Read Die Mauer: 13. August 1961 bis 9. November 1989 by Frederick Taylor Online

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Die Geschichte der Mauer packend erz hltBeinahe drei ig Jahre stand die Mauer sie spaltete ein Land, sie zerriss Familien, viele starben beim Versuch, sie zu berwinden Frederick Taylor erz hlt die Geschichte dieses Bauwerks, das nicht nur ein Symbol f r den verlorenen Krieg und die daraus hervorgegangene Teilung Deutschlands, sondern auch ein Fanal der Unmenschlichkeit war Ein eindringliches Buch ber die Zeit des Kalten Kriegs und dar ber, was der Eiserne Vorhang f r das Leben der Menschen bedeutet hat Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten Der Zynismus dieses Satzes, den Walter Ulbricht wenige Wochen vor dem Mauerbau auf einer Pressekonferenz verk ndete, wurde den Deutschen sp testens am 13 August 1961 bewusst Am Morgen dieses Tages mussten die Bewohner Berlins feststellen, dass ihre Stadt ber Nacht endg ltig geteilt worden war Soldaten der ostdeutschen Nationalen Volksarmee hatten die ersten Sperranlagen errichtet, die sich im Laufe der Zeit zum Symbol der deutschen Teilung, zur Berliner Mauer auswachsen sollten.Frederick Taylor erz hlt nun erstmals die vollst ndige Geschichte dieses unmenschlichen Bauwerks und l sst damit zugleich die deutsch deutsche Nachkriegsgeschichte lebendig werden Er rekonstruiert die Entscheidungen, die zum Mauerbau f hrten, beschreibt die Verzweiflung der pl tzlich getrennten Familien ebenso wie die dramatischen Fluchtgeschichten, zu denen es an der Mauer immer wieder kam Gest tzt auf intensive Archivrecherchen und Augenzeugenberichte entwirft Taylor ein Panorama Berlins zur Zeit des Ost West Konflikts, als beide Teile Deutschlands auch immer ein Spielball im Kampf der Superm chte waren....

Title : Die Mauer: 13. August 1961 bis 9. November 1989
Author :
Rating :
ISBN : 3570551148
ISBN13 : 978-3570551141
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Pantheon Verlag 17 Januar 2011
Number of Pages : 297 Pages
File Size : 976 KB
Status : Available For Download
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Die Mauer: 13. August 1961 bis 9. November 1989 Reviews

  • Nickel
    2019-02-23 04:38

    Bei Eintreffen des über 500 Seiten starken Werkes kamen mir doch leichte Zweifel, ob mein Interesse tatsächlich groß genug ist, dieses Buch durchzulesen. Immerhin entstand meine Motivation, mich mit dem Thema Berlin und Teilung näher zu beschäftigen, vor allem durch wenige private oder geschäftliche Besuche in Berlin.Tatsächlich dauerte es bei mir auch einige Seiten, bis das Buch mich in seinen Bann zog. Fredrick Taylor beginnt seine Dokumentation nämlich weit vor dem 1. Weltkrieg, was mich augenscheinlich nicht den Zusammenhang zur behandelten Thematik erkennen ließ. Die hervorragend geschilderte Situation in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg lässt dann sofort erahnen, warum Berlin das bekannte Schicksal ereilt hat. Der einzigartige Schreibstil des Authors hat mich spätestens hier derart fasziniert, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Gleichermaßen akribisch recherchiert, wie in aller Dramatik geschildert, gelingt Taylor der Spagat aus historischer Dokumentation und anspruchsvoller Unterhaltung.Das bewusste Anführen von Einzelschicksalen hat mich nicht unberührt gelassen und mehr als einmal ist man tief betroffen von den Ereignissen, die sich bis vor wenigen Jahren in Ost Berlin und der DDR zugetragen haben. Zumindest meine Vorstellungskraft genügte bis zum Lesen des Buches nicht aus, um mir ein realistisches Bild über die Vergangenheit meiner ostdeutschen Mitbürger zu machen.Besonderes Lob verdient auch das Nachwort des Authors. Die Zusammenfassung, warum Ostdeutschland auch 25 Jahre nach dem Mauerfall nicht ohne weiteres das Leben in Westdeutschland imitieren kann (und teilweise möchte) berührt. Für mich ganz eindeutig einer der Höhepunkte in diesem Buch -und dies auf den letzten Seiten. Warum sich auch nach vielen Jahren der Osten Berlins vom Westen unterscheidet und dies nicht nur an der Gebäudearchitektur liegt, wird verständlich.Das Buch hat eine enorme Nachwirkung und hat mich teilweise sehr betroffen gemacht. Bewusst zu realisieren, wieviel Demokratie und Freiheit für Menschen bedeutet, lässt sich trefflich anhand dieses Buches nachvollziehen. Vielleicht die wichtigste Erkenntnis, die mir vor Augen geführt wurde. Fazit: Sehr empfehlenswert!

  • Oliver Sieh
    2019-02-20 06:06

    Warum schreiben deutsche Historiker oft so langweilig? Dass es auch anders geht, beweist das Buch des britischen Historikers Frederick Taylor. Taylor holt weit aus, um sich seinem Thema zu nähern und beginnt mit der Gründung der Stadt Berlin, wie sie aufblühte und nach dem zweiten Weltkrieg darnierderlag. Subtil leitet er dabei auf die Lebensläufe der zukünftigen Opponenten über, geläuterte Kommunisten im Westen und unbelehrbare im Osten - Ernst Reuter, Willy Brandt, Walter Ulbricht, Grotewohl, Pieck und viele andere Beteiligte werden kurz aber mit ausreichendem Tiefgang dargestellt. Er schildert die Situation in der Stadt und wie Ulbricht im Schutze der Roten Armee die Macht im Ostsektor übernahm und seinen "Aufbau des Sozialismus" umsetzte.Frederick Taylor gelingt es eine farbige, tiefgründige,spannende und facettenreiche Erzählung der Ereignisse vorzutragen. An vielen Stellen läßt Taylor Beteiligte sprechen und zitiert Politiker, Fluchthelfer, Flüchtlinge, verfolgte und viele andere mehr. Er schafft es beim lesen dieses Buches die Atmosphäre wiederzubeleben, die ich vor mehr als 20 Jahren empfand, als ich dem Wahnsinn und der Absurdität der deutschen Teilung in Berlin persönlich erfahren habe. An jeder Stelle merkt man aber auch die sorgfältige wissenschaftliche Recherche der Fakten.Das Buch endet mit der Entwicklung nach dem Mauerfall, dem unspektakulären Tod des Mauerbauers Erich Honnecker und der heutigen, erschütternd positiven Verklärung der DDR Diktatur, die gerade unter jungen Deutschen im ehemaligen Osten laut einer aktuellen Studie so verbreitet ist. Vielleicht bedarf es einer Betrachtung von außen, das man zu der einfachen Erkentniss gelangt:"Die DDR war ein Staat, der seine Bürger dazu ermunterte, sich gegenseitig zu verraten. Das Leben unter dem gnadenlosen, forschenden Blick der Stasi war aus hunderttausenden Verrätereien im privaten Bereich zusammengesetzt, die von Menschen begangen wurden, denen mit Vertrauen zu begegnen in jeder anständigen Gesellschaft möglich sein sollte. Das Leben in der DDR auf andere Weise zu sehen bedeutet, in einer rosarot gefärbten Traumwelt zu leben."(S. 526)Fazit: Für jeden interessierten der jüngeren deutsch-deutschen Geschichte ein nur wärmstens ans Herz zu legendes Buch. Flott und packend geschrieben ist es ein wirklich großes und würdiges Buch im Jubiläumsjahr des Mauerfalls.