Read Ökonomik: Eine Einführung (Neue ökonomische Grundrisse) by Karl Homann Online

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ber den Autor und weitere MitwirkendeKarl Homann, Geboren 1943 Studium der Philosophie, Germanistik und kath Theologie in Munster, Promotion zum Dr phil 1971 79 Studium der Volkswirtschaftslehre in Munster, Promotion zum Dr rer pol 1985 Habilitation fur Philosophie Professor fur Philosophie mit besonderer Berucksichtigung der philosophischen und ethischen Grundlagen der Okonomie an der Universitat Munchen.Andreas Suchanek, Geboren 1961 1982 86 Studium der Volkswirtschaftslehre in Kiel und Gottingen 1993 Promotion 1999 Habilitation seit 2004 Forschungsprofessor fur Nachhaltigkeit und Globale Ethik an der HHL Leipzig Graduate School of Management und Vorstandsmitglied im Wittenberg Zentrum fur Globale Ethik....

Title : Ökonomik: Eine Einführung (Neue ökonomische Grundrisse)
Author :
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ISBN : 9783161484360
ISBN13 : 978-3161484360
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Mohr Siebeck Auflage 2., berarb 9 M rz 2005
Number of Pages : 425 Seiten
File Size : 598 KB
Status : Available For Download
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Ökonomik: Eine Einführung (Neue ökonomische Grundrisse) Reviews

  • Frank Reibold
    2018-10-23 02:53

    Dieses Buch ist eine Einführung in die Volkswirtschaftslehre, insbesondere in die Neue Institutionenökonomik.Zunächst wird an Hand eines fiktiven Beispiels (ein Student möchte das Auto seines Professors kaufen) veranschaulicht, welche Probleme bei alltäglichen Vorgängen auftreten können: Hat der Student genug Geld? Ist das Auto vielleicht defekt? Was ist das Auto wert? Bietet der Professor eine Haftung an?Die Lösung dieser Probleme besteht in Institutionen: Kfz-Händler, vorgefertigte Kaufverträge, Bank, Schufa. Nach einer Einführung in die Begriffe und das Wesen von Tauschvorgängen werden die wichtigsten Typen von Institutionen in der Reihenfolge ihrer Wichtigkeit beschrieben:Staat: Hier geht es um die Grundlagen der Staatstheorie (Gesellschaftsvertrag) und die Aufgaben des Staates (z. B. Frieden, Recht, Marktversagen). Daneben werden die Probleme des Staates ("Public Choice", d. h. Politiker wollen Spenden und Wählerstimmen und dienen nicht dem Allgemeinwohl). Zudem werden die Grenzen des Staates aufgezeigt (internationale Organisationen, NGOs, multinationale Konzerne). Der Staat bietet über sein Rechtssystem die Voraussetzung für das Funktionieren von Märkten.Märkte: Zunächst werden Wesen und Voraussetzungen des Marktes (z. B. Wettbewerb) diskutiert. Danach werden exemplarisch drei Typen von Märkten an Hand von Beispielen vorgestellt: freier Markt (Auktion / Börse), politisch regulierter Markt (Bananen), illegaler Markt (Drogen). Die makroökonomischen Implikationen werden nur kurz gestreift; dies schließt eine ausführliche Diskussion des Begriffs "Geld" ein.Organisationen: Diese stehen außerhalb des Marktes und dienen der Senkung von Transaktionskosten. Nach einer Darstellung der Grundlagen (wiederum Vertragstheorie) werden Wesen, Grenzen und Probleme von Unternehmen aufgezeigt. Das schließt eine Bewertung der betrieblichen Mitbestimmung ein. Danach werden weitere Formen von Organisationen vorgestellt: Interessengruppen, Gewerkschaften und internationale Organisationen.Das letzte Kapitel beschäftigt sich mit dem möglichen Widerstreit zwischen Ökonomie und Moral. Dazu wird das Konzept des "homo oeconomicus" (der stets rational handelnde Mensch) diskutiert und für die Wirtschaftswissenschaften als sinnvoll erachtet. Kritik an diesem Konzept richtet sich häufig gegen die Fixierung auf monetäre Anreize:;mit Hilfe der in dem Buch verwendeten Dilemmastrukturen kann man jedoch auch andere Ziele darstellen. Ethik ist dann eine Handlungsbedingung.Im Sinne dieses Buches befasst sich Ökonomik mit Interaktionen nach folgendem Schema:(1) Handlungsbedingungen(2) Handlung-------------------------------------------(3) HandlungsfolgenDie Handlungsbedingungen stellen die Umwelt des Menschen dar (z. B. Regeln / Gesetze und sein Einkommen); während der Handlung wird der Nutzen des Handelnden maximiert; die Handlungsfolgen betreffen wiederum die Gesellschaft (es könnten sich z. B. Preise ändern oder die Umweltverschmutzung abnehmen). Aus beabsichtigten individuellen Handlungen entstehen so unbeabsichtigte soziale Folgen.Mir hat das Buch gut gefallen. Die Ansicht, dass alle Handlungen interaktiv sind, kann viele Probleme erhellen. In dem Buch geht es nebenbei auch um Arbeitslosigkeit, Korruption, Entwicklungshilfe und andere aktuelle Themen. Die Modellierung der Probleme als Dilemmastrukturen erinnert an die Vorgehensweise der soziologischen Erklärung in Esser: "Soziologie: Allgemeine Grundlagen". Dort erfährt man auch mehr über den "homo oeconomicus" und alternative Ansichten.Ich kann das Buch jedem empfehlen, der eine Einführung in die Volkswirtschaftslehre benötigt. Es ersetzt zwar kein herkömmliches Lehrbuch, aber die alternativen Ansätze sind häufig eine große Hilfe.

  • Matthias
    2018-10-25 03:54

    Eine fundierte und theoretische Einführung mit allen Schlüsselbegriffen und guten Beispielen.Informativ, aktuel und übersichtlich.An manchen Stellen sehr sehr detailliert und für Laien hart an der Grenze der Verständnis.

  • None
    2018-10-24 04:02

    Homann und Suchanek liefern mit diesem Buch eine Einführung in die Ökonomik, die die bisher bekannten Einführungen nicht nur außerordentlich gut ergänzen, sondern auch das dokumentieren, was man „ökonomischen Imperialismus" nennt: Die systematische Anwendung des ökonomischen Ansatzes zur Erklärung menschlichen Verhaltens sowohl auf wirtschaftliche (Arbeitsmarkt, Börse, Unternehmen) als auch außerwirtschaftliche (Staat, Demokratie) Bereiche.Damit zeichnet sich dieses Buch durch den besonderen Blick auf die Wirklichkeit aus und vermittelt gerade dadurch Perspektiven, die ein Einführungsbuch beispielsweise zur Mikroökonomik, Konjunktur- und Wachstumstheorie oder zur Makroökonomik nicht leisten kann, allerdings auch nicht will. Dieser besondere Blick hat seinen Ausgangspunkt in der Beobachtung, dass nicht die einzelne Handlung, sondern die Interaktion bzw. die Gestaltung menschlicher Kooperationsmöglichkeiten das zentrale Untersuchungsobjekt für Ökonomen oder auch für Sozialwissenschaftler im weiteren Sinne darstellen sollte. Zu fragen sei also, welche Punkte empirisch eine Ausweitung der Kooperation zwischen zwei oder mehreren Menschen behindern, und wie sich diese Behinderung durch Änderung der Spielregeln aufheben lassen. Bei diesen theoretischen Ausführungen bleiben Homann und Suchanek aber nicht stehen, sondern sie veranschaulichen ihre Argumente stets an konkreten Beispielen und an unterschiedlichen ökonomischen (z.B. Bananenmarktordnung, Auktionen) und außerökonomischen (Rolle des Minimalkonsenses für ein Gemeinwesens, politischer Wettbewerb) Sachverhalten.Auch wenn man den ökonomischen Ansatz zur Erklärung menschlichen Verhaltens in seinem Alleinerklärungsanspruch kritisieren mag, so verdeutlicht dieses Buch doch überzeugend, dass man mit dem „ökonomischen Imperialismus" sehr viel erklären kann, und dass die Auseinandersetzung mit diesem fruchtbare Einsichten ermöglicht und zu weiteren Forschungen herausfordert. Interessanterweise sehen dies auch die Autoren selbst, denn in einem abschließenden Kapitel über die „Methodologie der Ökonomik" betonen sie ausdrücklich, dass die in diesem Buch beschriebene Sicht lediglich eine von zahlreichen möglichen darstellt, allerdings eine, die zumindest gegenüber vielen anderen in Bezug auf Erklärungskraft überlegen ist.

  • ketelhut
    2018-10-15 04:06

    Weitläufig ist diese Abhandlung zur, vor allem auf Interaktionstheorie beruhenden, Ökonomik. Wichtig und aufschlußreich sicherlich die notwendige Abgrenzung der verschiedenen Theorien voneinander und gleichzeitig das Aufzeigen derer Interdependenzen. Auch wichtig die Abkehr von der klassischen Knappheit und vom homo oeconomicus. Von der Theorie her also eher progressiv. Allerdings ist der Stil des Werkes nicht wirklich so, daß man gerne liest. Es bedarf einer gewissen Grundmotivation, um sich durch manchmal langatmige Erklärungen und Begründungen zu wühlen und dabei zu versuchen, die Essenz des eben gelesenen zu entdecken. Das ist schade, aber es tut dem Gesamturteil nur wenig Abbruch. Alles in allem ein sehr empfehlenswerter Beitrag, der interessante Denkperspektiven der Ökonomik aufzeigt.

  • Amazon Customer
    2018-11-01 02:59

    Leider erwartet den Leser in diesem vermeintlichen Lehrbuch nichts Neues, was man nicht schon in früheren Werken Homanns und seiner Schule gelesen hat. Ein übersichtlicher Aufbau ist für den Studierenden aber nützlich. Doch man vermißt eine differenzierte Weiterführung wirtschaftsethischer Fragen, so eine intensive Auseinandersetzung mit alternativen Ansätzen der Wirtschaftsethik (P. Ulrich, A.F.Utz u.a.). Man lese bei UTB Homann/Blome-Drees (1992) : Wirtschafts- und Unternehmensethik und man ist auf knapperem Raum über diesen zweifellos ideologischen (und deshalb für ein Lehrbuch problematischen) Ansatz schneller informiert.