Read Die gemeinsame Sorge geschiedener Eltern nach der Reform des Kindschaftsrechts (Europäische Hochschulschriften Recht) by Julia Liebthal Online

die-gemeinsame-sorge-geschiedener-eltern-nach-der-reform-des-kindschaftsrechts-europische-hochschulschriften-recht

Durch das Kindschaftsrechtsreformgesetz fand erstmalig die Einsicht Eingang in das BGB, dass Eltern trotz ihrer Scheidung die Sorge f r gemeinsame Kinder auch gemeinsam aus ben k nnen Diese Arbeit untersucht die Ver nderungen, die die Reform auf diesem Gebiet gebracht hat Dabei steht neben der Analyse der rechtlichen Vorgaben und der Auseinandersetzung mit dem gesetzgeberischen Familien und Scheidungsleitbild vor dem Hintergrund soziologischer und psychologischer Erkenntnisse die Umsetzung der Reform in der Praxis im Vordergrund Daf r hat die Autorin eine Umfrage an den Schleswig Holsteinischen Familiengerichten durchgef hrt Die Auswertung der Frageb gen zeigt, dass der Gesetzgeber mit der Reform durchaus den Geist der Zeit getroffen hat....

Title : Die gemeinsame Sorge geschiedener Eltern nach der Reform des Kindschaftsrechts (Europäische Hochschulschriften Recht)
Author :
Rating :
ISBN : 3631528485
ISBN13 : 978-3631528488
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Peter Lang GmbH, Internationaler Verlag der Wissenschaften Auflage 1 14 September 2004
Number of Pages : 276 Seiten
File Size : 583 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die gemeinsame Sorge geschiedener Eltern nach der Reform des Kindschaftsrechts (Europäische Hochschulschriften Recht) Reviews

  • Karl-Josef Kluge
    2019-04-13 11:21

    Frau J. Liebthal legt eine reich recherchierte und gründlich durchgeführte Studie zum Thema Veränderungen vor, die die Kindschaftsrechtsform auf ihrem Gebiet erbracht hat. Dabei steht neben der Analyse der rechtlichen Vorgaben und der Auseinandersetzung mit dem gesetzgeberischen Familien- und Scheidungsbild vor dem Hintergrund soziologischer und psychologischer Erkenntnisse die Umsetzung der Reform in die Praxis im Vordergrund ihrer rechtswissenschaftlichen Untersuchung. Für Sachverständige, die auf diesem Gebiet psychologisch-pädagogischen Sachverstand einbringen sollen, gibt die Autorin zusammenfassend höchst interessante Erinnerungsideen, die im Rahmen gutachterlicher Tätigkeiten für Familiengerichte höchst bedeutsam werden können. Der Reformgesetzgeber geht von einem Idealbild der Familie aus. Sein Maßstab ist die heile Familie". Vor diesem Hintergrund überlässt er den Eltern die Entscheidung über das Kindeswohl bis zur Gefährdungsgrenze. Die Hauptaufgabe des Staates liegt darin, die Eltern bei der Wahrnehmung der Kinderinteressen zu unterstützen. Die Praktiker begrüßen im Großen und Ganzen, was der Gesetzgeber er- und gedacht hat und wie er seine Entscheidungen begründet. Dem Gesetz wird Praktikabilität bescheinigt und es trifft den Geist der Zeit. Die Richterschaft scheint mit der Anwendung des neuen Rechts gut zu Rande zu kommen. Anscheinend besteht unter den Richtern Einigkeit in Bezug auf den Geist des Gesetzes. Allein der Streit um das Verhältnis der Sorgerechtsformen schlägt sich in der Anwendung der Rechtsvorschriften nieder." Praktisch hat sich das gemeinsame Sorgerecht dennoch durchgesetzt. Richter gehen mehr und mehr von der Idealvorstellung aus, dass Richter-Rechtsanwälte- Jugendamt zur einvernehmlichen Regelung auch Eltern gewinnen können. Aufgrund einiger Signale aus dem Lebensalltag scheint dieses alles möglich zu werden, weil das Bewusstsein der Bevölkerung, insbesondere der Eltern, für die kindlichen Bedürfnisse durch die Diskussion und die Reform gewachsen sind. Zumindest lässt sich bei allen Beteiligten ein großes Bemühen um kindeswohlverträgliche Regelungen feststellen. Die Autorin ist zu der Auffassung gekommen, dass die befragten Richterinnen und Richter vielfach von sich aus eine Vermittlerrolle einnehmen und diese höchst gewissenhaft ausfüllen wollen. Abänderungsverfahren sowie Verfahren bei Meinungsverschiedenheiten bleiben die Ausnahme. Ausblickend resümiert die Autorin: Die dringendsten Probleme bei der Sorgerechtsentscheidung scheinen durch die Kindschaftsrechtsreform gelöst. Der Systemwandel hat sich mühelos vollzogen."Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:Historische Entwicklung der gemeinsamen SorgeDiskussionen um das gemeinsame Sorgerecht nach der Scheidung -das Erste Eherechtsgesetz 1977Entwicklung der gemeinsamen Sorge nach der Ehescheidung seit der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 3.11.1982WiedervereinigungKindschaftsreform Entwicklung der Reform Ziel des GesetzgebersÜberblick über die GesetzesänderungVertiefung ausgewählter EinzelaspekteRechtliche Vorgaben für den Reformgesetzgeber und deren Umsetzung zum Gesetz Die Kindschaftsrechtsreform aus Sicht der gesetzlichen Vorgaben Die UN-KinderrechtskonventionFamilien- und Entscheidungsleitbilder des Gesetzgebers Das Familien- und Scheidungsleitbild des ReformgesetzgebersDie Kindschaftsrechtsreform aus Sicht der Praxis Absolute Zahlen aus dem Statistischen Landesamt Die Befragung Die Auswertung des Fragebogens Ablauf des Scheidungsverfahrens Fragen zum Sorgerechtsverfahren nach § 1671 BGB Verhältnis zwischen Jugendamt und Gericht Entscheidungsgründe und Entscheidung Bewertung der RechtslageFür die erew BIBLIO-KOM Dr. Karl-J. Kluge