Read Susan Sontag. Geist und Glamour: Biographie by Daniel Schreiber Online

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I m happy when I dance Susan Sontag Eine der einflussreichsten Intellektuellen Amerikas, faszinierende Schriftstellerin und Celebrity der Popkultur Susan Sontag war eine ebenso widerspr chliche wie glamour se Frau Sie trat in Filmen von Andy Warhol und Woody Allen auf, wurde von Annie Leibovitz fotografiert, war Werbegesicht der Wodka Marke Absolut und zugleich eine der bedeutendsten Stimmen ihrer Zeit Die beste Einf hrung in ihr Leben und Werk S ddeutsche Zeitung Eine faszinierende Beschreibung des intellektuellen New York Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung...

Title : Susan Sontag. Geist und Glamour: Biographie
Author :
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ISBN : 374662519X
ISBN13 : 978-3746625195
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Aufbau Taschenbuch Auflage 2 21 April 2009
Number of Pages : 342 Seiten
File Size : 671 KB
Status : Available For Download
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Susan Sontag. Geist und Glamour: Biographie Reviews

  • Th. L.
    2019-03-06 02:35

    Der junge deutsche Literatur- und Theaterwissenschaftler Daniel Schreiber schrieb eine bemerkenswerte Biographie über eine der schillerndsten Figuren der amerikanischen Kulturszene der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Schreibers Buch ist angesichts der Unzahl der Quellen, auf die er zurückgreift, eine Fleißarbeit zu einer Persönlichkeit, die sich in allem versuchte, was unter dem Begriff Kultur auch im weiteren Sinne zu subsummieren ist. Bei aller Faszination für die Figur Sontag, die man dem Buch anmerkt und die ich beim Lesen nachvollziehen konnte, bleibt Schreiber wohltuend distanziert und spart nicht mit Kritik.Susan Sontag, Jahrgang 1933, als Halbwaise aufgewachsen, war ein hochbegabtes Kind, das Klassen übersprang und sich nach eigenen Angaben bereits in der frühen Jugend mit den Klassikern der Literatur beschäftigte. Das ließ auch früh den Wunsch wachsen, selbst Schriftstellerin zu werden. Sie heirate konsequenterweise früh einen Soziologie-Dozenten und wurde mit 19 Jahren Mutter eines Sohnes. Stationen ihrer bewegten frühen Jahre waren der Abschluss des Philosophiestudiums, Auslandsaufenthalte in Oxford und Paris, die Redaktionstätigkeit bei einem Intellektuellenmagazin, ihre Arbeit als Dozentin und Rezensentin. Schließlich begann sie mit dem Schreiben von Essays und Romanen. (Gelesen habe ich von ihr bisher nur den Roman "Todesstation".) Sie war zentrales Element in der New Yorker Intellektuellenszene, engagierte sich politisch, drehte Filme, verfasste Drehbücher und führte Regie bei Theaterstücken. Ihr Bekannten- und Freundeskreis liest sich wie ein Who-is-who des Amerikas der 60er bis 90er Jahre.Susan Sontag setzte sich in den 60er Jahren beispielsweise für die Anerkennung der populären Kunst ein. In der Malerei genauso wie beim Film. Viel später, als die konsumorientierte Popart der Hochkultur den Rang abgelaufen und diese in ein Außenseiterdasein gedrängt hatte, fühlte sich Sontag wie der Zauberlehrling, der die Geister, die er rief, nicht mehr loswurde.Sontag blieb ihr Leben lang vielen Dingen gegenüber ambivalent, manchmal inkonsequent. So focht sie für die gesellschaftliche Anerkennung von gleichgeschlechtlicher Liebe, stand in der Öffentlichkeit jedoch nie wirklich zu ihren Beziehungen zu Frauen, wie in den letzten Jahren zu Annie Leibovitz. Auch schien sie keinen großen Wert darauf zu legen, dass ihre Aussagen über sich selbst oder über die Entstehung ihrer Werke konsistent blieben.Diese Ambivalenz ist es auch, die mich als Leser ergriffen hat, schwankend zwischen Ehrfurcht für eine große Persönlichkeit des Geistes und Zwiespalt hinsichtlich ihrer Tendenz zur Selbstinszenierung. Der Times-Rezensent William Deresiewicz schrieb einmal: "In der Tat ist sie die erste Person seit langem, die sich selbst öffentlich für eine Heiligsprechung nominiert." Dem ist nichts hinzuzufügen.

  • Silke Samel
    2019-03-18 00:20

    Ich habe die Biografie über die weltweit bekannte Intellektuelle Susan Sontag mit großem Interesse gelesen. Der Autor, obwohl gerade erst 30 Jahre alt, hat hier eine lebendige, spannende, sehr kenntnisreiche Lebensgeschichte einer der populärsten zeitgenössischen Autorinnen zu Papier gebracht und er verhält sich der genialen wie wohl zeitlebens sehr anstrengenden Sontag gegenüber angenehm neutral und mit einem klaren Blick aus der Distanz.Faszinierend für mich ist, dass Sontag - obwohl nur ihre Essays auf ungeteilte Begeisterung stiessen - sie dennoch auch für andere Arbeiten mit Preisen überhäuft wurde. Romane wie Theaterinszenierungen oder auch ihre Arbeiten als Film-Regisseurin wurden (auch von den renommiertesten amerikanischen wie europäischen Kritiker) bitterböse auseinandergenommen und in Grund und Boden rezensiert. Ihrem legendären Ruf einer einmaligen Intellektuellen aber hat das interessanterweise nie geschadet.Privat liebte sie Männer wie Frauen und war bis zu ihrem Tod mit der Fotografin Annie Leibovitz liiert. Vital wie eine 21jährige, auch noch im stolzen Alter von über 70, blieb sie bis zum Schluß ihres Lebens enorm neugierig und an allen kulturellen Erscheinungen interessiert.Sie starb an Krebs. Diese Krankeit hat sie rund 20 Jahre begleitet.Dieses Biografie über das intensive wie mutige als auch streitlustige Leben einer hochinteressanten politischen Frau, die mit vielen weltberühmten Zeitgenossen in enger oder loser Freundschaft stand, liest sich wie das Who is Who der amerikanischen Kunst - und Intellektuellenszene.Uneingeschränkt empfehlenswert.

  • Gunnar Kaiser
    2019-02-19 20:37

    Daniel Schreiber nähert sich dem Objekt seiner Biografie mit einer Mischung aus Neutralität und stiller Bewunderung. Er weiß die kulturellen und historischen Voraussetzungen von Sontags Leben zu erläutern und Grundzüge ihres Werks aufzuzeigen. Dabei geht er durchaus kritisch vor und benennt Sontags literarische und menschliche Schwächen, ohne je ungerecht oder überheblich zu werden.Schreiber gelingt es, den hohen Anspruch, den Sontag an sich selbst und an Literatur und Kunst hatte, deutlich werden zu lassen. Sachlich fundiert, vorsichtig im Urteil, stilistisch von wohltuender Einfachheit geprägt: eine spannend zu lesende Auseinandersetzung mit Leben und Werk. Es entsteht im Kopf des Lesers ein lebendiges Bild der Person Susan Sontag und ihrer Zeit.Was kann man mehr verlangen?

  • rafagavi
    2019-03-04 19:29

    Bevor ich das Buch angefangen habe, wusste ich wirklich wenig über Susan Sontag. Nicht mehr als, dass sie eine amerikanische Autorin war. Ich habe das Buch als Geschenk bekommen und mich vorgenommen, es während meinem Urlaub zu lesen. Nachdem ich anfing, könnte ich kaum aufhören. 327 Seiten in weniger als eine Woche... was ist für meine eigenen Standards wirklich viel ist.Ich habe bis jetzt (noch!) keine von Sontags Werke gelesen, aber das wird sich bestimmt bald ändern.