Read Netz Date: Die verrückte Suche nach der Liebe im Internet. Ein Hamburg-Roman by Bettina Pohlmann Online

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ber den Autor und weitere Mitwirkende1965 geboren und aufgewachsen in Hamburg Zwei Jahre Leben in Frankreich, danach wieder im hanseatischen Norden Nach dem Studium in Sprachlehrforschung, Freizeitp dagogik und Franz sisch wobei Freizeit P dagogik zu den Lieblingsf chern geh rte , T tigkeit als H rfunkreporterin bei NDR2 und NDR90,3, seit sieben Jahren Fernsehjournalistin beim NDR und ZDF Bettina Pohlmann lebt heute mir ihrer Familie in Hamburg Bevor sie Netz Date , ihren ersten Roman, schrieb, war Bettina Pohlmann selbst zwei Jahre lang im Internet in Flirtforen aktiv....

Title : Netz Date: Die verrückte Suche nach der Liebe im Internet. Ein Hamburg-Roman
Author :
Rating :
ISBN : 3833446692
ISBN13 : 978-3833446696
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Books on Demand Auflage 1 1 M rz 2006
Number of Pages : 184 Seiten
File Size : 668 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Netz Date: Die verrückte Suche nach der Liebe im Internet. Ein Hamburg-Roman Reviews

  • Phil Humor
    2019-04-02 11:34

     Rezept für Tollpatschigkeit: Man nehme eine Person, die1. aus Höflichkeit nicht Nein sagt,2. perfekt oder annähernd perfekt sein möchte, aber3. ständig über ihre eigenen Schwächen stolpert, weil sie diese in ihrem Geist aufbauscht bis auf Stolpergröße,4. versucht, andere zumindest im Geiste mies dastehen zu lassen, als Turnübung gedacht, um sich im Geiste über sie hinaufschwingen zu können,5. den Blick schnurstracks gen Zukunft richtet und in der Jetzt-Zeit auf die Schnauze fällt.Jola Drossel erfüllt diese Vorgaben perfekt, sie tollpatscht durch ihr Leben und das ihrer Freunde. Dabei hat sie geistige Wendigkeit, ist schlagfertig. Zumindest, wenn man ihr eine kleine Bedenkzeit einräumt - so ist es vielleicht naheliegend, dass sie sich im Internet erst mal wie zu Hause fühlt. Beim Internetflirt kann man einen Moment sich bedenken. Doch wehe, das Spontane ist gefordert. Dann mengen sich mehrere Chaosfaktoren hinzu. Kann Jola die eines Tages bändigen? Für den Leser ist das sehr amüsant. Fühlt man sich schuldig? Mag der Autor seine Protagonistin so durch die Zeilen sich hangeln lassen? Hat man Verantwortung als Autor - sollen ja schließlich Sympathieträger sein. Oder doch nicht? Lebt man da sein Alter Ego aus? Extrem-Varianten? Um glaubwürdigen Antagonisten zu bekommen, muss man sich schon des eigenen Maliziösen bedienen; schau an, es ist doch zu was nutze. :-)Hat Jola beim Internetflirten etwas gelernt - außer dass Virtuelles an der Realität zerfällt wie Seifenschaum, zerplatzt wie Seifenblasen? Überhaupt ist Jola intensiv mit Ausrutschen beschäftigt auf dem Dating-Parkett - scheint, als ob es eigens für sie mit Schmierseife behandelt wurde.Sie bedarf der Tröstung. Ihre Freunde sind für sie da; allerdings, je mehr sie sich Zeit nimmt fürs Internet, um so loser werden die realen Freundschaftsbande. Hat Verlockendes, Craving-Faktor, macht süchtig: Bei ihrer Internet-Daterei wird sie mit Interesse überhäuft, Männer schreiben ihr Nettigkeiten, üben sich eigens für sie im Wortwitz, hangeln sich von Infofetzen zu Mutmaßungen - jeder ist unsicher, ob der andere ehrlich ist.Was die Sache für Jola erschwert: Sie ist auf der Suche nach einem Lebenspartner, was sich da aber so rumtreibt, sind an One-Night-Stand interessierte Männer. Hat Jola das Stehvermögen, ihrem ursprünglichen Plan treu zu bleiben? Das Flatterhafte kommt ihr als Lebensdevise in den Sinn - geht aber dank ihrer Tollpatschigkeit in die Hose. Hat auch was Gutes: Kehrtwendung, sich umschauen, was einem wirklich etwas bedeutet im realen Leben. Diese Frage führt sie konsequent in die Arme von jemand Unerwartetem.Schreibstil: Im Präsens erzählt, mit Gedanken kommentiert Jola ihr Leben, braucht eventuell den Abstand, den ihr dieses Kommentieren verschafft. Andererseits taucht sie ab in die Tiefen ihres Assoziations-Meeres, hat dort ihre eigene Welt. Wie Arielle, die Meerjungfrau, ist sie dort Prinzessin, ist dort in ihrem Element. Bezieht von dort Kraft, um im Land der Realität fest mit beiden Beinen stehen zu können ... auch wenn ihre Tollpatschigkeit sie bei günstiger Gelegenheit per Bodycheck umhaut.Amüsantes Buch; Lesefluss und Lesespaß ungedrosselt - mit Jola Drossel.LGPhil Humor

  • None
    2019-04-20 13:23

    Eines gleich vorweg - die Erlebnisse der Jola Drossel sind absolut typisch für alle, die im Netz nach der Liebe suchen. Das, was Jola bei ihren Dates und Mail-Kontakten erlebt, ist so bildhaft beschrieben, dass man als Leser meint, man sei live dabei. Die Autorin weiß offenbar, worüber sie schreibt. Auch wenn die eigentliche Geschichte fiktiv ist.Die krankhaft Testosteron-Geschüttelten, die gebeutelten Ehemänner, die Maulhelden, die sich als Würstchen entpuppen, die Liebesfähigen, die zu Freunden werden, die diversen "Fakes", die sich falsche Identitäten zulegen und die männlichen "Buchstabenschenker", die echten Poeten - man findet sie tatsächlich alle im Netz."Männer, die kein Foto vorweisen können, werden von der Festplatte gelöscht und Männer, die 'tschüssikowski' sagen, gehören sofort zum Mond geschossen." Wie wahr!Das erste Telefonat, das Austauschen von Fotos ("Schlüsselbein gegen Kniegelenk") und das Aufeinandertreffen wirken authentisch, als begleite man Jola als unsichtbarer Schatten zu ihren Dates.In "Netz Date" geht es aber nicht nur um Internetkontakte, sondern auch um den Alltag eines Singles. Und der gestaltet sich bei Jola manchmal recht trist. So witzig die Geschichte an sehr vielen Stellen ist, so traurig ist sie an anderen. Dur und Moll, wie im echten Leben.Eine wichtige Rolle spielen aber auch die Schauplätze der Hansestadt, der Roman atmet manchmal Hamburg.Jola ist eine sympathische (Anti-)Heldin, die mit ihren Schwächen selbstironisch umgeht. Tragende Rollen spielen aber auch ihre Freunde Karla, eine lebenskluge Mutter, nebst Yüksel, deren türkischem Freund, der kleine Jan-Selim, der unnahbare Theo und der exzentrische Lothar, außerdem ein Babyphon, Manolo Blahnik Schuhe, Wodka in Wassergläsern, ein bierbäuchiger Nachbar, Arbeitsinseln und ein Schweinskostüm.Dadurch dass Jola so oft ins Verderben rennt, gleicht dieser Unterhaltungsroman einer echten Tragik-Komödie, an deren Ende man die Figuren so ins Herz geschlossen hat, dass man sie am liebsten zu sich nach Hause an den Küchentisch einladen möchte.