Read Flucht aus Lager 14: Die Geschichte des Shin Dong-hyuk, der im nordkoreanischen Gulag geboren wurde und entkam by Blaine Harden Online

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Ein ersch tternder Bericht aus der H lle eines nordkoreanischen StraflagersDas diktatorisch regierte Nordkorea ist fast v llig isoliert, aggressiv und bettelarm Und es h lt rund 150.000 seiner B rger in Lagern gefangen, die vergleichbar sind mit NS Konzentrationslagern oder dem Gulag Da die Lager seit Jahrzehnten existieren, gibt es inzwischen Tausende, die dort aufgewachsen sind Einer von ihnen ist Shin Dong hyuk Blaine Harden erz hlt die Geschichte des 1982 im sogenannten Lager 14 geborenen Shin, der bis zu seiner Flucht nie etwas anderes kennengelernt hatte als die grausame und primitive Lagerwelt Menschlichkeit, Vertrauen, W rme, Zuneigung und jegliche Errungenschaften der Zivilisation waren ihm unbekannt, Hunger, Misstrauen und brutale Z chtigungen hingegen Alltag Shins Zeugenbericht gibt einen tiefen Einblick in die unmenschlichen Lebensverh ltnisse, die in dieser Lagerh lle herrschen, und schildert das ber hrende Schicksal eines jungen Mannes, dem wie durch ein Wunder die Flucht in die Freiheit gelang....

Title : Flucht aus Lager 14: Die Geschichte des Shin Dong-hyuk, der im nordkoreanischen Gulag geboren wurde und entkam
Author :
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ISBN : 3442157846
ISBN13 : 978-3442157846
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Goldmann Verlag 17 M rz 2014
Number of Pages : 256 Seiten
File Size : 795 KB
Status : Available For Download
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Flucht aus Lager 14: Die Geschichte des Shin Dong-hyuk, der im nordkoreanischen Gulag geboren wurde und entkam Reviews

  • Danny
    2019-05-10 11:55

    "In den Highschools in Amerika diskutieren Schüler darüber, warum Präsident Franklin D. Roosevelt die Eisenbahngleise, die in die Vernichtungslager Hitlers führten, nicht bombardieren ließ. Ihre Kinder werden eine Generation später vielleicht fragen, warum der Westen auf die wesentlich schärferen Satellitenfotos von Kim Jong Ils Lager geblickt und nichts dagegen unternommen hat." (Zitat, Seite 24-25)Diese Stelle im Buch beschreibt nur ein paar der Gedanken, die ich mir während und nach dem Lesen gemacht habe. Schon von anderen Nordkorea-Flüchtlingen liest man Unfassbares von den Zuständen in dem Land, das von sich selbst behauptet, das beste der Welt zu sein. Dabei prägen Angst, Hunger und öffentliche Hinrichtungen seit Jahrzehnten das Leben der Einwohner. Die Portraits (!) der beiden "Führer" sind dort wertvoller als Menschenleben, wenn jemand aus der Familie unangenehm auffällt droht allen Angehörigen die Deportation und schon von Kindesalter finden "Sitzungen" statt, bei denen sich die Teilnehmer gegenseitig beschuldigen und denunzieren müssen - nur ein paar Details, von denen Flüchtlinge immer wieder berichten.Die Zustände in den Straflagern, die in diesem Buch beschrieben werden, übertreffen aber beinahe alles! Menschenunwürdige Zustände, Grausamkeit, Willkühr und brutale Gewalt sind dort Alltag. Die Häftlinge sind komplett entrechtet und versklavt, werden im Grunde nicht als Menschen angesehen sondern als wertlose Geschöpfe und haben keine Aussicht auf einen Funken Besserung. Das Leben von Shin im Lager wird umfangreich beschrieben, dabei werden auch furchtbare Details nicht ausgelassen. Einerseits schrecklich, andererseits die traurige Wahrheit.Was Shin dort erleben musste - und alle anderen Häftlinge heute noch erleben müssen - steht den Verbrechen der Nazis an Grausamkeit und Unmenschlichkeit in nichts nach, womit ich wieder beim Zitat vom Beginn wäre. In der Praxis lässt sich ein solches System wohl kaum durch Diplomatie oder sonstige Gepräche, Abkommen oder Ähnliches auflösen, da das Kim-Regime seit 70 Jahren fest etabliert ist und keine Widerworte duldet, auch nicht von außen. Selbst wenn es an Wunschdenken grenzt bleibt zu hoffen, dass sich die Zustände in Nordkorea für die Bevölkerung bald ändern und die Menschen dieselbe Freiheit genießen können, wie Shin heute.FAZIT: Eine Lektüre, die man schwer aus der Hand legen kann und die aufgrund des Inhalts ziemlich an die Substanz geht. Empfehlenswert für alle, die sich für Nordkorea bzw. Menschenrechte dort interessieren und einen Zeugenbericht aus erster Hand lesen möchten - selbst wenn dieser erschütternd ist und vielleicht dem Leser selbst den einen oder anderen Albtraum beschwert. Selbst wenn nur die Hälfte wahr wäre, die in diesem Buch beschrieben wird.

  • Honeybal Lektor
    2019-05-11 04:59

    In diesem bedrückenden und fassungslos machenden Buch schildert Blaine Harden, das Einzelschicksal eines Nordkoreaners, der bereits in einem Arbeitslager zur Welt gekommen ist, dort aufwuchs, schließlich mit Erfolg flüchtete und sich über China letztlich nach Südkorea in Sicherheit brachte.Das Schicksal dieses Mannes offenbart den nordkoreanischen Staat völlig ungeschönt in seiner ganzen Menschenverachtung und ist somit ein wichtiger Beitrag dazu, die Weltöffentlichkeit über das Ausmaß der Verbrechen in diesem "Staatsgefängis" zu informieren.Hunger, Erniedrigung, Krankheit und Tod sind der "Alltag" der Häftlinge und durch diese Umstände verwundert es nicht, dass es diesem ehemaligen Häftling an menschlichen Grundeigenschaften wie Mitgefühl, Solidaritiät etc völlig mangelt. Nur durch reines Konkurrenzdenken und chronisches Misstrauen, konnte er sein Überleben im Lager sicherstellen. Erst durch einen Häftling der die Welt außerhalb des Lagers kennen gelernt hat, reift langsam der Gedanke zur Flucht. Diese ist aber auch weniger vom Wunsch nach Freiheit getragen, als viel mehr dadurch, sich endlich richtig satt essen zu können. Nach einer langen Flucht, gelangt der Mann schließlich nach Südkorea, um sich dort ein normales Leben aufzubauen, doch durch seine traumatischen Erfahrungen im Lager und seinen dadurch fest verwurzelten Verhaltensweisen, erweist sich auch dies als sehr schwierig.Durch Einschübe des Autors über die Zustände in Nordkorea, die Geschichte und das Funktionieren des Staatsapparates entsteht so ein verstörendes aber zugleich hoch informatives Buch darüber, was es heißt tatsächlich heißt, in diesem Land zu leben.Hätte jemand ein frei erfundenes Buch mit diesem Inhalt geschrieben, würde dies wohl als völlig überzeichnet und unrealistisch betrachtet werden, doch diese Geschichte spiegelt leider nicht "nur" ein bedauernswertes EInzelschicksal wider, sondern die Leiden eines ganzen Volkes, das seit Jahrzehnten unter der Knechtschaft von menschenverachtenden Verbrechern zu leben hat.All dies in aller Deutlichkeit aufzuzeigen, ist die große Stärke des Buches und deshalb vergebe ich fünf Sterne!

  • Rudi Gerlach
    2019-04-30 06:11

    Das Buch handelt von einer Geschichte über einen Jungen, der in einem nordkoreanischen Lager für politische Häftlinge geboren und aufgewachsen ist. Ihm gelang als junger Erwachsener die Flucht. Die Grausamkeiten, die er zu berichtet, sind unglaublich: Kinder, die wegen vier Reiskörnern totgeschlagen werden. Jeder bespitzelt jeden. Kinder müssen Schwerstarbeit leisten. - Häftlinge sind in Augen der nordkoreanischen Führung keine Menschen mehr.Es ist ein sehr ergreifendes Buch, das die erbarmungslose Diktatur Nordkoreas einem sehr nahe bringt. Es macht traurig, aber zugleich auch wütend auf die Weltgemeinschaft, die wenig bis gar nichts unternimmt. Shin Dong-hyuk ist 1982 geboren worden, also in der Zeit, als Luise Rinser ihre Reisen nach Nordkorea machte und ein wirkliches infames Buch veröffentlichte. Wer Kontraste mag, kann Blaine Hardens Buch und Rinsers "Reisetagebuch" gleichzeitig lesen. Rinsers Buch ist symptomatisch für die Blindheit der deutschen pazifistischen Bewegung; "Flucht aus Lager 14" kann diese Blindheit vielleicht beseitigen.