Read Russensommer: Als der Krieg vorbei war: Meine Erinnerungen by Cornelia Schmalz-Jacobsen Online

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Deutschland 1943 In Berlin fallen die Bomben, und Cornelias Eltern, die sich gegen das Naziregime engagieren, sind in gro er Gefahr Schweren Herzens entschlie en sie sich, ihre gerade einmal achtj hrige Tochter allein an die Ostsee zu schicken in Sicherheit Auf dem Dar bei Tante Maria und Onkel Friedel erlebt das kleine M dchen einen Sommer, den es niemals vergessen wird Die russische Armee r ckt immer n her, die Menschen f rchten sich, doch Cornelia freut sich auf die Befreiung Mit drei jungen Rotarmisten schlie t sie eine Freundschaft, an die sie sich ihr Leben lang erinnern wird und kommt am Ende sogar einem alten Familiengeheimnis auf die Spur....

Title : Russensommer: Als der Krieg vorbei war: Meine Erinnerungen
Author :
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ISBN : 9783328102700
ISBN13 : 978-3328102700
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Penguin Verlag 14 Mai 2018
Number of Pages : 224 Seiten
File Size : 864 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Russensommer: Als der Krieg vorbei war: Meine Erinnerungen Reviews

  • Jaroschek
    2018-10-30 10:25

    Frau Schmalz-Jacobsen hat vor14 Jahren ein ausgezeichnetes Buch u.a. über ihre Eltern geschrieben, die beide vom Staat Israel als 'Gerechte unter den Völkern' geehrt wurden. Während in diesem Buch ihre Eltern und andere Widerständler im Mittelpunkt standen, stellt sie sich nun in dem Buch 'Russensommer' in den Mittelpunkt. Als diese entsetzliche Zeit endlich dem Ende zuging, war die Autorin gerade mal 11 Jahre. Eine erhebliche Schwäche dieses Buches liegt darin, dass sie fast völlig aus der Perspektive eines Kindes heraus schreibt, das historische Zusammenhänge natürlich noch nicht begreift. Diese Jahre so ungefähr von 1943-1946 waren schrecklich. Die Tragik der Zeit kommt bei der Autorin kaum vor, eigentlich klingt das Kriegsende beinah etwas idyllisch. Die Autorin hatte Eltern, die absolute NS-Gegner waren. Für sie standen dieVerbrehen des NS-Regimes im Vordergrund . Es hätte aber nichts mit Aufrechnen oder Verdrängen zu tun, wenn die Autorin stärker die damaligen Untaten der Sieger und die furchtbaren Ängste der Besiegten geschildert hätte. Zu allem Überfluss wiederholt sie in diesem Buch zu viel von dem, was sie in dem früheren Buch geschrieben hat. Und zu oft erwähnt sie Banalitäten, statt eben die oberflächliche Perspektive des Kindes durch das Wissen der Erwachsenen zu ergänzen. Das Buch besteht vorwiegend aus den banalen Erinnerungen eines Kindes und leistet keinen Beitrag zur Zeitgeschichte.

  • IS-SRB
    2018-10-23 11:19

    Wie hat die Autorin als Kind bzw. Jugendliche das Kriegsende in Zingst erlebt. Das Buch ist auch für Leser interessant, die keinen Bezug zum Darß haben. Der Titel lässt vermuten, dass es gegen die Russen ginge. Genau darum geht es aber nicht. Das Buch ist so spannend, dass man es nicht weglegen möchte. Letztlich handelt es sich um ein Antikriegsbuch. Alle Politiker, die heute schon wieder zündeln, sollten das Buch als Pflichtlektüre lesen. Mein großer Dank an die Autorin.

  • Amazon Kunde
    2018-10-29 14:08

    "Russensommer" ist Cornelia Schmalz-Jacobsens ganz persönliche Erinnerung an das Ende des Krieges, das sie auf dem Darß erlebte. Mit den Augen eines kleinen Mädchens betrachtet, nimmt uns die Autorin mit auf eine Reise - raus aus Berlin, weg von den Bombennächten im Bunker, rauf auf den Darß, wo vom Krieg nicht viel zu spüren ist. Wo es am Kriegsende eine Atempause gibt - für alle, Besiegte-Befreite und Soldaten. Eine Zwischenzeit.Einmal angefangen, legt man das Buch nicht mehr weg. Ich wünsche mir mehr persönliche Erfahrungsberichte dieser Art und noch viele Bücher von Cornelia Schmalz-Jacobsen, deren Buch "Zwei Bäume in Jerusalem" ich ebenfalls zur Lektüre empfehle.

  • Uhrwpl
    2018-11-14 16:08

    Ich kann dieses Buch empfehlen, es hat mir und auch meiner Frau sehr gefallen. Das Buch ist auch noch in heutiger Zeit sehr mit der Gegenwart übereinstimmend.

  • Alfried Nehring
    2018-10-26 10:35

    Ein sehr ehrliches Buch, das mich in Vielem an meine eigene Kindheit und die Erfahrungen mit den Russen erinnert hat.

  • flybee
    2018-10-22 08:15

    Ihre persönlichen, positiven Erinnerungen an den "Russensommer" seien der Autorin unbenommen und sind vielleicht auch der kindlichen Perspektive und einer Portion Glück geschuldet.Demgegenüber stehen die Erinnerungen und Erfahrungen Hunderttausender, die den Einmarsch der Roten Armee 1945 wesentlich weniger friedlich und idyllisch erlebt haben..Ich empfehle als Gegenentwurf zu dieser Lektüre das Buch "Ostpreußisches Tagebuch" von Hans Graf von Lehndorff.Das hier beschriebene Grauen war der Preis, den die Deutschen für Hitler und dessen Gräueltaten bezahlen mußten.

  • Anne
    2018-10-25 14:24

    Im Herbst 1943 wird eine Neunjährige aus Berlin zu Verwandten an die Ostsee geschickt. Das Stadtkind bleibt über zwei Jahre auf der idyllischen Halbinsel Darß-Zingst, erlebt dort ein relativ unspektakuläres Kriegsende, lernt in der Ostsee schwimmen, auf den russischen Soldatenpferden reiten und kehrt am Ende zur Familie zurück. Eines von vielen autobiografischen Büchern mit Kindheitserinnerungen an Krieg und Kriegsende? Nein - dieses ist viel mehr:Das Buch entzieht sich durch die Kinderperspektive der Versuchung der Parteinahme, der Klage und Anklage. Wenn die Stimme der Erzählerin von heute dazukommt, versucht auch diese, nicht zu beurteilen, sondern das Kind zu verstehen, das sie war. (In den besten Passagen erinnert der "Russensommer" auch stilistisch an die mecklenburgischen Kindheitbeschreibungen von Uwe Johnson.)Das Kind spürt im Russensommer zum ersten Mal, "wie Freiheit sich wirklich anfühlt". Das brave Antinazikind (wie die Autorin sich selbst nennt), hat schon mit sechs Jahren gelernt, dass Deutschland von einem bösen König regiert wird, der alle Gegner einen Kopf kürzer macht. Die Eltern, wie auch die Verwandten an der Ostsee, sind aktive Regimegegner. Das "Antinazigeheimnis" macht das Mädchen frühzeitig erwachsen, aber auch einsam. In der Schule sagt es folgsam auf "Händchen falten. Köpfchen senken, immer an den Führer denken", aber ansonsten hält es die Klappe.Der Einmarsch der Russen ist deshalb auch die Befreiung von einer alltäglichen Verstellung und Vorsicht. Und dass das Mädchen bereits ab Herbst 1944 mit ihren pragmatischen Verwandten im Selbststudium Russisch gelernt hat, kommt ihr bei der Verständigung mit den echten Russen ein halbes Jahr später sehr zupass. Sie schließt Freundschaft mit einem jungen Russen, der seine Familie ähnlich vermisst wie die Erzählerin die ihre. Für einige Sommerwochen scheinen sich alle, Befreier und Befreite, vor allem von den Schrecken des Krieges erholen und aufatmen zu wollen, wozu die Boddenlandschaft "in der man die Augen ausstrecken konnte" genauso beitrug, wie ein russischer Kommandant, der keine Straftaten duldete, und Einheimische, die keine Heldentaten mehr vollbringen wollten.Die Autorin gibt der Versuchung nicht nach, sich selektiv an ein Kinderparadies zu erinnern, sondern liefert die schon dem Kinde deutlichen dunklen Flecken mit: Das Verbot gemeinsamer Mahlzeiten mit den polnischen Zwangsarbeitern, die abgemagerten russischen Kriegsgefangenen. Nach Kriegsende ist ihr auch bewusst, dass das als Abwandlung beim Fangenspiel benutzte "Frau komm!" mit etwas Schlimmen zu tun hat, das die Russen tun, wovor sich die Frauen abends verstecken, und worüber die großen Jungs tagsüber lästern ("die ist bestimmt auch vergewohltätigt worden").Darüber hinaus ist es trotz alledem auch ein schönes Buch, besonders bei den Schilderungen des Alltags auf dem einzigen (und letzten) Bauernhof des vorgelagerten Schwemmlandinselchens Kirr (heute Naturschutzgebiet), der beim Einmarsch der Russen Rückzugsort für Kinder und Frauen wird - denn dorthin gibt es keine Brücke, dorthin kann niemand "einmarschieren".Wer mehr über die Menschen in diesem Buch, besonders Schmalz-Jacobsens "Antinazieltern" wissen will, dem sei "Zwei Bäume in Jerusalem" derselben Autorin ans Herz gelegt.