Read Der Alte Orient: Geschichte der frühen Hochkulturen: Geschichte und Archäologie by Astrid Nunn Online

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Hochkultur im ZweistromlandVor tausenden Jahren schrieb Sin leqe unnini die Geschichte des Gilgamesch auf, Hammurabi erlies seinen ber hmten Gesetzeskodex, Assurbanipal sammelte in einer riesigen Bibliothek das Wissen der Welt Die Bewohner zwischen Euphrat und Tigris waren es, die zum ersten Mal wilde Tiere z hmten, St dte gr ndeten, das Rad erfanden und die ersten Schriftzeichen in feuchten Ton druckten die europ ische Kultur wurzelt tief im antiken Mesopotamien.Assyrer und Babylonier, Sumerer und Hethiter Noch heute zeugen Stadtmauern, beeindruckende Kunstwerke und unz hlige Keilschrifttafeln von diesen Hochkulturen.Astrid Nunn bietet mit diesem Band einen umfassenden berblick ber die zehntausendj hrigeGeschichte der altorientalischen Reiche und zeigt eindrucksvoll, wie die Menschen dort lebten....

Title : Der Alte Orient: Geschichte der frühen Hochkulturen: Geschichte und Archäologie
Author :
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ISBN : 3806225605
ISBN13 : 978-3806225600
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Theiss Auflage Historische Bibliothek 1 September 2011
Number of Pages : 373 Pages
File Size : 966 KB
Status : Available For Download
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Der Alte Orient: Geschichte der frühen Hochkulturen: Geschichte und Archäologie Reviews

  • timediver®
    2018-11-13 00:17

    Nachdem sich timediver® seit nunmehr vier Jahrzehnten mit den Hochkulturen in Mesopotamien beschäftigt, und neben mehreren Besuchen des British Museums, Pergamonmuseums und des Louvre mittlerweile auch den archäologischen Museen in Damaskus, Aleppo und Amman einen Besuch abstatten konnte, war ich über das Erscheinen des Bandes "Der Alte Orient" sehr erfreut!Der außerplanmäßigen Professorin für vorderasiatische Archäologie, Dr. Astrid Nunn ist mit ihrer Arbeit eine archäologische und kunsthistorische Darstellung gelungen, ohne dass sie hierbei die historischen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte vernachlässigen musste. In ihrem Vorwort stellt die Autorin zunächst fest, dass die wissenschaftliche Erforschung des Zweistromlandes, obgleich es dank der Bibel nie gänzlich aus dem europäischen Horizont verschwinden konnte, erst nach dem Zweiten Weltkrieg begann. Die gegenüber dem antiken Griechenland und dem alten Ägypten wesentlich später einsetzende Erkundung führte dazu, dass die Anzahl der zumeist in den Universitäten eingebundenen Experten recht klein ist. Eine weitere Folge davon ist auch, dass der Alte Orient in den Lehrplänen der Schulen nicht berücksichtigt wird.Anders als die über 2500 Jahre parallel verlaufende Geschichte des Alten Ägyptens, die sich in einer Abfolge eines Alten, Mittleren und Neuen Reiches darstellt, wurde die Geschichte des Alten Orients durch den Aufstieg und Niedergang verschiedener Völker geprägt. Die Autorin hat sich dafür entschieden, die einzigartige mesopotamische Kultur umfassender zu schildern. Hierzu war die Vernachlässigung angrenzender Gebiete wie Anatolien, Elam, Phönizien/Kanaan und Philistäa erforderlich, da eine Behandlung des gesamten Vorderen Orients entweder den Rahmen des Buches gesprengt, oder zu einer nicht hinnehmbaren Oberflächlichkeit geführt hätte.In dreizehn - je nach Inhalt - chronologisch oder diachronisch geordneten Kapiteln werden auch Leser ohne jegliche Vorkenntnisse in die Materie und die bisherigen archäologischen Publikationen eingeführt. Dr. Nunn hat erfreulicherweise hierbei besonderen Wert darauf gelegt, das sie Archäologie nicht als pure Datensammlung, sondern als einen Rekonstruktionsversuch des damaligen materiellen und geistigen Lebens versteht.Die ersten beiden Kapitel dienen der Vorstellung der Archäologie im Vorderen Orient und seinen geographischen Gegebenheiten. Nachdem sich Kapitel drei kurz mit der "Chronologie als Rückgrat der Geschichte" beschäftigt, erhält der Leser einen Überblick über die semitischen (Akkader, Babylonier, Assyrer) und indoeuropäischen (Hethither) Völker und Sprachen und über jene der Herkunft ungeklärt ist (Sumerer, Hurriter). Die Zeiträume vom Neolithikum bis etwa 4000 v. Chr und danach bis zur Achämenidenzeit sind Gegenstände der nächsten beiden Kapitel. Bei den Kapiteln sieben bis dreizehn, steht mit Land, Städte- und Städteplanung, Architektur, Religion und Tempel, Ausbildung und Arbeit, Bilder und Kunst, Alltag und Familie und schließlich dem Lebensgefühl im Alten Orient jeweils ein gesellschaftliches oder kulturhistorisches Thema im Mittelpunkt.Sowohl Lagepläne, Grundrisse und andere Zeichnungen, als auch die Fotografien der unterschiedlichen Artefakte sind optische Leckerbissen, die man vor Ort im Museum aufgrund eines Fotografier- oder Blitzverbotes sicherlich nicht selbst machen könnte. Die Stele des Naram-Sin, der "Weiße Obelisk" des Assurnarsipals, das Bronzetor von Balwat, die Vase von Uruk, die "Königsstandarte von Ur" und die Statue von Salim aus Mari - von der timediver® eine nachgebildete Miniatur in Syrien erwerben konnte - mögen hier nur exemplarisch angeführt sein.Auch der 26seitige Anhang des Bandes kann sich sehen lassen. Die Chronologie der einzelnen Zeitabschnitte und Epochen wird in 7 Tabellen dargestellt, in denen die einzelnen Regionen, Orte oder Städte vergleichend nebeneinander platziert wurden. Dazu gibt es eine reiche Bibliographie, die analog zu den einzelnen Kapiteln gegliedert ist. Nach einer Karte des Vorderen Orients bilden zwei verschiedene Register, eine Gegenüberstellung antiker und moderner Ortsnamen sowie ein Nachweis für die exquisiten Abbildungen den Abschluss des Bandes.5 Amazonsterne für einen Inhalt der sogar mehr zu bieten hat, als das Cover verspricht.

  • Jaun Hans-Peter
    2018-11-22 16:20

    Keine Frage, über die alten Kulturen Mesopotamiens liegt eine Fülle an Literatur vor, welche sich ausschliesslich an die Wissenschaft, an den Laien oder an beide Kreise wendet. Das vorliegende Buch wendet sich in erster Linie an Laien, die sich vielleicht erstmals näher und etwas tiefer mit diesem aus historischer Sicht wegweisenden Kapitel unserer Geschichte befassen möchten. Vor diesem Hintergrund erfüllen die reiche Illustration, das Register und das Literaturverzeichnis in idealer Weise ihren Zweck.Die Gesamtheit der historischen Entwicklung wird durch die thematische Fragmentierung in 13 Themenfelder etwas zerrissen. Andererseits erleichtert es der Leserschaft sich ein konkretes Bild von thematischen Feldern zu machen, die ansonsten quer durch das Buch verteilt wären. Insgesamt jedoch halten sich Vor- und Nachteile in etwa die Waage bzw. werden durch die im Anhang aufgeführte Chronologie etwas gedämpft.Der Vollständigkeit wegen seien nachfolgend die für die themenorientierte Leserschaft interessantesten Themenfelder erwähnt:geographisches Umfeld, Menschen und Sprache, Städte und Städteplanung, Architektur, Religion und Tempel, Ausbildung und Arbeit, Bilder und Kunst, Alltag und Familie u.a.Das Konzept dieses Buches wird sicher dazu beitragen, dass es sich einer grossen Leserschaft erfreuen darf. Vor diesem Hintergrund muss jedoch Kritik geübt werden. Es kann und darf nicht sein, dass dieser breiten Leserschaft jüngste Forschungsarbeiten über Göbekli Tepe im Osten der Türkei oder über die noch wegweisenderen Arbeiten über die sogenannte Donauzivilisation, welche bereits als erste europäische Hochkultur bezeichnet wird, vorenthalten werden. Beide Themen dürften dazu beitragen, das der historische Stellenwert von Geschichte und Kultur der Sumerer relativiert werden muss, ohne jedoch ihre Leistungen zu schmälern. Schade, dass der Verzicht auf eine breitere Optik dazu beiträgt, alte Sichtweisen zu zementieren statt zu betonen, wie neue Erkenntnisse alte Sichtweisen relativieren bzw. neuen Bildern zum Durchbruch verhelfen werden.

  • Michael Schmitz
    2018-12-01 21:40

    Frau Nunn hat mit ihrem Buch dem vorderasiatischen Fach keinen gefallen getan. Als zwar faktenreiche, aber dem Stil nach unzureichende Veröffentlichung kann, ob Profi oder interessierter Laie, der Leser keinen Nutzen aus diesem Schriftgut ziehen. Hierzu gibt es weit bessere ältere Veröffentlichungen.Die Aufeilung der Kapitel erscheint zunächst sinnhaft, wird aber durch die schlechte Erzählleistung (z.B. fast rein tabellarisches Abarbeiten von Fakten) so unübersichtlich, dass der Zusammenhang im Verlauf des Buches verloren geht. Zudem ist die in der Archäologie so wichtige Bebilderung völlig misslungen. Nicht nur, dass die dem Text oft unangepaste Bildauswahl inhaltlich fragwürdig erscheint, so kann auch kein klares Vortragskonzept der Visualisierung erkannt werden. Hilfreich könnte es sein, weit weniger umfangreiches Material zu bearbeiten und mehr durch kürzere und themenübergreifende Darstellungen auf inhaltliche rote Fäden zu setzen.Fazit: Ein weniger gut geeigenetes Buch um Interessenten für das Thema Archäologie zu werben. Schade!