Read Nussschale (detebe) by Ian McEwan Online

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Eine klassische Konstellation der Vater, die Mutter und der Liebhaber Und das Kind, vor dessen Augen sich das Drama entfaltet Aber so, wie Ian McEwan sie erz hlt, hat man diese elementare Geschichte noch nie geh rt Verbl ffend, verst rend, fesselnd, philosophisch eine literarische Tour de Force von einem der gr ten Erz hler englischer Sprache....

Title : Nussschale (detebe)
Author :
Rating :
ISBN : 3257244150
ISBN13 : 978-3257244151
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Diogenes Auflage 1 24 Januar 2018
Number of Pages : 288 Seiten
File Size : 696 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Nussschale (detebe) Reviews

  • Amazon Customer
    2019-04-27 17:47

    Habe diverse Bücher des Autors gelesen, "Schwarze Hunde" war bisher mein Lieblingsbuch von ihm. Doch dieses Buch ist fantastisch, man lacht, man wird auf sich selbst zurückgeworfen, man ist wieder ein Embryo, wieder der Erwachsene der Entscheidungen getroffen hat, für oder gegen das Leben, für oder gegen Liebe. McEwan scheint tief in einem selbst verborgene Informationen wieder ans Licht zu holen. Es ist ein fesselndes Buch, die Sprache dicht und teils komplex und sehr gut übersetzt wie mir scheint. Und die Geschichte spannend.Die Idee des Buches, die Perspektive des Ungeborenen, ist Genial. Und da der Autor Themen immer tief recherchiert kommen auch Gedanken die sagen, genau so könnte es bei mir gewesen sein.

  • S. R.
    2019-05-04 15:34

    "Ich weiss, Sie sind jünger als ich. Aber muss ich es Ihnen den wirklich im Einzelnen ausbuchstabieren? Der Verlag überschuldet. Er persönlich überschuldet. Unzufrieden mit seiner Arbeit. Ein ungewolltes Kind unterwegs. Frau vögelt den Bruder. Chronische Hautkrankheiten. Und Depressionen. So weit klar?" (S.197). So plausibel wie nachdrücklich sich hier das Schicksal eines Mannes präsentiert, sie kompliziert und vielschichtig entfaltet sich in "Nussschale" eine komplexe Familiengeschichte. Eine klassische Tragödie in zeitlosem Gewand. Eine Geschichte von Eitelkeit, Eifersucht, Lust und Begierde.Der von mir seit Jahren geschätzte Ian McEwan gibt diesem klassischen Sujet ein neues Gewand, indem er die Geschichte aus dem Blickwinkel eines ungeborenen Kindes entwickelt. Der Ich-Erzähler als ausentwickeltes Baby im Bauch einer hedonistischen Mutter. Ungewöhnlich. Nachvollziehbar. Unterhaltend. Gewürzt mit tiefgründigen Reflexionen über das Selbst, über die anderen, über die Allgemeinheit.Auch der sich entwickelnde Kriminalfall ist durchdacht und zugleich wie aus dem realen Leben geschnitten. Keine Überzeichnungen wie bei Stieg Larsson, keine Zaubereien wie bei Agatha Christie, keine Wissenschaft wie bei Simon Beckett. So langweilig wie Aktenzeichen XY-ungelöst.Leider leidet dieser Roman an zu viel Zeitkritik. Manchmal resignativ-intellektuell: "Das alte Europa, verkalkt und überwiegend altarmilde, von den eigenen Geistern heimgesucht, wehrlos gegen Brutalität und Tyrannei, seiner selbst unsicher und zugleich ersehntes Ziel Millionen Leidender." (S.12) Manchmal pointiert-emotional: "Ein Blutbad in dieser Welt, Glückseligkeit in der nächsten. Frischbärtige junge Männer mit schöner Haut und Sturmgewehren auf dem Boulevard Voltaire, die in die schönen, ungläubigen Augen ihrer eigenen Generation schauen. Es war nicht Hass, der die Unschuldigen umbrachte, sondern Glaube, dieses abgemagerte Gespenst, noch heute verehrt, selbst von den Sanftmütigsten." (S.224) Meist aber leider stumpfsinnig-naiv wie abendliche Tagesschaukommentare demonstrierender Wutbürger und Gutmenschen. Störend für die eigentliche Geschichte. Trotzdem lesenswert.

  • Mekki
    2019-05-17 17:48

    Der Schreibstil ist fesselnd und malt mit leichter Hand ein Gemälde in den Kopf des Lesers oder Zuhörers. Dieser Schreibstil ist super angenehm um dem Geschehen zu folgen nur führte er auch dazu, dass ich das Buch weg legte. Die häufige Beschreibung des Geschlechtsverkehrs wollte ich mir einfach nicht weiter antun, aber für jemanden den das nicht stört -> viel Spaß beim lesen!

  • Gerda
    2019-04-23 19:25

    Dieser Roman ist aus der Sicht eines Fötus geschrieben , der die Dreierbeziehung um seine Mutter, seinen Vater und den Liebhaber seiner Mutter äußerst argwöhnisch betrachtet, da Mutter und Liebhaber den Vater klassischerweise töten wollen. Ein locker geschriebener Kriminalfall , scharf beobachtet von einem Ungeborenen., sprachlich sehr ansprechend, gewürzt mit viel Ironie und Witz, der auch nicht shakespearefeste Leser begeistern wird.

  • Tom Liehr
    2019-05-02 15:28

    Der etwas weltfremde, schöngeistige John, Lyriker und erfolgloser Lyrik-Verleger, hat die bildhübsche Trudy geheiratet und geschwängert, aber Trudy hat John vor die eigene Haustür gesetzt, um mit dessen Bruder Claude eine Intrige zu spinnen, an deren Ende der Eigentumsübergang des zwar verfallenden, aber wertvollen Londoner Hauses stehen soll. Da das am einfachsten ist, will man dies via Mord erreichen. Trudy ist recht klug, Claude eher nicht so, doch die klügste Person bei dieser nahezu klassischen Tragikomödie nach Shakespeare-Motiven ist das ungeborene Kind in Trudys Bauch. Dieses Kind, ein Junge, ist der Ich-Erzähler der Geschichte.Ian McEwan ist ein nahezu unübertroffener Stilist, ein vernünftiger Idealist, ein kategorischer Moralist und ein brillanter Romancier. Nur wenigen anderen würde es gelingen, aus der Sicht eines ungeborenen Babys - immerhin kurz vor der Niederkunft - eine Geschichte zu erzählen, die voller Lakonie, Weisheit, Witz und Überraschungen steckt, deren Lektüre überbordenden intelligenten Spaß bereitet, ohne dass man sich als Leser - ab einem gewissen Punkt - noch Gedanken darüber macht oder machen müsste, wie "glaubwürdig" die Grundlagen sind. Das erzählende, spekulierende, nachdenkende, beobachtende Kind weiß, was es weiß, weil es Radio gehört, Podcasts gelauscht und den Gesprächen der Erwachsenen beigewohnt hat, das Kind ist in Sorge über den Zustand der Welt im Allgemeinen und über die Taten jener Erwachsenen im Speziellen, es ist zugleich voller Tatendrang, Wissensdurst und Lebenswillen. Letztlich wird es entscheidend eingreifen und noch vor der eigenen Geburt Mitverantwortung für diesen Planeten voller Verrückter übernehmen.Obwohl es dann doch knapp 280 Seiten sind, kam mir "Nussschale" beim Lesen kürzer vor, weil es kurzweilig ist, die große literarische Vorlage nicht allzu ernst nimmt, sehr spannend daherkommt und die besondere Sichtweise des noch nicht geborenen Protagonisten auf besondere Weise nutzt, um mit dem Zustand der Welt und den Verursachern dieses Zustands abzurechnen. Unterm Strich ein nahezu perfekter Roman.

  • Petra De Guia
    2019-04-23 22:33

    Erzählt aus einer ganz anderen Perspektive, einfach genial, spannend und sehr schön gelesen. Große Freude, dass es Schriftsteller, wie Ian McEwan gibt. Toll. Sorgt für Abwechslung.