Read Gedichte by Rainer M Rilke Online

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Gedichte Aufl 1989 Versand innerhalb 24h, Rechnung mit ausgewiesener MwSt, zuverl ssiger Service...

Title : Gedichte
Author :
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ISBN : 3150096235
ISBN13 : 978-3150096239
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Reclam, Philipp, jun GmbH, Verlag 1997
Number of Pages : 324 Seiten
File Size : 661 KB
Status : Available For Download
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Gedichte Reviews

  • Taklamakan
    2019-02-12 15:56

    Reclams Werkauszug von Rilkes Schaffen begleitet mich nun schon 5 Jahre. Das kleine gelbe Buch ist schon arg zerfleddert, der Umschlag fleckig und vereinzelte Seiten sind mit Anmerkungen von mir versehen. Manchmal, wenn ich im Alltag den Faden verliere, zu mir selbst, dem was ich tue oder dem Ort wo ich gerade bin, nehme ich das kleine gelbe Buch zur Hand und tauche für einige Minuten in Rilkes Oase der Worte ein, seine sinntiefen Betrachtungen, seine zarten Beschreibungen und seine liebevollen Berührungen der Dinge.Auf rund 300 Seiten im DIN-A6 Format gelingt es dem Reclam-Verlag eine gute Werksübersicht zu geben und im Nachwort noch einen biographischen Ausflug mit gezielten Analysen und Hintergrundinformationen zu erstellen.Rilkes Gedichte und Gedanken schweifen weit: Meditionen (Stundenbuch), poetische Sachbeschreibungen (Buch der Bilder)und immer wieder Reflexionen der eigenen Verzweiflung, dem eigenen Überflutetwerden mit Eindrücken und Erkenntnissen.Es sind besonders Sätze wie diese, die hängen bleiben und wirken:"Und wieder rauscht mein tiefes Leben lauter, als ob es jetzt in breitern Ufern ginge. Immer verwandter werden mir die Dinge, und alle Bilder immer angeschauter...." (S.82)"..O wie war ich eines, nichts was rief, nichts was mich verriet; meine Stille war wie eines Steines, über den der Bach sein Murmeln zieht..." (S.74)"Ich fürchte mich so vor der Menschen Wort. Sie sprechen alles so deutlich aus: Und dieses heisst Hund und jenes heisst Haus und hier ist Beginn und das Ende ist dort. .... Ich will immer warnen und wehren: Bleibt fern. Die Dinge singen hör ich so gern. Ihr rührt sie an: sie sind starr und stumm. Ihr bringt mir alle die Dinge um." (S.20)"Das ist Sehnsucht: wohnen im Gewoge und keine Heimat haben in der Zeit. Und das sind die Wünsche: leise Dialoge tagtäglicher Stunden mit der Ewigkeit." (S.16)"Der Tod ist gross. Wir sind die Seinen lachenden Munds. Wenn wir uns mitten im Leben meinen, wagt er zu weinen mitten in uns," (S.91)Besonders interessant ist Rilkes Ahnung und Herbeisehnung des Untergangs der Zivilisation, noch bevor sie ihren eigentlichen Höhepunkt erreicht hat. Man mag kaum glauben, dass ein Überdruss an den allgemeinen Errungenschaften und Verhältnissen um das Jahr 1900 herum, schon diese Endgültigkeit erreicht haben kann. Eine Tiefe, die etwas zeitloses hat, könnten doch die nachfolgenden Betrachtungen durchaus auch in der Gegenwart entstanden sein:"....Das Erz hat Heimweh. Und verlassen will es die Münzen und die Räder, die es ein kleines Leben lehren. Und aus Fabriken und aus Kassen wird es zurück in das Geäder der aufgetanen Berge kehren, die sich verschliessen hinter ihm.Alles wird wieder gross sein und gewaltig. Die Lande einfach und die Wasser faltig, die Bäume riesig und sehr klein die Mauern; und in den Tälern, stark und vielgestaltig, ein Volk von Hirten und von Ackerbauern." (S.55)In Reclams Werkauszug fehlen selbstverständlich auch Rilkes berühmtes Herbstgedicht "...Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.." und seine vielzitierte, kierkegaardsche Selbstbeschreibung in Anbetracht des Unendlichen nicht:"Ich lebe mein Leben in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn. Ich werde den letzten vielleicht nicht vollbringen, aber versuchen will ich ihn. Ich kreise um Gott, um den uralten Turm, und ich kreise jahrtausendelang; und ich weiss noch nicht, bin ich ein Falke, bin ich ein Sturm oder ein grosser Gesang."Mit dem "grossen Gesang" lag Rilke, was die Bedeutung seines Werkes in der Folgezeit anging, auf jeden Fall richtig.

  • Janine2610
    2019-02-04 12:32

    Ja, ich traue mich, Rilkes Gedichte zu rezensieren und ich weiß jetzt schon, dass meine Rezension nicht gut ausfallen wird. Aber ich denke, das ist okay, schließlich ist eine Rezension immer von der ganz persönlichen Sichtweise und den eigenen Vorlieben geprägt - eine völlig subjektive Meinungsäußerung sozusagen. Die Schwiegermutti in spe und Rilke mögen es mir also verzeihen, denn ich konnte leider gar nichts, oder kaum etwas, mit dem Inhalt anfangen.Dass ich nicht wirklich der Gedichte-Fan schlechthin bin, dürfte der eine oder andere meiner aufmerksamen Lesern bereits mitbekommen haben. Warum habe ich Rilkes 524 seitenlange Gedichte dann aber trotzdem gelesen und beendet? - Zum einen, weil das Buch ein Weihnachtsgeschenk (2016) von der Mutter meines Freundes war und sie meinen Lesegeschmack damals noch nicht kannte, weswegen sie wahrscheinlich gedacht hat, sie macht mir mit ein paar schönen Rilke-Gedichten eine Freude. Zum anderen, weil ich zu der Zeit noch nicht viel mit Gedichten in Berührung war und noch nicht wusste, dass dies absolut nicht mein Lesebereich ist, in dem ich Freude habe.Mal begonnen mit dem Buch, konnte oder wollte ich dann auch nicht mehr abbrechen, schließlich war es ein Geschenk und außerdem fällt es mir echt schwer, Bücher, die ich begonnen habe, nicht zu beenden. Man kann oben neben dem Foto eh sehen, dass ich relativ lange an dem Buch gelesen habe. Mich hat es eben nicht häufig gereizt, mich auf die Texte einzulassen. - Gut, vielleicht lag dies auch an der recht stressigen Schul- und Lernzeit, die ich hinter mir habe, ich weiß es nicht ...Was hat mir nun genau nicht an den Gedichten gefallen? - Dass man hochkonzentriert bei der Sache sein musste, um die meisten Gedichte/die Aussagen darin auch nur ansatzweise zu verstehen. Ich gehöre eher zu der Sparte Leser, die zur Unterhaltung lesen und nicht, weil sie sich fordern wollen. Wenn ich Wissenswertes aufnehmen oder etwas zum Nachdenken lesen möchte, dann entscheide ich mich ganz bewusst dafür und greife dann eben zu einem Sachbuch, Ratgeber oder dergleichen. Von Gedichten erwarte ich mir persönlich eher Entspannung und Unterhaltung und nicht hochtrabendes, schwülstiges und hochintellektuelles Zeug. Also ja, ich fand es teilweise echt mühsam die Gedichte zu lesen, ganz besonders nach einem langen anstrengenden Tag, an dem ich mir abends einfach nur ein wenig Erholung gewünscht hätte. Was können jetzt die Gedichte dafür? - Genau: gar nichts. Ich bin wohl einfach nicht die richtige Leserin für Rilkes Gedichte gewesen und warum das so ist, wollte ich an dieser Stelle gerne einmal loswerden. Eventuell auch, damit andere Leser, die in der Hinsicht ähnlich wie ich gestrickt sind, wissen, worauf sie sich einlassen, wenn sie zu dem Buch greifen.Gibt es auch was Schönes/Positives zu berichten? - Es bleibt zu sagen, dass die Gedichte relativ kurz sind und man das Buch dann auch schnell mal wieder zur Seite legen kann, um ein anderes Mal oder später darin weiterzulesen. Man muss also nicht irgendwo mittendrunter unterbrechen oder ewig weiterlesen, bis ein Kapitel/Abschnitt zu Ende ist.Genau genommen, gab es leider nur eine Handvoll Gedichte, die mir irgendwie zugesagt haben bzw. ich auf Anhieb verstanden habe, weil sie nicht so hochkompliziert geschrieben wurden. Diesen wenigen aber konnte ich dennoch was abgewinnen.