Rückriem. Renommierte Künstler mit Bezug zu München (alle jeweils mit mehreren Werken im öffentlichen Raum Münchens vertreten) sind im Führer stets mit einem Werkportrait vertreten, so z.B. Stephan Huber, Fritz Koenig, Leo Kornbrust, Alf Lechner, Olaf Metzel, Eduardo Paolozzi, Rudolf Wachter. Der Führer spannt dabei einen Bogen von im Rahmen von Kunst am Bau aufgestellte Plastiken im Außenraum, Kunstwerken im Inneren von Gebäuden (z.B. bei Siemens AG, Oberfinanzdirektion, Dresdner Bank, Lenbachhaus) bis zur Kunst in öffentlichen Parks (z.B. Pinakotheken, Olympiagelände). Die Bandbreite reicht dabei von Brunnen, Gemälden, Bronzen über Stahlskulpturen bis hin zu Konzeptkunst und Lichtkunst.Zusammen mit den im Anhang aufgeführten verzeichnet der Führer insgesamt 177 Kunstwerke. (Bedauerlich, aber unumgänglich ist, dass bei den meisten davon auf eine Abbildung verzichtet werden musste.) An der Auswahl der Kunstwerke beteiligt waren Baureferat, Kulturreferat, das Lenbachhaus sowie das Münchner Stadtmuseum. Die Auswahl präsentiert sich entsprechend abgerundet, auch wenn etliche Arbeiten fehlen - unter den prominenteren: Ingo Glass, Fritz Koenigs "Große Blattfigur" (1996), Alf Lechners "Zueinander" (1996), Heinz Mack (vor der Universitätsbibliothek der Bundeswehr), George M. Rickey (in Neuperlach Zentrum), Mauro Stacciolis "Ring" (1996), László Szabós "Sonnengott", André Volten (am Europäischen Patentamt) oder Rudolf Wachter (im Westpark). Fotos auf Welt-der-Form machen Appetit auf diese sowie einige seit dem Jahr 1997 hinzugekommene Kunstwerke (darunter Arbeiten von z.B. Eduardo Chillida, Olafur Eliasson, Alf Lechners, Olaf Metzel, James Reineking, Franz West).Eine Besonderheit des Führers ist, das sich die Beschreibungen der im Hauptteil portraitieren Kunswerke (neben technischen Angaben) auf ein Künstler-Zitat beschränken. So erhellende diese Zitate im Einzelfall sind: ein Verständnis für das abgebildete Kunstwerk und seine Einordnung ist dadurch meist nur sehr eingeschränkt möglich. Durchschnittlich eine halbe Seite ist jeweils einer Minimalbiografie des Künstlers gewidmet, die sich auf 17 bis bestenfalls 75 Worte zum Lebenslauf sowie eine (z.T. längliche) Liste von Einzel- und Gruppenausstellungen beschränkt. Hier ist zu viel Platz verschenkt worden, um "wegweisend" zu sein.Zusammenfassend kann man sagen: ein Appetitmacher, der Lust auf mehr macht.