Read Mit Träumen im Herzen: Roman nach einer wahren Geschichte by Giuseppe Catozzella Online

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Sie kam als Letzte ins Ziel, doch ihr Foto ging um die Welt Millionen waren bei den Olympischen Spielen 2008 von der somalischen L uferin Samia und ihrem eisernen Willen ger hrt Doch nur wenige wissen, dass die junge Frau danach in ihrer Heimat keine Unterst tzung mehr erhielt und sich auf die lange illegale Reise nach Europa machte Ihre Odyssee fand 2012 vor Lampedusa ein tragisches Ende.Der italienische Journalist Giuseppe Catozzella hat Samias Geschichte recherchiert und mit ihrer Schwester gesprochen In einer einfachen und emotional ber hrenden Sprache l sst er Samias Welt entstehen und gibt der verschollenen jungen Frau eine Stimme....

Title : Mit Träumen im Herzen: Roman nach einer wahren Geschichte
Author :
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ISBN : 3328100598
ISBN13 : 978-3328100591
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Penguin Verlag 12 Dezember 2016
Number of Pages : 256 Seiten
File Size : 797 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Mit Träumen im Herzen: Roman nach einer wahren Geschichte Reviews

  • Irma,[...]
    2018-11-13 13:21

    Wie muss es sich angefühlt haben, eine Geschichte aufzuschreiben, Wort für Wort, Zeile für Zeile, die so voller Hoffnung ist? Eine Geschichte, deren trauriges und unveränderliches Ende dennoch von Beginn an feststand.Wie wird es sich anfühlen, die Geschichte des hoffnungsvollen Mädchens zu lesen? Mit dem Wissen, dass ihre Hoffnung dazu verurteilt ist, zu sterben.Wie muss sich für das hoffnungsvolle Mädchen wohl genau dieser Moment angefühlt haben? Die Sekunde, in der ihr bewusst wurde, dass alles umsonst gewesen ist. Als ihre Hoffnung auf ein besseres Leben schwand. Als sie langsam unterging. Und nichts zurückblieb. Nicht einmal sie selbst.Die Geschichte “Sag nicht, dass du Angst hast”, von Giuseppe Catozzella führt unweigerlich dazu, dass sich der Leser Fragen stellt. Nicht nur jene, die ich gerade genannt habe. Noch viele weitere. Und das ist nicht verwunderlich.Aus Sicht vieler Bewohner der “Feste Europas”, jenes sicheren, so verheißungsvollen Fleckchen Erde, sind die Dramen, die sich vor ihren Mauern abspielen, ein großes Fragezeichen. Zwar hören wir in den Nachrichten von den vielen Glücklosen, die im Mittelmeer ihr Ende finden, kurz vor dem vermeintlich sicheren Hafen. Aber was wissen wir wirklich über diese Menschen? Was wissen wir über den Hintergrund ihrer Flucht? Was wissen wir über die Situation in ihren Heimatländern? Was wissen wir über ihre Ängste, ihr Strapazen, ihre Hoffnungen? Was wissen wir darüber, was sie alles riskiert haben für die Aussicht auf ein besseren Leben? Die Antwort ist kurz: Wenn überhaupt, wissen wir wenig, so gut wie nichts.Und genau das will Guiseppe Catozzella mit seinem Roman “Sag nicht, dass du Angst hast” ändern. Das Außerordentliche an dem Buch besteht darin, dass er die Flüchtlingsthematik nicht in einer Dokumentation aufarbeitet, die Fakten an Fakten reiht, sondern als Darstellungsform einen Roman gewählt hat: Einen Roman, erzählt aus der Ich-Perspektive. Damit schlägt er zwei Fliegen mit einer Klappe. Catozzella gibt den Lesern die Möglichkeit, sich mit der Geschichte zu identifizieren, sie nachzuempfinden. Er durchbricht die sichere Distanz, die Dokumentationen anhaftet und verzichtet auf den “gehobenen Zeigerfinger”, der sich in mach Sozialreportage zu nachdrücklich auf die Leser richtet. Und noch wichtiger: Mithilfe des Romans gibt Catozzella seiner Protagonistin Samia und allen anderen namenlosen Flüchtlingen ein Gesicht und eine Stimme.In “Sag nicht, dass du Angst hast” erzählt der italienische Journalist die Lebensgeschichte der jungen Somalierin Samia, die Zeit ihres Lebens gekämpft hat: Nämlich dafür, ihrer Bestimmung zu folgen und zu laufen. Als Samia 2008 bei den Olympischen Spielen angetreten ist, ging ihr Gesicht um die Welt. Denn was hätte sich besser geeignet, um die westlichen Gemüter anzurühren, als das Märchen von der kleinen Läuferin aus dem Krisenland, dünn wir ein Ast, die die Herzen im Sturm eroberte, als sie als letzte ins Ziel gelaufen kam. Samia hatte schon damals keine Chance zu gewinnen. Wie sollte sie auch – ohne professionelles Training, ohne Muskelmasse, ohne vernünftige Ernährung, ohne Perspektive. Und auch später, als es nicht nur um den Sieg bei einem Sportwettbewerb, sondern um ein besseres Leben ging, war sie so gut wie chancenlos. Dennoch wollte sie ihr Schicksal nicht hinnehmen. Die “kleine Kriegerin” hat den weiten Weg auf sich genommen, um ihren Traum zu verwirklichen: Sie wollte laufen, sie wollte leben, frei von Zwängen, und hat letztlich dafür ihr Leben gegeben.Eingangs habe ich gefragt, wie es sich wohl anfühlen würde, über sie zu lesen. Über das hoffnungsvolle Mädchen, dessen Träume am Schluss mit ihr selbst untergingen.Insgesamt, so weiß ich heute, Tage nach Ende der Lektüre, war es seltsam bereichernd. Denn Samias Geschichte hat das geschafft, was die wenigsten vermögen: Sie arbeitet in mir nach, lässt mich nicht los. Ich erzähle viel über dieses Buch, denke immer wieder daran. Bin froh über die neue Perspektive, die ich gewonnen habe: Einen Blick auf das mir so fremde Somalia und dessen Menschen. Einen Blick auf deren Alltag, die ausgelassenen und fröhlichen Stunden, die immer weniger wurden. Einen Blick auf das so tapfere, Mädchen, das wahrlich den Beinamen “kleine Kriegerin” verdient. Natürlich war die Lektüre auch traurig und aufwühlend. Vor allem das letzte Drittel des Romans, die monatelange Flucht, von einem Ort zum nächsten. Das ständige Warten. Die Enge. Die Verzweiflung. Das Schwinden der Hoffnung. Der Teil, in dem Samia sich nicht mehr als Mensch fühlte. In dem sie ihre Würde, ihre Rechte verlor, der Willkür der Schlepper völlig ausgeliefert war. Doch es war wichtig, auch diesen dunklen Teil gelesen zu haben, der dem Autor eine schriftstellerische Höchstleistung abverlangte. Denn er gibt Einblick in eine Realität, vor der wir die Augen nicht verschließen sollten.Ich bin froh, dass Guiseppe Catozzella sich dafür entschieden hat die Geschichte von Samia Yusuf Omar zu recherchieren, auch wenn die Arbeit an diesem Roman sicherlich nicht einfach war. Sie hat sich mehr als gelohnt. Schon 2008 bei den Olympischen Spielen konnte das dünne, somalische Mädchen, das kein Mitleid wollte, die Menschen vor ihren Fernsehgeräten bezaubern. Und das tut sie wieder – in diesem Buch. Ihr kurzer Ausflug ins Blitzlichtgewitter konnte ihr Schicksal nicht ändern. Aber zumindest lenkt es – hier festgehalten – die Aufmerksamkeit auf jene Namenlosen, die noch immer Tag für Tag vor Europa stranden.

  • elli
    2018-10-26 05:23

    Ein Einzelschicksal, das derart berührt und für die große Zahl derer steht, die ihre Heimat in der Hoffnung auf ein besseres Leben verlassen und zu uns nach Europa flüchten. Egal, welche Bücher mit Fluchtberichten und Flüchtlingsschicksalen man derzeit liest, sie haben alle gemein, dass sie zu besserem Verständnis der weltweiten Fluchtbewegung beitragen und ein großes Mitgefühl für die bei uns Schutz Suchenden wecken.Jedem Flüchtling, der es bis nach Europa geschafft hat, gebührt ein respektvoller Umgang und eine gewissenhafte Prüfung seiner Anliegen und Anträge.Was für eine große Flüchtlingsbewegung auf Grund unermessbaren Leids in den Heimatländern der Fliehenden - eine ganze Generation traumatisierter Menschen. Wir sollten uns bemühen, zu helfen wo wir können.

  • Eva
    2018-11-16 06:26

    Dieser Geschichte mach die Augen auf. Man kann eintauchen in die Träume von einer Mädchen / Frau und sehen, was man selber hat

  • M. Salzmann
    2018-10-29 13:08

    Ohne ausgedehnte Erklärungen werden der Lebensabschnitt spannend geschildert. Der Schluss geht unter die Haut und macht betroffen. Ich kann das Buch empfehlen.

  • Helga
    2018-11-13 10:17

    Dieses Buch kann ich nur weiter empfehlen...vor allem jenen, die sich für Flüchtlinge einsetzen..es lohnt sich..Giuseppe Catozella hat es verstanden, das Thema in einem Roma darszutellen.

  • Marie C.
    2018-11-15 06:11

    Manch einer wird sich vielleicht noch an die Olympischen Spiele 2008 in Peking erinnern, an die somalische Läuferin Samia Yusuf Omar, die das Herz der Zuschauer eroberte, obwohl oder gerade weil sie als Letzte durchs Ziel lief und trotzdem unbändig kämpfte. Sie hatte keine Chance gegen ihre gut trainierte, wohl genährte Konkurrenz, aber ein klares Ziel vor Augen, das sie nicht aufgeben ließ.Samia wurde 1991 im vom Bürgerkrieg gebeutelten Somalia geboren. Schon früh entwickelte sie eine Leidenschaft fürs Laufen. Trotz der ärmlichen Verhältnisse, in denen sie aufwuchs, und ohne echte Trainingsmöglichkeiten, kämpfte sie sich an die Spitze des Landes vor. Sie wurde dabei behindert und bedroht, denn dass muslimische Frauen laufen, wurde nicht toleriert. Doch Samia gab nicht auf. Für ihre Freiheit und ihren Traum, an die Weltspitze zu gelangen und bei den Olympischen Spielen 2012 in London zu gewinnen, verließ sie ihr Land und wagte die Flucht nach Europa. Im April 2012 ertrank sie – wie so viele – im Mittelmeer vor Lampedusa.Der italienische Journalist Giuseppe Catozzella recherchierte Samias Geschichte. Er sprach mit Menschen, die sie kannten, vor allem mit ihrer Schwester, der die Flucht nach Helsinki gelungen war und mit der Samia auch während ihrer beschwerlichen Reise immer wieder Kontakt hatte. Aus den zusammengetragenen Fakten schuf Catozzella schließlich diesen Roman, in dem er den vielen anonymen Flüchtlingen ein Gesicht und eine Stimme gibt.Die Erzählung in der Ich-Form aus Samias Perspektive bringt die Lesenden ganz nah an die Protagonistin heran. Man kann ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihre Wünsche und Hoffnungen, ihre Verzweiflung, ihren Kampfgeist in jedem Wort spüren und sehr leicht nachvollziehen. Die Sprache ist recht einfach und eingängig, die Erzählung unheimlich fesselnd, spannender als mancher Krimi.Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Es zeigt Fakten auf, die man sich sonst nicht immer klarmacht. Es schafft Verständnis für die Situation der Flüchtlinge, erzeugt aber auch eine ungeheure Wut. Denn erstens müsste es erst gar nicht so weit kommen und zweitens wäre es gar nicht so schwer zu helfen.