Read Kampfplatz Deutschland: Stalins Kriegspläne gegen den Westen by Bogdan Musial Online

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Hitlers Feldzug gegen die Sowjetunion war kein Pr ventivkrieg, wie von Goebbels verbreitet und noch heute zu h ren Es war ein Aggressions krieg par excellence Doch wahr ist auch, dass die Sowjetf hrung unter Stalin seit den zwanziger Jahren, versch rft in den Drei igern, ein gigantisches Aufr stungsprogramm verfolgte, um einen Angriffskrieg gegen Westeuropa zu f hren Kaschiert wurde dies durch die Propaganda vom friedliebenden Vaterland der Werkt tigen Was in jenen dramatischen Jahren hinter den Mauern des Kreml vor sich ging, ist immer noch weitgehend unerforscht Bogdan Musial z hlt zu den wenigen westlichen Historikern, die breiten Zugang zu den Moskauer Archiven haben Als erster hat er systematisch die einschl gigen Protokolle und Sonderakten der sowjetischen F hrung, vor allem des Politb ros und des streng geheimen Verteidigungskomitees, ausgewertet L ckenlos kann er die klaren Angriffs absichten der Partei und Milit rf hrung nachweisen Erstmals lassen sich auch die brutalen Industrialisierungskampagnen und der stalinistische Terror der drei iger Jahre, die Millionen von Opfern kosteten, in direkten Zusammenhang mit diesen Kriegspl nen stellen Musials Buch wirft neues Licht auf die Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs, die erst jetzt vollst ndig erz hlt werden kann....

Title : Kampfplatz Deutschland: Stalins Kriegspläne gegen den Westen
Author :
Rating :
ISBN : 3549073356
ISBN13 : 978-3549073353
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Propyl en Verlag 10 M rz 2008
Number of Pages : 188 Pages
File Size : 860 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Kampfplatz Deutschland: Stalins Kriegspläne gegen den Westen Reviews

  • Andreas Baumann
    2019-02-06 07:03

    Zuweilen hört man auch heute noch, dass die UdSSR ein friedliebender Staat war. Bogdan Musial widerliegt im vorliegenden Buch diese These. Allein wenn man sich die Kapitel um die sowjetische Rüstung anschaut beginnt man zu überlegen, ob der Staat nicht viel mehr ein Aggressor war. Dies wird durch das Buch auch bestätigt. Stalin rüstete seine Rote Armee für einen Eroberungsfeldzug Richtung Westen. Die Rüstung wurde konsequent auf einen Angriffskrieg ausgerichtet.Um sein Volk darauf einzustimmen, war Stalin jedes Mittel recht. Auch massenhafte Verfolgung Andersdenkender war dem sowjetischen Diktator nicht fremd und unter seiner Herrschaft eine grausame Tatsache wie dieses Buch ebenfalls eindrücklich schildert. Aufstände wurden blutig niedergeschlagen. Menschen von denen er dachte, dass sie gefährlich waren oder Fehler gemacht hatten wurden meist weggesperrt oder gar erschossen.Alles ordnete Stalin folgenden Zielen unter: Seinem Machterhalt, der Stärkung der Armee und den Expansionsplänen, die Sowjetisierung in der UdSSR selbst miteinschlossen, weshalb er u. a. so brutal gegen Kommunistengegner vorgehen lies.

  • Pavel
    2019-02-02 14:58

    Für mich war wichtig, endlich ein Buch zu erhalten, das sich detailliert mit der Rüstung der Sowjetunion zwischen 1917 und 1941 befasst. Bogdan Musials aufwendige Quellenrecherchen in den ab 1991 geöffneten russischen Archiven machte dies möglich und dafür kann man dem polnischen Professor nur dankbar sein. Es wäre hilfreich, wenn sich noch wesentlich mehr Historiker auf den Weg machen würden, um die nicht wenigen "weißen Flecken" in der Geschichtsschreibung über die UdSSR zu beseitigen, wie z.B. zur Industrialisierung der 30er Jahre oder zur Kriegswirtschaft im Großen Vaterländischen Krieg. Das einzige, was es zum zweitgenannten Thema m. W. gibt, ist Bogdan Musials Fortsetzungs-Werk "Stalins Beutezug". Overys "Russlands Krieg" liefert dagegen nur oberflächliche Hinweise.Durchaus missverständlich ist der Titel "Kampfplatz Deutschland", so als ob der Autor einen Krieg auf deutschem Boden schildern würde, was natürlich Unsinn ist. Erst während des Lesens wird der Titel etwas verständlicher, zwingend logisch wirkt er deswegen noch immer nicht, was aber der Qualität des Buches keinen Abbruch tut. Mit dem Titel soll zum Ausdruck gebracht werden, dass Lenin, Stalin, Trotzki et. cons. von Anfang an die gewaltsame Ausbreitung der Roten Revolution auf ganz Europa im Auge hatten, eben eine "Weltrevolution", die in erster Linie auf den wichtigsten Industriestaat Europas in der Mitte des Kontinents abzielte: auf Deutschland. Hier die technisch überragende Industrienation, dort die unbegrenzten Rohstoffe der UdSSR - was für eine wunderbare Kombination! (die im übrigen zur selben Zeit schon Hitler im Auge hatte - welch Zufall).All dies begann - so Musial - schon mit dem sowjetisch-polnischen Krieg von 1920, setzte sich 1923 mit dem letztlich gescheiterten Versuch einer deutschen Revolution während der großen Inflation fort und gipfelte schließlich in der seit dem Schwarzen Freitag 1929 betriebenen großen Aufrüstungswelle, die schließlich in einem Angriff auf Nazi-Deutschland im Jahr 1942 oder 1943 münden sollte. Deutschland kam dem geplanten Angriff Stalins, von dem Hitler weder etwas wusste noch ahnte, im Jahr 1941 zufällig zuvor. Soweit Musials Thesen, die er zwar nicht beweisen kann, aber mit Indizien und Interpretationen soweit untermauert, dass sie mindestens so glaubhaft wirken wie die Behauptung von der "friedliebenden Sowjetunion".Wie auch immer - das wertvollste an dem Buch sind die eingangs erwähnten, detaillierten und quellenmäßig hervorragend belegten Schilderungen zur sowjetischen Aufrüstung und zur Qualität der Roten Armee bis 1941, die den allergrößten Teil des Buches einnehmen. Damit wird eine große Informations-Lücke geschlossen. Musials Werk ist zudem flüssig und verständlich geschrieben. Ich kann es wärmstens empfehlen.

  • Jabberdag
    2019-01-23 08:56

    Das Buch Kampfplatz Deutschland knüpft an den "Eisbrecher" von Victor Suworov an und bestätigt über weite Strecken dessen Erkenntnisse, die seinerzeit komplett ohne Einsichtnahme der russischen Archive auskamen.Musial selber konnte dagegen auf reichlich Archivmaterial zurückgreifen und hat über weite Strecken präzise die Aufrüstung der Roten Armee, Kriegsstrategie der Soviets und die damit verbundenen gesellschaftlichen Probleme des ersten Sovietstaates mit seinem Terrorregime nachvollziehbar dokumentiert. Im Fazit schlampt er dann.Musial ist der Ansicht das Hitlers Angriff auf die SU kein Präventivangriff auf die SU war, während er vorher minutiös seit den 20iger Jahren mit zahlreichen Quellennachweisen belegt, wie Stalin und Lenin den Angriff auf Europa bzw. Deuschland als industrielles Kernland geplant und vorbereitet haben.Er kommt bei der Bewertung des Deutschen Angriff und Hitlers Kenntnis bzw Unkenntnis der sowjetischen Ausrüstung und Dislozierung der Roten Armee an der Grenze zu Deutschland völlig ohne Quellennachweise aus und ignoriert hier auch die jüngeren Arbeiten Stefan Scheil "1940/41 Die Eskalation des Zweiten Weltkriegen", der sich als Kenner der deutschen Archive und Diplomatie dieser Zeit einen Namen gemacht hat.Schade das gerade das letzte dann auch recht dünne Kapitel und eigentlich wichtigste völlig verunglückt ist und man merkt das er die Mühe und Sorgfalt der vorhegenden Arbeit hier nicht hat walten lassen. Die russischen Veteranenverbände, Guido Knopp und Historiker kommunistischer Prägung werdens ihm Danken, Ihr Weltbild darf bestehen bleiben.Ungeachtet dessen stellt er zwar fest, dass Hitler Stalin zwar zuvor gekommen ist, aber frühestens 1943 mit einem Angriff der Roten Armee zu rechnen war und somit kein Präventivangriff vorliegt, unter anderen weil sie noch nicht einsatzbereit war, bzw. manche Divisionen noch nicht die Sollstärke, neuste Panzer- und Flugzeugmodelle noch nicht bei der Truppe waren u.ä. Ja was denn nun, fragt sich der geneigte Leser, hätte das Deutsche Reich erst warten sollen bis alles fix und fertig wäre, um einen Präventivschlag zu führen, der dann sicher noch mehr Tote und Risiken in sich trug.War denn die Wehrmacht richtig vorbereitet, so ohne Winterkleidung, Schmierstoffe, keinerlei schweren Panzern sowie ebenfalls mit zahlreichen veralteten Typen wie den Pz II, Pz 35(t) bzw. unzureichender Bewaffnung/Panzerung der anderen Modelle und war sie nicht überhaupt in jeder Waffengattung zahlenmäßig weit unterlegen?Waren nicht auch durch den Bruch des Hitler-Stalin-Paktes mit der Aufkündigung der Interessensphären bei Molotovs Berlin-Besuch und die Wegnahme der Nord-Bukuwina in Rümanien die Rote Armee mit knapp 150 km nur einen Katzensprung von der deutschen Rohölversorgung in Polesti/Rumänien entfernt und hätte damit ganz schnell den deutschen Panzerdivisionen ganz schnell den Sprithahn abstellen können.Ein Präventivschlag ist nach Musials Meinung wohl nur dann einer, wenn er unmittelbar vor dem gegnerischen Angriff erfolgt, eine absurde Logik, die jedem Militär nur ein verwundertes Stirnrunzeln entlocken kann.Dennoch bleibt der 95% des Buches lesenwert und ist präzise recheriert.