Read Die Hochhausspringerin: Roman by Julia von Lucadou Online

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Riva ist Hochhausspringerin ein perfekt funktionierender Mensch mit Millionen Fans Doch pl tzlich weigert sie sich zu trainieren Kameras sind allgegenw rtig in ihrer Welt, aber sie wei nicht, dass sie gezielt beobachtet wird Hitomi, eine andere junge Frau, soll Riva wieder gef gig machen Wenn sie ihren Auftrag nicht erf llt, droht die Ausweisung in die Peripherien, wo die Menschen im Schmutz leben, ohne M glichkeit, der Gesellschaft zu dienen Was macht den Menschen menschlich, wenn er perfekt funktioniert Die Hochhausspringerin f hrt in eine brillante neue Welt, die so plausibel ist wie bitterkalt Julia von Lucadou erz hlt von ihr mit der Meisterschaft der gro en Erz hlungen ber unsere Zukunft....

Title : Die Hochhausspringerin: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 3446260390
ISBN13 : 978-3446260399
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Hanser Berlin 23 Juli 2018
Number of Pages : 307 Pages
File Size : 989 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die Hochhausspringerin: Roman Reviews

  • Amazon Kunde
    2019-04-09 13:37

    In einer Gesellschaft, die an "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley angelehnt scheint, werden zwei unterschiedliche Frauen porträtiert, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Riva, die schöne Hochhausspringerin, die in ihrem Leben alles erreicht hat und sich der Leistungsgesellschaft verweigert. Und Hitomi, die Psychologin, die Riva "helfen" soll und dabei immer weiter strebt - nach dem nächsten Score, dem Tracking-Ergebnis auf ihrem Tablet.Das Buch schafft es hierbei, die Grenzen zwischen Dystopie und der Realität unserer modernen Gesellschaft verschwimmen zu lassen, ohne anzuprangern oder zu belehren. Eine klare Kaufempfehlung!

  • M. Lehmann-Pape
    2019-04-04 14:44

    Vordergrund und Hintergrund des ersten Romans von Julia von Lucadou passen hervorragend zusammen und ergänzen sich perfekt.Denn sowohl die Geschichte um die „Hochhausspringerin“ (die beherrschende Sportart der nahen Zukunft, in welcher der Roman spielt) Riva, als auch das Duett mit ihrer „psychologischen Betreuung zur Optimierung“ als auch die stetig mitschwingende Reflexion der Antriebskräfte der gegenwärtigen Gesellschaften (besser, weiter, höher, aktiver, optimierter), als auch die mehr und mehr umfassenden Kräfte der „Datensammlung und -Auswertung“ werden im Roman in ruhigem und flüssigem Ton im Blick behalten.„Stellen sie sich das Gefühl vor, dass die Frau erleben muss, das Fallen in die Tiefe im unerschütterlichen Vertrauen, dass sie wieder auffliegen werden“.Ist das nicht das Ideal der aktuellen Werte? Von sich selbst überzeugt, durch Fitness-Tracker, strukturierten Tagesablauf, Achtsamkeit und Meditation alles dafür zu tun, um „aufzusteigen“) So wie die behandelnde Wirtschaftspsychologin im Roman mit allen Sinnen auf ihr „Standing“ der internen „Rangliste“ achtet, in der alle erfolgreichen Gespräche und Tätigkeiten die Kurve nach oben bringen (und damit Beförderungen verheißen) und alle „Ausrutscher“ dementsprechend die Chancen mindern?Bei einem Chef, der ständig seine Kreislaufwerte im Blick behält und das durchgehende „sich Optimieren“ perfektioniert hat?Wie überhaupt die ganze Welt, die der Roman dem Leser eröffnet, durchgetaktet ist. Von der Kunst (Rivas Lebensgefährte) über das Wohnen (vom Credit-Level abhängig) bis zur Liebe, die durch Algorithmen immer wieder wohl perfekt passende Partner für ein erstes Treffen vorschlägt.Nur, dass Riva, Star der Sportszene, perfekt körperlich in ihrem Flight-Suit verpackt, irgendwie und einfach nicht mehr will. Warum genau auch immer.Was „denen“ (das dauert etwas, bevor klar wird, wer „die“ eigentlich sind, die die Behandlung für Riva in Auftrag gegeben haben) überhaupt nicht zusagt und alle Kräfte in Bewegung gesetzt werden, die „perfekte Frau“ wieder an den Start zu bringen.Doch, auch das überzeugend gelöst im Roman, es dauert nicht lange, und dann wird deutlich, dass das, was „krank“ sein soll, eigentlich das „gesunde“ ist, dass sich der „perfekten Überwachung“ Entziehende, während all jene „maßgeschneiderten“ Leben von Beginn an hohl, rein äußerlich im Raum stehen.Während die große Masse der Bewohner der Metropole (eines in sich geschlossenen gesellschaftlichen Biotops) sich klaglos, mit Kraft und Ehrgeiz, dem sozialen Aufstieg hingeben und zuwenden, lückenlos überwacht von Trackern, Kameras, Tablets, Mikrofonen.Was im Übrigen bereits nach der Geburt beginnt, denn den „Bioeltern“ wird natürlich die Erziehung zu bald bestmöglich funktionierenden Personen nicht überlassen. Staatliche Heime sorgen für die prägenden Grundlagen und Haltungen der Heranwachsenden.Ganz hervorragend stellt von Locadou die Gegenwart konsequent zu Ende gedacht im Roman vor Augen und hinterfragt ein um das andere Mal, allein durch das Erzählen ihrer Geschichte, ohne moralischen Zeigefinger oder ellenlange Erklärungen, die Ausrichtung, die in den letzten Jahren immer schneller und breiter in den Lebensraum der Moderne getreten ist.Optimal sein, für wen und warum? Alle Eigenheiten und Ausfälle an der „Garderobe des Lebens“ abgeben für ein (schickes) Leben „mitten drin“ unter ständigem Druck und umfassender Beobachtung. Kein Wunder, dass Riva (auch aufgrund eines augenöffnenden Erlebnisses) sich versucht, dem zu entziehen, eher ein Wunder, dass der große Rest ausschließlich ängstlich auf den eigenen „Stellenwert“ achtet.Eine überaus empfehlenswerte, flüssig und unterhaltsam, in Teilen durchaus auch spannend verfasste Lektüre, die der Gegenwart unaufdringlich und eindringlich einen Spiegel vorhält.

  • Tina Wagner (killmonotony)
    2019-04-08 12:33

    Worum geht’s?Riva ist Hochhausspringerin. Oder vielmehr war es. Seit kurzem verweigert sie das Training, vergräbt sich in ihrer Wohnung und begibt sich nicht mehr nach draußen. Hitomi soll nun herausfinden, wieso und weshalb das so ist. Da wir uns ein Stückchen weit in der Zukunft befinden, stehen Hitomi als Therapeutin von PsySolutions allerhand Beobachtungstools und Datenanalysen zur Verfügung, anhand derer sie Rivas komplettes Leben überwachen kann. Doch sie findet die Ursache für die plötzliche Depression der früher so erfolgreichen Hochhausspringerin nicht. Hitomi fällt immer tiefer in ein Loch aus Stress, Zukunftsangst und Burnout, dass alles um sie herum zu bröckeln beginnt. Kann sie den Fall „Riva“ noch lösen oder verliert sie unweigerlich alle Privilegien, die sie sich hart erarbeitet hat?Wie hat es mir gefallen?Schöne neue Welt oder eher „gähn“? Leider letzteres. Julia von Lucadous Roman „Die Hochhausspringerin“ gibt uns einen Ausblick in eine mögliche Zukunft. Alles wird überwacht, Ausgeglichenheit und Angepasstheit ist ein Muss, sonst heißt es „Ab in die Peripherien!“ — die unansehlichen Außenbezirke der Stadt, wo alle Menschen leben, die es im Stadtkern zu nichts gebracht haben (oder das schlicht nicht wollen). In dieser Welt gibt es zum einen Riva, die mit ihrem Status als IT-Girl eigentlich glücklich sein müsste, und ihrer Überwacherin Hitomi, die sich so wohl fühlt im System, aber in ein tiefes Loch der Depression fällt, als sie ihren Job nicht erfüllen kann. Und obwohl „Die Hochhausspringerin“ mit einem sehr guten Schreibstil und einem guten Aufbau der Geschichte, gibt es doch diesen zähen Mittelteil, in dem gefühlt gar nichts passiert, Hitomi lediglich tiefer und tiefer fällt. Natürlich gibt es allerhand Kritikpunkte an unserer Gesellschaft und Julia von Lucadous Welt hätte durchaus Potential für eine spannende Story gehabt, aber mit diesen beiden Charakteren fand ich die Geschichte leider nur träge. Am Ende blieben seltsame Story-Fäden unaufgelöst und ein enttäuschtes Gefühl machte sich breit.