Read Meister des Verwirrens. Die Geschäfte des Kunsthändlers Friedrich Welz. (Band V der Bibliothek des Raubes) by Gert Kerschbaumer Online

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Friedrich Welz war ein Vielgeehrter der Zweiten Republik, und einer der angesehensten Kunstexperten nach 1945, insbesondere der Moderne, dar ber hinaus Freund und Ratgeber vieler K nstler, darunter Oskar Kokoschka Welz war aber ebenso einer der f hrenden Kunsth ndler des Dritten Reiches skrupellos und stets in Diensten der NS Prominenz.Der Salzburger Historiker Gert Kerschbaumer legt in dem vorliegenden Buch die Nazi Gesch fte von Welz offen Gesch fte, die in Paris begannen, wo er nach der Besetzung Frankreichs zu Billigstpreisen franz sische Meisterwerke einkaufte, um sie im Deutschen Reich mit unglaublichem Profit zu verkaufen und die in Wien endeten, wo er sich an der Arisierung j discher Sammlungen beteiligte und auch die Galerie W rthle in sein Eigentum f hrte Gest tzt von Gau und Reichsf hrung und sp ter gedeckt von der Salzburger Landespolitik entwickelte sich Welz Laufbahn vom Leiter einer Privatgalerie, zum Chef der Landesgalerie w hrend der NS Zeit und zu einem der wichtigsten Gesch ftspartner der sterreichischen Museen....

Title : Meister des Verwirrens. Die Geschäfte des Kunsthändlers Friedrich Welz. (Band V der Bibliothek des Raubes)
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ISBN : 9783707600308
ISBN13 : 978-3707600308
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Czernin Verlag Mai 2000
Number of Pages : 503 Pages
File Size : 896 KB
Status : Available For Download
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Meister des Verwirrens. Die Geschäfte des Kunsthändlers Friedrich Welz. (Band V der Bibliothek des Raubes) Reviews

  • Solvejg PUZ
    2018-12-01 07:02

    Die Machenschaften von Friedrich Welz und zahlreichen anderen nach dem Krieg haben auch meiner Familie sehr geschadet. Mein Großvater war Ing. Heinrich Rieger, der rechtmäßige Besitzer von Schieles „Wally“. Nachdem festgestellt wurde, dass Dr. Heinrich Rieger, niemals der Besitzer von „Wally“ war, wurde nach dem rechtmäßigen Heinrich Rieger nicht mehr geforscht. Bis heute werden die Ansprüche von Ing. Heinrich Rieger einfach totgeschwiegen, weil sich der „Kunstexperte“ Dr. Rudolf Leopold, eine sehr machtvolle Position im Kunstexpertenteam Wiens schaffen konnte. Das Naheverhältnis meines Großvaters, Ing. Heinrich Rieger, zu dem akademischen Maler Anton Peschka, Schwager von Egon Schiele, könnte zahlreiche, angeblich echten Schiele Werke, entlarven. Mein Großvater verfügte über Kenntnis, von diversen internen Vorkommen, zwischen Peschka und Schiele. Dieses Wissen muss offenbar unterdrückt werden, es könnte den Preisen von Werken Schieles, Feistauers und anderen Künstlern dieser Zeit schaden.Solvejg PuzWien, 2016 09 12Gernotgasse 1081220 WienTel. 01/77 44 [email protected]

  • Amadea
    2018-11-24 09:50

    Friedrich Welz (1903-1980) war einer der angesehensten österreichischen Kunstexperten nach 1945. Er stand mit der Prominenz und vielen Künstlern, unter anderem Oskar Kokoschka, auf du und du. Mit Welz Aktivitäten während der NS-Zeit und vor allem danach beschäftigt sich Gert Kerschbaumer.Worum geht es in diesem Buch? Welz war während der NS-Zeit "Monopolhändler des Reichsgaues Salzburg" und auch Leiter der Landesgalerie Salzburg. Seine skrupellosen Nazi-Geschäfte begannen in Paris, wo er nach der Besetzung Frankreichs zu Spottpreisen französische Meisterwerke einkaufte, um sie gleich darauf mit sagenhaften Gewinnen zu verkaufen. Er beteiligte sich in Wien an der Arisierung jüdischer Sammlungen und führte die Galerie "Würthle" in sein Eigentum.1948 wurde er von österreichischen Gerichten dazu verurteilt, "entzogenes jüdisches Vermögen" den Eigentümern bzw. deren Erben zurückzuerstatten. Trotzdem verstand es Welz seine Person - so Kerschbaumer - als "Opfer von Siegerwillkür, Enteignung und Denunziation einerseits, allzeit seriöser Geschäftsmann andererseits, dabei zugleich Gegner der braunen Kunstdoktrin, Retter französischer Kunstschätze, Wohltäter jüdischer Bürger und Förderer der österreichischen Moderne" darzustellen. Das "Verwirrspiel" dieses Mannes, der in Österreich nach Einschätzung des Autors "ein öffentlich geschütztes und bekränztes Denkmal" ist.Zahlreiche Bilder, die im besetzten Frankreich von Welz für sich und die Salzburger Galerie "erworben" worden waren, mussten zwar nach 1945 an den Staat Frankreich restituiert werden. Doch viele weitere Gemälde waren wohlweislich in Salzburger Museen oder andernorts deponiert, so dass die Alliierten sie nicht fanden und diese folglich nicht restituiert wurden. Nach 1955, dem Jahr des Abzugs der Alliierten, tauchten die Gemälde wieder auf und sind heute noch immer oder wieder im Besitz österreichischer Museen, doch ohne die Angabe zu früheren Provenienzen, zumeist jüdischer Besitzer. Eine unabhängige Expertenkommission zur Untersuchung der Salzburger Beutekunst wurde von den zuständigen Stellen bisher nicht einberufen ...So interessant das Buch auch ist, bleibt das Lesen für den in das Thema nicht direkt involvierten Leser manchmal etwas mühsam. Reichlich viele Namen, Daten, und verschiedene Zeitebenen schwirren umher und machen es bisweilen schwer, sich zu orientieren. Für den Inhalt aber 5 Sterne von mir.Ach ja, noch ein Nachtrag: Für seine Leistungen erhielt Friedrich Welz zahlreiche Ehrungen der Republik Österreich, des Landes Salzburg und der Landeshauptstadt Salzburg. Unter anderem wurde er mit der Verleihung eines Professorentitels und mit der Würde eines Ehrensenators der Universität Salzburg bedacht.Unfassbar!