Read Laleo - Die geraubte Steinzeit. Als Zahnarzt bei den letzten Naturvölkern by Roland Garve Online

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Seit vielen hundert Jahren rauben Zivilisierte den Naturv lkern ihr Land und ihre Kultur Jetzt sind die letzten hundert isolierten St mme bedroht Kaum einer wei besser dar ber Bescheid als der L neburger Zahnarzt und V lkerforscher Roland Garve Seit ber zwanzig Jahren reist er in die entlegensten Regionen der Erde am as, in der Kalahariw ste oder in der S dsee Mehr als siebzig Expeditionen haben ihn zu Indios, Pygm en, Papuas und anderen Urv lkern gef hrt Er hat ihnen die Z hne behandelt und ihr Leben dokumentiert seine ethnologischen Fernseh lme haben ihn bekannt gemacht Im neuen Buch schildert Roland Garve den Kampf um gesicherte Schutzgebiete f r die letzten Steinzeitmenschen Staud mme, lbohrungen und fortschreitende Abholzung bedrohen ihre R ckzugsr ume in den Regenw ldern Garve erz hlt, wie sich die Ureinwohner zwischen Tradition und Moderne bewegen und um ihr berleben k mpfen Er pl diert f r Respekt gegen ber den Stammesv lkern, f r den Schutz ihres Lebensraums und eine selbstbestimmte Zukunft Laleo Die geraubte Steinzeit ist die Fort setzung seiner abenteuerlichen Lebensgeschichte aus Kirah Der wei e Fremde , illustriert mit spektakul ren Fotogra en Wegen der aktuellen E10 Diskussion sind die Kapitel ber die Rohdung des Regenwaldes, ihre Ursachen und Folgen von bedr ckender Aktualit t....

Title : Laleo - Die geraubte Steinzeit. Als Zahnarzt bei den letzten Naturvölkern
Author :
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ISBN : 3861535467
ISBN13 : 978-3861535461
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Ch Links Verlag Auflage 1., Auflage 29 September 2009
Number of Pages : 576 Pages
File Size : 860 KB
Status : Available For Download
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Laleo - Die geraubte Steinzeit. Als Zahnarzt bei den letzten Naturvölkern Reviews

  • kreisleriana
    2019-05-18 12:57

    etwas irreführend ist jedoch der Titel, denn um die "Laleos" , die weißen Dämonen=Fremden der Korowais, geht es nur in drei Kapitel des Buches, der Rest des Buches handelt von anderen ethnischen Kulturen auf diesem Planeten.Die drei Kapitel über die Korowais ( und Dins) in Papua sind authentische Reisebeschreibungen wobei es besonders interessant ist, was sich während drei Besuchen im Abstand von mehreren Jahren im Leben dieser Menschen alles änderte.Allein auf Grund des letzten Kapitels, das dem Buch den Namen gibt, für jeden Leser zu empfehlen.Die Zerstörung indigener Kulturen durch christliche Missionare ( die eigene Flugzeugstaffeln und Hubschrauber zur Verfügung haben) in verhängnisvoller Kooperation mit korrupten Regierungen und skrupellosen Konzernen ( die Palmölindustrie, Tropenholzmafia und Rohstoffkonzerne wie die Freeport Goldmine werden angeführt) kann nicht genug angeprangert werden, die Machtlosigkeit gegen diese Zerstörung hinterlässt bei jedem Besucher dieser Völker und dem Leser dieses Buches Trauer und Wut.Das Buch lässt die Frage offen, ob -wie der Autor erwägt - Versuche seinerseits unternommen wurden, die Völker Papuas zu schützen. Nach Stand 2015 ist die Situation ähnlich wie 2009 , als das letzte Kapitel geschrieben wurde. Von Schutz indigener Kulturen kann keine Rede sein, im Gegenteil, die indonesische Besatzungs-Regierung bestärkte nach einer offiziellen Volkszählung der Korowais sogar öffentlich ihren Willen, die einheimischen Menschen aus ihren Territorien zu "holen" und ihnen den "Genuss" der indonesischen Kultur zukommen zu lassen..... was soviel bedeutet, wie sie in Slums umzusiedeln und dort verkommen zu lassen, anstatt den letzten 3000 dieser Menschen ein würdiges und glückliches Leben nach Jahrtausende alter Tradition zu belassen.Als Kritikpunkte an Roland Garve muss man jedoch anführen:1) der Autor bereist als Abenteuertourist indigene Völker (er bietet dabei löblicherweise seine Fertigkeiten beim Ziehen von schlechten Zähnen kostenlos an, trotzdem sind diese Reisen sicher nicht als Berufsreisen anzuerkennen, sondern haben eindeutig touristischen Abenteuercharakter). Zugleich beklagt er jedoch, etwa bei den Giraffenhalsfrauen in Thailand, dass auch "gewöhnliche" Touristen Zugang zu den Dörfern haben und fotografieren dürfen - was denn nun? muss man sich fragen: der Autor darf als Tourist sehr wohl indigene Völker besuchen, andere Touristen dürfen das aber nicht ? Dass in Brasilien ein französisches Filmteam kostenpflichtig einen Indianerstamm besuchen und filmen durfte, ihm aber der Zutritt verwehrt wurde, bringt den Autor dann völlig empört aus der Fassung.2) Der gleiche Vorwurf gilt für das offen zugestandene Interesse des Autors nach einem "Erstkontakt", nur vergisst er dabei, dass nicht nur Missionare bislang unkontaktierte Völker mit Masern und Grippeviren anstecken können, wie er schreibt, sondern auch er selbst sie mit einem für uns harmlosen Virus tödlich infizieren könnte.

  • Wolfgang W.
    2019-05-04 13:46

    Besonders die Teile über Westpapua haben mich fasziniert, da sie genau meine Erlebnisse vor Ort in diesem Jahr (2015) widerspiegeln. Derzeit ist zwar alles ruhig dort, aber der Stolz der Papuas ist nicht gebrochen.

  • timediver®
    2019-05-14 15:43

    "Wäre die Welt eine Bank, dann wäre sie bereits gerettet."(Greenpeace)Das im September 2009 erschienene, mit seinen 23,8 x 16,4 x 2,4 cm großformatige Softcover "Laleo - die geraubte Steinzeit. Als Zahnarzt bei den Naturvölkern" ist die Fortsetzung von "Kirahe - Der weiße Fremde. Unterwegs zu den letzten Naturvölkern" (2007)..........der ursprünglich avisierte Titel "Tellerlippenfrauen, Giraffenhälse und Nasenpflockmenschen" der sich auf Afrika, Asien und Ozeanien konzentrieren sollte, wurde aufgrund aktueller Ereignisse und zweier Abstecher an den Amazonas modifiziert.Das Buch berichtet davon, was mit den letzten Steinzeitmenschen geschieht, wie ihnen ihre Kultur und Traditionen geraubt werden und fordert Respekt, Achtung und Rücksichtnahme für unsere "primitiven" Verwandten. Das Erstaunen darüber, wenn wieder ein Stamm entdeckt wird, der noch niemals einen "Weißen" gesehen hat, reicht nicht aus, wenn kurz darauf achselzuckend zur Kenntnis genommen wird, dass diese "Wilden" einem Ölfeld, Goldsuchern oder anderen Segnungen der Zivilisation weichen müssen. Konzertierte Aktionen zum Schutz der Menschen und ihres Lebensraumes, gegen Vertreibung und Unterdrückung wie im brasilianischen Amazonas, wo staatliche Indianerbehörden, Menschenrechtsgruppen und Hilforganisationen, wie z. B. die Gesellschaft für technische Zusammenarbeit, erfolgreich zusammenarbeiten, müssen auch andernorts auf der Welt Schule machen.....In der Sprache der Korowai, einem Stamm der im Tiefland von West-Papua lebt, ist "Laleo" die Bezeichnung für "weiße Dämonen", die als sogenannte Zivilisierte ihre Lebensweise mitbrachten, die nun unaufhaltsam den letzten Steinzeitkulturen den Garaus macht..........Profitgier und Ignoranz, aber auch gezielte,ideologisch begründete Zivilisationswut von Regierungen, Behörden und Missionaren sind die Bedrohungen der letzten Rückzugsräume. Die meisten Urvölker leben in den Regenwaldgebieten unseres Planeten, daher ist deren Schicksal untrennbar mir der voranschreitenden Zerstörung dieser Dschungellandschaften verbunden. Die Gesellschaften des Westens tragen daran Mitschuld, wenn am Amazonas, Kongo und in Neuguinea Bäume gefällt werden, Indianer, Pygmäen und andere aus ihrer Heimat vertrieben werden, in der sie Jahrtausende Lang als "Hüter der Welt" gelebt haben..........nicht nur von ihnen wird berichtet, sondern auch davon, wer, wie und warum die Regenwälder vernichtet. Die Verantwortlichen für Staudämme, Straßenbauten und anderem Raubau werden genannt. Neben zwei aufklappbaren Landkarten (Südamerika und Neuguinea mit Melanesien/Mikronesien) zu Beginn und Ende des Buches, bietet eine Vielzahl von Farbfotos dem dem Einblicke in eine noch (!) lebendige Welt. Zum Beispiel ethnologisch begründete Schönheitsideale: Die "Tellerlippenscheibe" der Surmafrau (Äthiopien) hat einen etwa 20 cm (!) großen Durchmesser; sie steigert den Brautpreis (S. 273). Schwere Messingspiralen dehnen den Hals der Padaung-Frauen im Goldenen Dreieck und verleihen ihnen einen "Giraffenhals" (Seite 283 ff.) Für die Apatanifrauen in Nordostindien sind "Nasenpflöcke" Schmuck und Identifikationsmaterial (S. 249. Besonders als Zahnarzt war Roland Garve auch im Kastom-Dorf Bunlap auf Pentecost (Republik Vanuatu) sehr willkommen. Es gibt auch Bilder von Papua-Guerilleros, die unter der "Morgensternfahne" für ein von Indonesien freies West-Papua kämpfen (S.345 ff.).Der Schutz des Regenwaldes schützt nicht nur seine Bewohner, sondern die gesamte Menschheit vor der Klimakatastrophe. Dennoch reichte es heute beim Gipfel der Staats- und Regierungsoberhäupter in Kopenhagen zu kaum mehr als einer Absichtserklärung zur Reduzierung der CO2-Emissionen."Laleo" ist zugleich eine Reise in die Vergangenheit des Homo sapiens sapiens, eine Mahnung an seine Verantwortlichen in der Gegenwart und ein Auftrag, was er für seine Zukunft retten muss.5 Amazonsterne für ein außergewöhnliches Buch über die wichtigsten Themen der Menschheit.

  • C. Brauer
    2019-05-12 12:39

    Kirahé - so hieß das erste Expeditions-Buch von Roland Garve. Am Anfang erzählten der Autor und Co-Autor die Vorgeschichte des R. Garve. Ein junger DDR-Bürger mit Träumen von Abenteuern in der weiten Welt. Das Leben der Ureinwohner unseres Planeten interessierte den angehenden Zahnarzt damals. Wie er in Ostdeutschland aufgewachsen ist, wie er verraten wurde und was er im Mördergefängnis durchmachen musste, wie er schließlich in den Westen kam, schildert er im ersten Buch. Dort auch zu lesen seine ersten Abenteuerreise-Geschichten. Im jetzt vorgelegten - wieder bildreichen - Bericht erzählen die Autoren von den letzten noch ursprünglich lebenden Regenwaldbewohnern in Südamerika, Afrika und Asien. Roland Garve benennt diesmal an vielen Stellen sehr genau jene machtgierigen Täter, die den Lebensraum der Steinzeitmenschen oder der Waldpygmäen rücksichtslos zerstören. Aktuelles Beispiel in Brasilien: die Amazonasindianer im Schutzgebiet (Xingu) sind 2010 durch den Bau eines gigantischen Staudammes bedroht. Die verschiedenen Volks-Stämme - wie die Kalapalo - werden nicht überflutet, ihre Traditionen werden sterben, wenn die Dörfer aufgegeben werden müssen, weil der Fischreichtum vernichtet wird. Auch "Laleo" erzählt keineswegs nur ethnologisch spannende oft kaum bekannte Geschichten. Ein aktueller, wissenswerter und vor allem spannender Abenteuerbericht mit einer eindringlichen Botschaft.