Read Das steinerne Floß by José Saramago Online

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Mit einem Riss quer durch die Pyren en trennt sich die Iberische Halbinsel vom Rest Europas und treibt auf den Atlantik hinaus W hrend sich Wissenschaftler und Politiker in Erkl rungen versuchen, sieht sich das Volk in seinem ungebrochenen Glauben an Mythen und Legenden best rkt Einf hlend und komisch setzt sich der Nobelpreistr ger Jos Saramago mit ngsten und Tr umen seiner Landsleute auseinander....

Title : Das steinerne Floß
Author :
Rating :
ISBN : 3455650767
ISBN13 : 978-3455650761
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Atlantik 13 November 2015
Number of Pages : 460 Pages
File Size : 985 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Das steinerne Floß Reviews

  • Gabriele und Klaus Adam
    2019-02-21 11:22

    Spanien und Portugal lösen sich körperlich von Europa und treiben als Schiff (??) in die See hinaus. Mysterien werden angedeutet, spezielle Personen stilisiert, denen die Lösung des Mysteriums schriftstellerisch in das Leben gelegt wird.Sie treffen sich und bleiben bis zum Schluss des Buches zusammen. Die erwartete Auflösung des Mysteriums unterbleibt allerdings. Schade, es hätte ein Bestseller werden können.So ist es das Buch eines phantasievollen Autors. Eines von vielen Büchern.SiFi ist halt doch Asimov und Clark etc.

  • Hans-Gerhard Elster
    2019-03-14 05:24

    Man kann Saramago lieben, verehren, bewundern, auch wenn man seine politischen Überzeugungen nicht teilt: Lieben - seine freundliche Aufforderung zum Nachdenken, verehren - seinen Sprachwitz, seine Sprachgewalt (selbstverständlich immer mit der Verbeugung vor dem Übersetzer), und bewundern wegen der philosophischen Haken, die er stets aufs Neue überraschend schlägt. "Was wäre, wenn" die iberische Halbinsel sich vom Rest Europas gar physisch trennte - er zeigt uns leider die Konsquenzen eines solchen Exits nicht, begnügt sich mit dem Verharren im Irgendwo zwischen Nordamerika und der Alten Welt und einer mikrokosmischen, irgendwie kommunistischen, aufs Private reduzierten Utopie. Den Traum können wir - vielleicht - alle träumen, den Traum von einer Welt, die sich von den Wirklichkeiten hüben wie drüben gelöst hat und besser ist, gerechter, freundlicher. Schade, schade, daß wir ihn zum Brexit nicht vernehmen können.

  • Wilfried.John
    2019-02-18 08:17

    Jose Saramago, eine portugiesische Instanz (nicht nur) der Gegenwartsautoren, lässt seiner ketzerischen Phantasie freien Lauf: Auf unerklärliche Weise brechen die Pyrenäen genau entlang der französisch/spanischen Grenze auseinander, und erst ganz langsam, dann immer schneller, treibt die Iberische Halbinsel hinaus auf den Atlantik. Panik und Anarchie greifen um sich, Krisenstäbe werden gebildet, die europäischen Nachbarn distanzieren sich erleichtert von dem lästigen EG-Mitglied (das Buch erschien in Portugal 1986...), halbherzig bieten die USA humanitäre Hilfe an. Saramago will die politische und kulturelle Eigenständigkeit Iberiens heraus stellen... lange bevor vom „Europa der Regionen“ die Rede ist.Wie gesagt: Saramago erzählt die fiktive Geschichte der iberischen Halbinsel, welche sich (so sein Gedankenspiel) sich von Europa trennt. Halt! Nicht die GANZE Halbinsel bewegt sich vom Fleck – Gibraltar (bekanntlich englisch besetzt) bleibt an seinem Platz. Die Halbinsel wird zur Insel, sie wird das steinerne Floß. Wie die ehemalige Halbinsel durchs Meer treibt, so treibt eine vier (später fünf) Menschen durch Spanien und Portugal. Diese Menschen fanden zusammen, weil ihnen ganz eigentümliche Dinge widerfahren sind: Einer konnte die Erde beben spüren, obwohl kein Seismograph etwas anzeigte; einer warf einen Stein ins Meer, den zu werfen er nie die Kraft gehabt hätte; einem anderen folgte ein Schwarm Stare überall hin; eine Frau kratzte mit einem Stock einen Strich in die Erde, der nicht mehr zu entfernen ist; und der Gruppe gehört auch ein Hund an, der nicht bellen kann... aber unheimliche Kräfte zu besitzen scheint.Wer noch keinen Saramago-Roman las, wird sofort Saramago-süchtig werden. Die phantasievolle Geschichte ist wunderbar erzählt und trotz der Wendungen, die die Story nimmt, verliert man nicht den roten Faden. Saramago ist in keinen seiner Romane, spöttischer, witziger, schlauer, weiser, und spannender. Seine Lust an der Sprache, sein Stil, nahm mich immer schon ein – doch im Steinernen Floss ließ er mich nicht wieder los. Bei mir hat dieser Roman einen Ehrenplatz im (doch sehr vollen) Bücherregal.

  • A. Zajnulina
    2019-03-17 06:21

    Ich habe keine werke von Jose Saramago gelesen nur von ihm gehört. Nach ersten Seiten, die ich gelesen habe, kann ich über das Buch und Autor nicht viel sagen, aber es hat mir gefallen.

  • None
    2019-03-17 03:25

    Saramago erzählt die Geschichte der hispanischen Halbinsel: sie trennt sich von Europa und treibt im Atlantik davon. Wie dieses steinerne Floß durch das Meer, so treibt eine Gruppe Menschen durch Spanien und Portugal: Menschen, die auf eigentümliche Art und Weise mit dem Ablösen der Insel vom Kontinent verbunden sind. So weit der Inhalt. Neben den phantasievollen Wendungen der Geschichte besticht der Roman durch seine Form. Saramago kommentiert sich selbst, nimmt sich auf den Arm. Seine zunächst schwerfällig scheinende Erzählweise entpuppt sich schnell als Lust an der Sprache. Der Witz ist oft hintergründig, schlau und nie schenkelklopfend. Man lacht nicht, schmunzelt aber. Es ist kein leichtfüßiger Stil, der Text kommt behäbig und gewählt daher, aber es entwickelt sich ein Spannungsbogen, der den Lesenden bis an's Ende des Textes trägt. Das Ende der Geschichte sei natürlich nicht verraten. Und genauso wenig verrate ich, wieviele Fragezeichen, wieviele Ausrufezeichen in dem Buch sind. Dabei sind die Antworten auf diese Fragen alle überraschend.Hannes Wirth