Read Kommandant in Auschwitz: Autobiographische Aufzeichnungen des Rudolf Höß by Martin Broszat Online

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Die autobiographischen Aufzeichnungen decken die Hintergrnde der moralischen und geistigen Pervertierung auf, die sich im Deutschland Hitlers und Himmlers bei unzhligen ehrgeizigen Glubigen des Regimes vollzog.Das Konzentrations und Vernichtungslager Auschwitz, in der Nhe der gleichnamigen Stadt gelegen, wurde nach dem deutschen Angriff auf Polen im Zweiten Weltkrieg errichtet Im Mai 1940 wurde der damalige SS Obersturmbannfhrer Rudolf H mit dem Ausbau des Lagers beauftragt, das er als Kommandat dreieinhalb Jahre lang befehligte Auschwitz gehrte zu den grten Vernichtungslagern des Dritten Reiches und bestand bis zum Januar 1945 H wurde zum 2 April 1947 vom polnischen Obersten Volksgericht zum Tode verurteilt und am 16 April 1947 in Auschwitz gehenkt Der Kommandant, dessen Laufbahn in Dachau begann, dann ber Sachsenhausen nach Auschwitz fhrte und schlielich 1945 in der Zentrale der Inspektion KL endete, berichtet von dem Inferno einer maschinell und hygienisch betriebenen Ermordung der Hunderttausende, die mit Transportzgen aus ganz Europa in Auschwitz eintrafen Er schildert Entstehung, Organisation und Entwicklung der Konzentrationslager, besonders aber seine Ttigkeit in Auschwitz Dabei bemht er sich um Exaktheit und Sachlichkeit er zeigt sich keineswegs als sadistischer Henkersknecht, sondern vielmehr als ein Mann, der Ordnung und Disziplin liebte, der in der Freizeit als anstndiger SS Fhrer stets beflissen und bereit war, auch den unmenschlichsten Befehl zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten auszufhren....

Title : Kommandant in Auschwitz: Autobiographische Aufzeichnungen des Rudolf Höß
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ISBN : 9783423301275
ISBN13 : 978-3423301275
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : dtv Verlagsgesellschaft 1 Februar 1998
Number of Pages : 296 Seiten
File Size : 587 KB
Status : Available For Download
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Kommandant in Auschwitz: Autobiographische Aufzeichnungen des Rudolf Höß Reviews

  • Gregory Moiselwitz
    2019-05-14 10:30

    Die Kommentare zum von Höß oder seinem Ghostwriter geschriebenen Text sind äußerst informativ, dafür 3 Sterne. Zu dem, was der ehemalige Kommandant von Auschwitz schreibt bzw. schreiben lässt, fehlen mir einfach die Worte:Ein Mann, der über Jahre für das größte Konzentrations- und Vernichtungslager und dessen Abläufe hauptverantwortlich war, schreibt, dass es bisweilen Szenen gegeben habe, die ihm sehr nahe gegangen seien, gleichzeitig habe er nach außen Fassung wahren müssen. Die Augen der Mütter, die mit ihren Kindern in die Kammern gegangen seien und gewusst hätten, was passieren würde, doch vor ihren Kindern unbeschwert taten, werde auch er nie vergessen ...Darüber hinaus betont er seine Fähigkeit, sich in Gefangene, denen auf Augenhöhe zu begegnen sei und die z. B. in seinem Haus in Auschwitz immer gut behandelt worden seien, hineinversetzen zu können, vor allem hinsichtlich der Tatsache, dass deren Haftzeit nicht klar definiert war. Denn alles andere sei ja auszuhalten gewesen …Und als er in den Dienst der Konzentrationslager eingetreten sei, sei ihm anfangs zwar nicht ganz wohl gewesen, doch was hätte er machen sollen? Er hätte sang- und klanglos ausscheiden können und das wäre es dann gewesen. Also habe er seinen Dienst angetreten.Am meisten macht mich ratlos, dass ein Mann von seinem Kaliber ein paar Jahrzehnte später vielleicht eine Karriere in einem großen Baumarkt-Unternehmen oder einem Gabelstapler-Fuhrpark - die Beispiele sind zufällig und ohne Wertung gewählt, die Liste ließe sich fortsetzen - begonnen und erfolgreich vorangebracht hätte und seine Memoiren nach Pleite des Unternehmens in genau demselben Ductus verfasst hätte.In Auschwitz jedoch sind Menschen gezielt vernichtet worden, Höß war nicht der einzige Verantwortliche, doch über Jahre der Hauptverantwortliche vor Ort. Diese Verantwortung blendet er aus und stellt sich lediglich als Befehlsempfänger hin, der seiner Frau in Auschwitz immerhin ein schönes Häuschen mit Angestellten (!) habe bieten können. Und die Kinder, die immer so drollig nach Zigaretten für die Häftlinge gefragt hätten, hätten so herrlich in der Sola gebadet …Was für eine Hybris. Aber genau diese Hybris war wichtig, um als Kommandant ganze Arbeit zu leisten und hat die Vernichtung möglich gemacht.

  • derkock
    2019-04-28 08:30

    Warum hab ich mir dieses Buch gekauft? Ich hab die englische Ausschwitz Doku gesehen die Netflix anbietet, und wollte einfach mehr Erfahren was zu diesem Wahnsinn geführt hat. Das Buch zeigt tiefe Einblicke in das Leben des Rudolf Höß und wie das Leben und Sterben in Ausschwitz war. Ich bin jetzt bei einem Punkt in dem Buch, bei dem ich nicht weiss ob ich es noch weiter Ertrage die Ausführungen des Rudolf Höß zu folgen.Wer es gelesen hat, kennt diesen Punkt. Ob ich es noch zu Ende lese, da bin ich mir nicht sicher, weil mir das ganze einfach zuviel zu Denken gibt grade

  • Anke B.
    2019-05-12 11:36

    Auch wenn es aus der Sicht des Kommandanten geschrieben ist, ist das Buch nicht reißerisch geschrieben. Es erzählt den Werdegang eines Jungen bis hin zum Kommandanten von Auschwitz. Es wird viel über die Situationen und das „leben“ in den KZ‘s geschrieben, wobei die Grausamkeiten nicht bis ins Detail erklärt werden, was auch besser ist, denn die beschriebenen Situationen reichen für die eigene Vorstellungskraft.

  • .
    2019-04-20 07:29

    Es darf bei einer Rezension zu einer Autobiographie eines Auschwitzkommandanten nicht um den Inhalt gehen, sondern lediglich um die Ausgabe. Diese ist nämlich dank der Kommentare gut gelungen. Dennoch muss jedem Leser bewusst sein, dass der Inhalt, der geschriebene Teil von Rudolf Höß kritisch und reflektiert betrachtet werden muss, die Kommentare befreien niemanden von der Pflichr selbst denken... Rudolf Höß schreibt zu seinen Erfahrungen im Baltikum, dass er sich zu diesem Zeitpunkt keine schlimmerer Gewalt hätte vorstellen können, er wurde als Auschwitzkommandant eines anderen belehrt. Dementsprechend sollte ein solches Buch als Rede gegen die AFD betrachtet werden, als etwas was die Gesellschaft von heute verhindern muss, dank kritischem und selbstreglektierendem Denken!

  • Helgo
    2019-04-29 09:47

    Ich habe erst ein bißchen gezögert, ob ich das tatsächlich lesen soll, da er Kommandant eines Konzentrationslagers war. Ich hatte Angst mich springt der Teufel an und habe mich dem dann gestellt. Es war dann auch anders, als ich es mir vorgestellt habe( so kann man sich irren).Ich empfehle dieses Buch und bin jetzt froh, dass ich es gelesen habe. Dieses Buch hat mir einen Blick von einer anderen Seite auf ein Konzentrationslager erlaubt.

  • Müller
    2019-04-30 11:31

    Das Buch bietet einen sehr guten und erschreckenden Einblick in das Innenleben Rudolf Hößs. Für leichte Gemüter sicher nicht zu empfehlen, doch wer sich für die Geschichte des dritten Reichs interessiert sollte sich auf jeden Fall mit diesem Buch auseinandersetzen.

  • Duma & Manfred
    2019-04-22 12:42

    In sehr interessantes Buch von einem Zeitzeugen. Unvorstellbar und unglaublich was sich in dieser zeit abgespielt hat. Junge Generationen sollten sich dieses Buch kaufen um eine Vorstellung aus dieser Zeit zu bekommen...

  • NoName71
    2019-04-22 07:35

    Ein sehr informatives und auch beeindruckendes Buch über die Sichtweise eines Lagerkommandanten in einem Konzentrationslager ohne Gewissen. Leider erschreckend fesselnd!