Read Modell China. Im Reich der Reformen. by Georg Blume Online

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Der westlichen ffentlichkeit wird hartn ckig eingeredet, China sei ein unverbesserlicher Schurkenstaat die westliche Wirtschaft aber ist begeistert von den Verhei ungen chinesischer M rkte Welches Vorurteil ber den Kurs Chinas kommt der aktuellen Wahrheit n her Dieses Buch liefert Einsichten, die erkl ren, aufgrund welcher, im Westen weitgehend ignorierter Refomsch be China in gro er Geschwindigkeit und mit ebenso gro em Selbstbewu tsein zur m glicherweise bedeutendsten wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Gro macht dieses Jahrhunderts heranw chst aus dem Vorwort...

Title : Modell China. Im Reich der Reformen.
Author :
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ISBN : 3803124247
ISBN13 : 978-3803124241
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Wagenbach 1 Februar 2002
Number of Pages : 141 Seiten
File Size : 669 KB
Status : Available For Download
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Modell China. Im Reich der Reformen. Reviews

  • Daniel Berthold
    2019-03-28 10:28

    Einen Einblick in die Reformen verspricht der Untertitel „Im Reich der Reformen". Den bringt es auch - aber eher oberflächlich. Das Buch vermittelt viel know-how aber wenig know-why.Die Autoren scheinen selbst eine geteilte Meinung über Reformen zu haben. Jedenfalls von der Währungs- und der Rechtschreibreform scheinen sie wenig zu halten. Alle Angaben über Ausgaben, Einnahmen usw. in dem Buch sind in DM angegeben und auch von der neuen Rechtschreibung sieht man nichts. Meiner Meinung nach ist das aber in einem 2002 erschienen Buch zu erwarten.Auch an der sprachlichen Kompetenz der Autoren kann gezweifelt werden. Z.B. wird das in Taiwan gesprochene Chinesisch erst als Taiwanisch und ein paar Zeilen weiter als Taiwanesisch bezeichnet. Bei der Bezeichnung der Bewohner konnte man sich wenigstens auf Taiwaner einigen (was unglücklicherweise falsch ist).Ich habe mich während ich das Buch las gefragt, ob die beiden Journalisten sich bewusst waren, dass sie ein Buch schreiben und keinen Zeitungsartikel. In den meisten Kapiteln wird mehr über irgendwelche chinesischen Extremsportler, Anwälte, oder Punk-Bands aus Peking berichtet als über Reformen. Für einen Artikel vielleicht eine schöne Einführung, als solche aber viel zu weit ausgeführt, oder ein Leitfaden, der in einem Buch meiner Meinung nach aber fehl am Platz ist. Es wäre besser gewesen, z.B. zu erklären, wo genau die Autoren den Zusammenhang zwischen Verbreitung des Internets und Wirtschaftswachstum sehen, anstatt über alle möglichen chinesischen Internetportale und ihre Gründer zu berichten.Obwohl die Autoren über China z.T. unsachlich und oberflächlich berichten, wären sie wohl lieber bei diesem Thema geblieben. Oder sie hätten sich über Taiwan und Vietnam besser informiert. Dann wäre es nicht zu falschen Aussagen gekommen, wie z.B. die Behauptung, dass der Begriff „Neutaiwaner" mit der Modernisierung, Globalisierung und dem Verdrängen der „chinesischen Identität ihrer Bewohner" zu begründen sei. Richtig ist, dass der Begriff lange vor Modernisierung und Globalisierung kam, nämlich als die chinesischen Nationalisten unter Tschiang Kai-schek nach Taiwan flüchteten und die ursprünglichen Einwohner unterdrückten und sich von ihnen abgrenzen wollten. Dass „der Tiger [Vietnam] im Käfig blieb" nachdem das Wirtschaftswachstum 1999 „nur" 4,8% betrug, halte ich für vorschnell. Wer sich nicht mit Wirtschaft auskennt, sollte sich hier besser zurückhalten. Die aktuelle Lage zeigt, dass das Gegenteil der Fall ist: Vietnam hat nach China das größte Wirtschaftswachstum Asiens. Außerdem bin ich der Meinung, dass man wenn man von dramatischen Investitionseinbrüchen während der Asienkrise berichtet, nicht verschweigen sollte, dass Vietnam die Krise deutlich besser als fast alle anderen Länder der Region überstanden hat.Insgesamt ist das Buch eher ein Bericht über das heutige Leben in China als ein Werk über Reformen. Bei Abschnitten über Arbeitslager und das Verhalten der Jugendgeneration sehe ich bestenfalls einen Zusammenhang um die Ecke. Wenn der Titel (bzw. Untertitel) des Buches das erwarten lassen würde was es beinhaltet, hätte ich das Buch möglicherweise besser bewertet.Trotz allem beinhalten das Buch doch einige interessante Informationen. Es gibt aber über die Themen sicherlich bessere Bücher.

  • Andreas Gruschke
    2019-03-28 14:41

    Es mag schon sein, dass, wie ein anderer Rezensent bemängelt, die Buchform Schwächen hat. Meinem Eindruck nach sind hier Reportagen, welche die Autoren im Laufe mehrerer Jahre geschrieben haben, überarbeitet und zu einem Buch zusammengefasst worden. Ist das gerechtfertigt?Ich meine ja, und wenn man die Inhalte mit dem, was gängigerweise in der Presse zu lesen ist, vergleicht, sogar: auf jeden Fall! Es ist auch kein Buch über die "Reformen Chinas" - so sollte man den Titel nicht missverstehen. Es ist eines über ein Land, in dem Reformen gemacht werden. Und da wird eben auch Alltag beschrieben, aber nicht nur der "ganz normale Alltag", sondern auch das (für viele Westler) Unerwartete, worin eine Vielfalt, Individualität und Pluralität zum Ausdruck kommt, die dem Reich der Mitte gemeinhin nicht zugesprochen wird. Das Tollste dabei ist jedoch, dass man selbst in diesen teilweise Jahre zurück veröffentlichten Reportagen mehr über die Reformen im Land erfährt als in den meisten tagesaktuellen Berichten. Die Medien bei uns interessiert zumeist nur die Wirtschaft, und ein bisschen Menschenrechtsdiskussion mit dem erhobenen Zeigefinger. Was aber auch im rechtlichen Bereich Chinas sich verändert, welche Überlegungen und Maßnahmen es dort zur Lösung der massiven Umweltprobleme gibt und wie pluralistisch die Gesellschaft geworden ist, das kommt doch bei uns kaum irgendwie zur Sprache. Hier in Blume und Yamamotos Buch 'Modell China. Im Reich der Reformen' kommen solche Themen aber durchaus zum Tragen. Und meine Empfehlung ist daher: unbedingt lesen und sich auf die über die lebendigen Beschreibungen des Alltags und die Vermittlung der Gesprächskultur auf China einlassen. Inhaltlich sind auch ihre älteren Texte oft aktueller als was Sie in der Zeitung von morgen über den scheinbaren Monolith China zu lesen bekommen.Andreas Gruschke