Read Das Pflegevisiten-Buch by Christian Heering Online

Title : Das Pflegevisiten-Buch
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ISBN : 3456843011
ISBN13 : 978-3456843018
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Hogrefe AG Auflage 2., unver nd 13 Juli 2006
Number of Pages : 267 Pages
File Size : 698 KB
Status : Available For Download
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Das Pflegevisiten-Buch Reviews

  • Jörg Hallensleben
    2019-02-12 11:21

    Ziel des Buches: Standardwerk zum Thema "Pflegevisite".Zielgruppe: Alle am Thema InteressierteAutor: Christian Heering hat sich bereits Anfang der 90er Jahre in die Debatte um die "richtige" Pflegevisite vernehmlich zu Wort gemeldet.Lesbarkeit: Gut.Kurzkritik:Am Buch von Heering kommt niemand vorbei, der sich für Pflegevisiten interessiert. Den durch den Titel suggerierten umfassenden Handbuchcharakter hat das Werk allerdings nicht, denn es beschreibt keineswegs alle Varianten der Pflegevisite gleichermaßen ausführlich. Auch das weitgehende Ausblenden der ambulanten Pflege steht dem besagten Anspruch entgegen.Ausführliche Kritik:Anfang der 90er Jahre noch mit Skepsis betrachtet oder sogar belächelt, gehören Pflegevisiten heute zur Normalität der stationären wie der ambulanten Pflege. Die empirische Umsetzung der Idee "Pflegevisite" ist überaus vielfältig - was nicht ganz verwundern kann, da schon in der Theorie Unterschiedliches mit diesem Begriff verbunden wird.Christian Heering hat sich bereits Anfang der 90er Jahre in die Debatte um die "richtige" Pflegevisite vernehmlich zu Wort gemeldet. Nach seiner Definition ist die Pflegevisite "ein regelmäßiger Besuch bei und ein Gespräch mit der Klientin bzw. dem Klienten über ihren bzw. seinen Pflegeprozess." Diese Definition wird oft zitiert oder übernommen, beispielsweise vom Pflege- Lexikon (Georg/Frowein). Zentral für Heerings Begriffsverständnis ist die gemeinsame Entscheidungsfindung von Pflegekraft und Patient. (Kolligiale Pflegevisite bzw. Partizipatorische Ansatz)Die Beteiligung des Patienten wird zwar auch in anderen Definitionen und Konzepten proklamiert, hat dort aber oft nicht den gleichen zentralen Stellenwert wie bei Heering. So geht es bei der Dienstübergabe mit dem Patienten primär darum, die Information der neuen Schicht durch die Diensthabenden sicherzustellen. Bei der supervidierenden Pflegevisite ("Chefvisite" / "PDL-Visite") geht es ebenfalls nicht mehr vorrangig oder gar ausschließlich um den Patienten. Andere Zwecke, wie die Führung (Kontrolle und Beratung) von Pflegekräften sowie das Aufdecken von Organisationsmängeln (Qualitätsmanagement) sind bei einer supervidierenden PDL-Visite häufig ebenso wichtig wie das Gespräch der PDL mit dem Patienten. Heering hält von supervidierenden Visiten wenig. Der Patient würde hier eher in passiver Form einbezogen. Außerdem müsse bezweifelt werden, ob die Pflegedienstleitung über den erforderlichen pflegerischen Sachverstand/die pflegerischen Expertise verfüge. (S. 51)Deutlich wird aus dieser Positionierung, dass Heerings Begriffsverständnis nicht die ganze Bandbreite der existierenden Vorstellungen von "Pflegevisite" umfasst. Von daher durfte man gespannt sein, ob das von ihm herausgegebene Werk (dessen Titel ja einen umfassenden Informationsanspruch nahe legt) tatsächlich auch den anderen Ansätzen Raum geben würde.Das Buch ist grob in drei Teile gegliedert. Im ersten Teil ("Grundlagen systematischer Pflegearbeit") behandelt der Herausgeber zunächst die systematische Pflegearbeit mit dem Pflegeprozess und das Thema Pflegedokumentation. Seine Ausführungen bewegen sich hier im Bekannten. Eingangs des Buches erläutert Heering sein Pflegeverständnis: Hier stellt er auf Partizipation und Empowerment ab. Darauf aufbauend kann er später den Begriff Pflegevisite (wie oben skizziert) definieren. Heering beschreibt die Formen der Pflegevisite im Krankenhaus.Der 2. Teil nimmt den größten Teil des Buches ein. Er enthält 9 Beispiele für die praktische Umsetzung der Pflegevisite. Diese Beiträge, verfasst von Autoren, die an unterschiedlichen Orten die Einführung der Pflegevisite organisiert oder begleitet haben, variieren das Thema Einführung der Pflegevisite. In den Berichten wiederholt sich naturgemäß vieles, es werden jedoch auch vielfältige Unterschiede im Detail deutlich. Die Autoren berichten von zahlreichen Problemen, die sich teils bei der Einführung, teils im Normalbetrieb stellten und für die in den einzelnen Häusern jeweils spezifische Lösungen gefunden wurden.Bis auf einen Bericht aus einem Altenheim stammen alle Beiträge aus dem Krankenhaussektor.Der Bericht aus dem Altenheim fällt auch insofern aus der Reihe, als hier neben der kleinen Pflegevisite im Sinne einer Dienstübergabe mit dem Patienten auch eine so genannte große Pflegevisite beschrieben wird; gemeint ist damit eine supervidierende Pflegevisite durch die PDL. In den Berichten aus dem Krankenhaus geht es dagegen immer um die Optimierung des Übergaberapportes von der Frühschicht auf die Spätschicht.Ein wichtiges Problem, das sich beim Ersetzen der herkömmlichen Dienstübergabe (ohne Patienten) durch die Pflegeübergabe am Bett stellt, ist der Mangel an Kommunikationsmöglichkeiten im Team. Wo diskutiert man z.B. unterschiedliche Ansichten über die Behandlung eines Patienten?Wer die Pflegevisite im Krankenhaus einführen möchte wird besonders in den gut nachvollziehbaren Berichten aus der Praxis sicher fündig - zumal sich in diesen Berichten Merkblätter, Checklisten und Standards/Verfahrensbeschreibungen befinden.Kritisch anzumerken ist, dass der Bereich der ambulanten Pflege in diesem Buch nur gestreift wird. Dies mag einfach daran liegen, dass der Herausgeber zur wenige Kontakte zu Autoren aus diesem Bereich hatte. Man kann aber auch vermuten, dass Heering die ambulanten Pflege nicht berücksichtigt, weil seine Vorstellungen einer Pflegevisite dort nicht umgesetzt werden. Schließlich dominiert in der ambulanten Pflege eindeutig der Typus der supervidierenden Visite. Dies ist in Deutschland schon durch den MDK gefordert.

  • C. Lowey
    2019-01-24 08:22

    ...gutes Buch zum Thema Pflegevisite. Ich brauchte es für meine Hausarbeit, Abschlussprüfung, in der Fachprüfung für Psych.Pflege. Allerdings bezieht sich das Buch leider nicht auf den psychiatrischen Bereich im Krankenhaus. Man kann sich aber Ideen heraus nehmen und die Checkisten bieten auch eine starke Hilfeleistung. Ich habe wertvolle Informationen aus diesm Buch heraus genommen um die PV in unserer Abteilung einzuführen.